Powerplay ohne Ertrag: Werder verliert in Freiburg

DER SPIELBERICHT ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM SPORT-CLUB FREIBURG

07.02.26 von Moritz Studer | 5 Min

Jens Stage im Zweikampf mit Freiburgs Osterhage, der Däne hat den Ball am Fuß.

Keine Punkte im Breisgau! Der SV Werder Bremen musste sich dem Sport-Club Freiburg auswärts mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Nachdem Niklas Beste den Treffer des Tages erzielte (13.), spielten die Grün-Weißen nach einem Platzverweis gegen Johan Manzambi lange in Überzahl (52.). Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Beste kontert Njinmah-Fallrückzieher

Dass Keke Topp mit einem sehenswerten Treffer den SV Werder in der Vorwoche zu einem späten Punkt gegen Borussia Mönchengladbach schoss, imponierte auch seinem neuen Cheftrainer Daniel Thioune, der Werders Nummer 9 bei seinem Debüt in die Startformation berief. Die Thioune-Elf legte dann auch einen mutigen Start hin, musste aber schnell wieder mit einem Rückschlag umgehen.

Nachdem SCF-Torhüter Noah Atubolu einen ansehnlichen Fallrückzieher von Justin Njinmah aus dem Eck kratzte, lief der Konter der Hausherren. Schließlich bekamen die Breisgauer Niklas Beste in die Spur, der mit einem Schlenzer Torhüter Mio Backhaus keine Chance ließ (13.). Das Momentum war nun beim Tabellensiebten, gegen den nun U21-Nationalkeeper Backhaus gegen einen Kopfball von Igor Matanovic klasse rettete (17.).

In der Folge blieben die Grün-Weißen mit dem Europa-League-Achtelfinalisten auf Augenhöhe und verfügten über mehr Spielanteile. Allerdings gelang es den Gästen zu selten, sich in Abschlusspositionen zu spielen. Nach einem feinen Zusammenspiel war es Topp, dessen Versuch aus zu spitzem Winkel am Kasten vorbeizischte (18.). Daraufhin verflachte das Geschehen, vor allem weil sich Freiburg zunehmend zurückzog, um auf Nadelstiche zu lauern.

Justin Njinmah fässt sich an den Kopf.
Njinmah kann es nicht fassen: Atubolu pariert seinen Fallrückzieher (Foto: WERDER.DE).

HALBZEIT 2Manzambi sieht Rot, Werder läuft an

Nach dem Seitenwechsel veränderten sich dann die Vorzeichen, als Johan Manzambi im Nachsetzen Oliver Deman mit der offenen Sohle auf das Schienbein stieg. Nach Hinweis vom VAR schaute sich Schiedsrichter Deniz Aytekin, der zuvor nur Gelb gegeben hatte, die Szene selbst an und verwies den Schweizer des Feldes (52.). Obwohl Maximilian Eggestein in der Folge eines ruhenden Balles nochmal knapp verfehlte (58.), entwickelte sich dann ein Spiel auf ein Tor.

Als Justin Njinmah frei auf Atubolu zusteuerte und den Kasten verfehlte, hatte der Angreifer wohl ohnehin im Abseits gestanden, damit aber eine Druckphase seiner Mannschaft ein (61.). Samuel Mbangula verfehlte aus der Luft knapp das Gehäuse (61.), Senne Lynen zwang Atubolu nach einer unangenehmen Flanke zu einer Glanztat (71.) und auch Romano Schmid blieb gegen Freiburgs Torhüter zweiter Sieger (72.).

Kurz darauf traf Yuito Suzuki für den Sport-Club zur vermeintlichen Entscheidung, doch der Japaner hatte Comebacker Felix Agu mit einem leichten Zupfer aus der Balance (78.). Werder hielt den Druck hoch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden - Topp köpfe nach einer Ecke knapp über das Ziel (90.+5). Am kommenden Samstag, 14.02.2026, um 15.30 Uhr wird die Aufgabe nicht einfacher: Dann empfängt der SVW Tabellenführer Bayern München im Weserstadion.


Statistik

SC Freiburg: Atubolu - Ogbus, Ginter, Rosenfelder, Günter (68. Makengo) - Eggestein, Osterhage (84. Scherhant) - Beste (68. Jung), Manzambi, Grifo (56. Suzuki) - Matanovic (84. Höler)

SV Werder: Backhaus - Malatini (62. Agu), Friedl, Coulibaly - Sugawara, Lynen (88. Milošević), Deman (62. Mbangula) - Stage, Schmid (84. Puertas) - Njinmah (84. Grüll), Topp

Tor: 1:0 Beste (13.)

Gelbe Karten: Schuster / Friedl

Rote Karte: Manzambi (52., grobes Foulspiel)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Zuschauer: 34.700 (ausverkauft)

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