"In dieser Situation kannst du nur weiterarbeiten"
OLIVIER DEMAN ÜBER SEINE RÜCKKEHR NACH SEINER LANGEN VERLETZUNG
03.02.26 von Fiona John | 4 Min
:quality(70))
Hinter Olivier Deman liegt eine lange Leidenszeit. Im August brach sich der Linksverteidiger im Training den Knöchel: die erste große Verletzung des 25-Jährigen. Ein halbes Jahr später ist der Verteidiger zurück auf dem Rasen und weiß mit guten Leistungen zu überzeugen. Bei seinem vierten Einsatz in dieser Saison gelang ihm am vergangenen Wochenende sein erster Assist, wenngleich dieser nur bedingt gewollt war, wie er selbst verriet.
Es lief die vierte der fünf angekündigten Nachspielminuten in der Partie zwischen dem SV Werder und Borussia Mönchengladbach, als Keke Topp das Weserstadion mit dem Last-Minute-Ausgleich zum Jubeln brachte. Nach einer Ecke gelang es den Gästen nicht, das Leder aus der Gefahrenzone zu klären. Senne Lynen rettete den Ball im hohen Bogen vor dem Aus, Deman köpfte gegen die Laufrichtung, wo die Kugel letztendlich den Torschützen fand. „Es war Chaos“, beschrieb der Vorlagengeber die Situation im Strafraum, wo sich alle zehn grün-weißen Feldspieler versammelt hatten. „Ich wollte den Ball wieder ins Getümmel köpfen und habe gehofft, dass er bei einem unserer Spieler ankommt. Dann hat Keke ihn krank getroffen. Der Ball ist genau bei der richtigen Person gelandet, auch wenn ich ihn nicht gezielt ausgesucht habe.“
:quality(70))
Ein Assist, der für den Belgier auch das Ende einer langen Leidenszeit besiegelte. Vor dem ersten Bundesliga-Spiel dieser Saison hatte er sich im Training den Knöchel gebrochen und musste nahezu die gesamte Hinrunde zusehen. Eine extrem schwere Zeit, wie Deman selbst sagt. Noch nie war er in seiner Karriere länger als zwei Spiele verletzt gewesen. „Das Einzige, was du in dieser Situation machen kannst, ist weiterzuarbeiten. Auch wenn es schwer ist“, blickte der 25-Jährige zurück. „Man muss einfach versuchen, so schnell wie möglich wieder fit zu sein, um der Mannschaft zu helfen.“
Zurück auf dem Platz hängt sich Deman rein, stand gegen Gladbach das erste Mal wieder über die volle Spielzeit auf dem Rasen und spulte von allen Werderanern die meisten Kilometer ab. „Ich freue mich sehr, wieder zu spielen, das ist für mich das Wichtigste“, so der Abwehrmann, der in einer schwierigen Phase zurückkam. „Es ist für jede Mannschaft schwer, wenn du lange ohne Sieg bist. Wir müssen uns da jetzt gemeinsam rauskämpfen.“ Der Zusammenhalt im Team stimmt den 25-Jährigen optimistisch, dass bald wieder Erfolgserlebnisse folgen. So bewies seine Mannschaft nicht nur gegen Gladbach, auch bei einem Rückstand nicht aufzustecken. „Einerseits ist es vielleicht nicht das, was wir uns vor dem Spiel gewünscht haben“, stellt der Belgier klar. „Andererseits ist es am Ende des Tages auch wichtig, wenn du 0:1 hinten liegst und in der letzten Minute noch ein Tor schießt. Am Ende brauchen wir aber den Punkt und nehmen ihn mit.“ Es gibt also einige Gründe, warum sich Deman über seinen Assist freuen darf.
)
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
)
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
)
)
)
)
:quality(80))
)
)