Doppelpacker Stage und Entscheider Puertas: Werder gewinnt hitziges Nordderby
DER SPIELBERICHT ZUM NORDDERBY GEGEN DEN HAMBURGER SV
18.04.26 von Moritz Studer | 5 Min
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Der SV Werder ist Nordderbysieger! Am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga bezwangen die Grün-Weißen vor 41.800 Zuschauer*innen im ausverkauften Weserstadion mit 3:1 (1:1). Matchwinner war Rückkehrer Jens Stage mit einem Doppelpack.
HALBZEIT 1Stage mit dem Kopf, doch Glatzel antwortet schnell
Im Vergleich zur Niederlage beim 1. FC Köln nahm Cheftrainer Thioune, der u.a. auf seinen rotgesperrten Kapitän Friedl verzichten musste, vier Veränderungen in seiner Formation vor. Stage, Coulibaly, Puertas und Milošević kehrten in die Startelf zurück. Der SV Werder begann mit mehr Spielkontrolle, den ersten Abschluss sicherten sich aber die Rothosen: Nach einem Muheim-Freistoß verlängerte Remberg in Richtung Glatzel, der am zweiten Pfosten aber nicht entscheidend an die Kugel kam (5.).
Anschließend näherten sich die Grün-Weißen dem Torerfolg an. Schmid setzte sich im Luftduell durch, sodass Njinmah im Rücken einlaufen konnte. Der Linksschuss des Flügelspielers war aber zu unplatziert, um Heuer Fernandes zu überwinden (7.), Puertas fehlte eine Zeigerumdrehung später der nötige Zug hinter seinem Versuch (8.). Kurz darauf jubelten die Hamburger, nachdem Glatzel das Leder über die Linie gedrückt hatte. Weil Vorlagengeber Königsdörffer beim schnell ausgeführten Freistoß von Viera aber deutlich im Abseits stand, fand der Treffer keine Anerkennung (14.).
Den ersten Hochkaräter hatte Königsdörffer nach einem langen Ball von Omari auf dem Fuß. Pieper verlor im Laufduell kurz die Orientierung, was der Hamburger zu seinem Vorteil nutzte, dann das Ziel aber knapp verfehlte (26.). Auf der anderen Seite nutzte der SVW seine erste Großchance: Sugawara flankte butterweich ins Zentrum, wo Stage am Fünfmeterraum wuchtig einnickte (38.). Der Jubel wehrte aber nur für kurze Zeit, denn Glatzel setzte sich an der Grenze des Erlaubten gegen Coulibaly durch und setzte seinen Vollspannschuss ins Kreuzeck (41.).
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HALBZEIT 2Stage schlenzt sehenswert, hitzige Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel arbeitete die Thioune-Elf, ihren zwischenzeitlich erlangten Vorsprung wiederherzustellen. Stage bekam bei seinem Kopfball nach einer Puertas-Flanke aber nicht genug Druck auf die Kugel (55.). Wenige Augenblicke später durfte der Däne aber doch ein weiteres Mal jubeln. Werders Vize-Kapitän nahm in zentraler Position Maß und schlenzte das Spielgerät ansehnlich in den Winkel (57.).
Dadurch veränderte sich die Statik des Spiels, weil die Gäste das Risiko erhöhen mussten. Werder suchte wiederum nach dem entscheidenden Nadelstich. In der Schlussphase dezimierten sich die Hamburger dann selbst. Der eingewechselte Otele stieg Puertas mit der offenen Sohle auf das Schienbein, was Schiedsrichter Dr. Exner auf Hinweis des VAR als grobes Foulspiel und damit als Rote Karte wertete (79.).
Anschließend hatte Teamkollege Jatta Glück, dass der Unparteiische nach Ansicht der Bilder eine zweite Rote in eine Gelbe Karte umwandelte (89.). Nach dem Seitenwechsel arbeitete die Thioune-Elf, ihren zwischenzeitlich erlangten Vorsprung wiederherzustellen. Stage bekam bei seinem Kopfball nach einer Puertas-Flanke aber nicht genug Druck auf die Kugel (55.). Wenige Augenblicke später durfte der Däne aber doch ein weiteres Mal jubeln. Werders Vize-Kapitän nahm in zentraler Position Maß und schlenzte das Spielgerät ansehnlich in den Winkel (57.).
Dadurch veränderte sich die Statik des Spiels, weil die Gäste das Risiko erhöhen mussten. Werder suchte wiederum nach dem entscheidenden Nadelstich. In der Schlussphase dezimierten sich die Hamburger dann selbst. Der eingewechselte Otele stieg Puertas mit der offenen Sohle auf das Schienbein, was Schiedsrichter Dr. Exner auf Hinweis des VAR als grobes Foulspiel und damit als Rote Karte wertete (79.).
Anschließend hatte Teamkollege Jatta Glück, dass der Unparteiische nach Ansicht der Bilder eine zweite Rote in eine Gelbe Karte umwandelte (89.). Der Ärger hielt aber nur kurz, weil Puertas wenige Augenblicke später mit dem Beginn der zwölfminütigen Nachspielzeit nach feiner Schmid-Vorarbeit den Deckel draufmachte (90.+1).
Der SVW feiert damit nicht nur den Derbysieg, sondern auch Big Points im Kampf um den Klassenerhalt. Die Thioune-Elf begibt sich nun in eine lange Trainingswoche: Die Grün-Weißen treten am 31. Bundesliga-Spieltag erst am Sonntag, 26.04.2026, um 15.30 Uhr beim VfB Stuttgart an.
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Statistik
SV Werder: Backhaus - Sugawara, Pieper, Coulibaly, Deman - Lynen - Njinmah (90. Stark), Stage (67. Bittencourt), Puertas, Schmid - Milošević (61. Grüll)
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Capaldo, Torunarigha, Omari - Mikelbrencis, Grønbaek (66. Otele), Remberg, Muheim (75. Jatta) - Viera - Glatzel, Königsdörffer (75. Stange)
Tore: 1:0 Stage (37.), 1:1 Glatzel (41.), 2:1 Stage (57.), 3:1 Puertas (90.+1)
Gelbe Karten: Deman, Sugawara, Bittencourt (5. Gelbe Karte), Grüll (5. Gelbe Karte) / Königsdörffer, Muheim, Jatta
Rote Karten: Otele (79., grobes Foulspiel), Co-Trainer Favé, Co-Trainer Hoepner (90.+3, beide Rudelbildung)
Schiedsrichter: Dr. Florian Exner
Zuschauer: 41.800 (ausverkauft)
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