„Eine Reise, an die wir noch lange denken werden“
FRITZY KROMP IM TRAININGSLAGER-ABSCHLUSSINTERVIEW
17.01.26 von Marie Backhaus | 5 Min
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Fünf volle Tage verbrachten die WERDERFRAUEN im spanischen Olivia Nova, um sich bei warmen Temperaturen auf die weitere Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga vorzubereiten. "Das Trainingslager war rundum gelungen. Wir hatten eine tolle Unterkunft mit bester Verpflegung und guten Trainingsbedingungen bei angenehmen Temperaturen. Nun wollen wir diese positive Energie mit in die Rückrunde nehmen", fasst Birte Brüggemann, Leiterin Mädchen- und Frauenfußball zusammen. Im WERDER.DE-Interview blickt auch Cheftrainerin Fritzy Kromp zufrieden auf das Trainingslager zurück und zieht ein Fazit.
WERDER.DE: Fritzy, wir neigen uns dem Ende unseres Trainingslagers zu. Fünf volle Tage hier in Oliva Nova sind nun vorbei. Wie war es für dich und wie ist dein Gesamteindruck von dieser Zeit?
Fritzy Kromp: Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Gefühlt ist man gestern erst angereist, aber das spricht denke ich, für die Zeit, die wir hier hatten. Es waren wirklich sehr intensive und schöne Tage, die wir zusammen hatten, bei wirklich sehr, sehr guten Bedingungen. Mit der Anlage, der Nähe zum Strand und Meer haben wir es sehr gut getroffen. Deswegen war das insgesamt eine tolle Reise, an die wir, glaube ich, auch lange noch denken werden und in der wir gute Arbeit auch auf dem Platz abliefern konnten. Deswegen können wir da sehr zufrieden sein.
WERDER.DE: Wie wichtig war es aus deiner Sicht, die Vorbereitung im Ausland bei besseren Wetterbedingungen machen zu können? Die Plätze waren ja in einem super Zustand, oder?
Fritzy Kromp: Die Plätze waren hervorragend. Du hattest einfach auch mal wieder Grün unter den Füßen. (lacht) Das war ja zuletzt bei uns in ganz Deutschland schwer möglich, aufgrund der wirklich winterlichen Bedingungen, die wir hatten. Aus der Erfahrung heraus wusste ich, so ein Wintertrainingslager hilft dem Team auf vielen Ebenen. Man bekommt einfach mal einen Tapetenwechsel, ein paar Sonnenstrahlen ins Gesicht, hat warme Temperaturen und kann auch mal länger auf dem Platz stehen und so inhaltlich und taktisch gut arbeiten.
WERDER.DE: Was war für euch als Trainerteam der inhaltliche Schwerpunkt? Welche Baustellen gab es, an denen ihr gerne arbeiten wolltet?
Fritzy Kromp: Wir wollten die Zeit gut nutzen und sind mit einem Testspiel in Alkmaar in die Maßnahme reingestartet. Wir wollten daraus Erkenntnisse ziehen, viele Videositzungen mit der Mannschaft machen und im Detail weiter an unserer Spielfähigkeit arbeiten. Jetzt speziell in der Vorbereitung haben wir viel über unser Spiel in die Spitze nachgedacht, aber auch das Thema Umschaltspiel, offensiv, defensiv und auch insgesamt unser Pressing und die Arbeit gegen den Ball behandelt. Die Mannschaft hat inhaltlich sehr gut mitgezogen, war bereit, hat alles aufgesaugt und versucht, auf dem Platz alles bestmöglich umzusetzen.
WERDER.DE: Du hast es eben schon kurz angesprochen: Bevor es nach Spanien ging, gab es noch ein Testspiel in und gegen Alkmaar, das 3:3-Unentschieden ausging. Wie zufrieden warst du mit der Partie und welche Erkenntnisse hat die Partie nochmal gebracht?
Fritzy Kromp: Wir waren sehr froh um dieses Testspiel, weil es im Winter doch zum einen wenig Zeit ist und zum anderen schwer ist, Gegner zu finden. Hier in Spanien haben wir leider keinen passenden Gegner gefunden, deswegen haben wir uns da für ein internes Spiel ausgesprochen und es war uns die Reise nach Alkmaar wert. Wir konnten es außerdem gut mit der Anreise nach Spanien verbinden, deswegen hat das perfekt gepasst. Mit der Indoor-Halle hatten wir auch in Holland gute Bedingungen. Das Spiel hat uns gefordert und wir konnten Spielzeit verteilen.
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WERDER.DE: Neben den Einheiten auf dem Platz gab es auch einen freien Nachmittag für die Spielerinnen und mit der Salsa-Tanzstunde auch noch eine kleine Überraschung. Wie wichtig ist es, als Team solche Momente zu haben, um den Zusammenhalt nochmal zu stärken?
Fritzy Kromp: Total wichtig, schön und einzigartig, dass man die Möglichkeiten hier hat und die dann auch nutzt. Ich glaube, es ist wichtig, nicht permanent jede Minute durchzutakten, sondern den Spielerinnen auch Freiräume zu geben. Es ist schön, zusammen nochmal tolle Erlebnisse abseits des Platzes zu sammeln, sei es am Meer, bei ihrem Stadtausflug nach Valencia oder dann eben auch in so einem Salsa-Tanzkurs. Das war eine tolle Idee von unserem Athletiktrainer, die glaube ich, auch bei der Mannschaft sehr gut ankam. Wir hatten zwei tolle Tanzlehrer, die die Spielerinnen angeleitet haben. Das war eine schöne und willkommene Abwechslung.
WERDER.DE: Und auch du hattest nochmal eine andere Aufgabe. Du hast dir kurz die Kamera geschnappt und ein paar Fotos gemacht.
Fritzy Kromp: Ja, jeder, was er so kann. Da ich nicht besonders gut tanzen kann, dachte ich, ich versuche mich anders nützlich zu machen. (lacht)
WERDER.DE: Generell gab es während der Woche viel gute Laune. Wie war dein Eindruck? Das möchte man sicherlich auch für den Bundesliga-Restart mitnehmen, oder?
Fritzy Kromp: Ja, total. Ich habe die Mannschaft über die komplette Zeit als sehr dankbar und positiv gestimmt wahrgenommen. Manchmal kann irgendwann ja auch mal ein kleiner Lagerkoller entstehen. Das war von meinem Gefühl her gar nicht der Fall. Im Gegenteil, die Stimmung war durchgängig sehr, sehr gut. Insgesamt glaube ich, hat die Maßnahme der Mannschaft richtig gutgetan, weil wir tolle Spielerinnen haben, die die Dinge einzuordnen und zu schätzen wissen, wo man herkommt und wie außergewöhnlich und bedeutsam es ist, als Frauenteam im Winter so ein Trainingslager machen zu dürfen. Das ist alles andere als selbstverständlich und ein Novum.
"Das ist alles andere als selbstverständlich und ein Novum."
Fritzy Kromp über die Ermöglichung des Winter-Trainingslagers.
WERDER.DE: Am 25. Januar heißt es dann wieder Bundesliga. Wie sehr freust du dich, dass es schon bald gegen Nürnberg wieder um Punkte geht?
Fritzy Kromp: Riesig. Es ist schön, dass es schon wieder in greifbarer Nähe ist. Es war keine ewig lange Pause und trotzdem ist unser letztes Heimspiel bereits eine Weile her. Deswegen freuen wir uns riesig, auch unsere Fans bald wiederzusehen. Ich bin mir sicher, es werden einige an dem Sonntagnachmittag kommen, um uns zu unterstützen und anzupeitschen. Wir wollen auf Platz 11 dort weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben - nämlich zu Hause gewinnen.
WERDER.DE: Was erwartest du dir allgemein für die nächsten Monate?
Fritzy Kromp: Ich glaube, wir müssen weiter von Spiel zu Spiel schauen und bei uns bleiben. Wir wissen, dass uns nichts geschenkt wird und wir hart arbeiten müssen. Außerdem müssen wir weiterhin in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen, bereit sein, mehr zu laufen und mehr reinzugeben als der Gegner, um wirklich immer wieder das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Ich bin mir sicher, das wird die Mannschaft machen und dann, glaube ich, kann es noch eine sehr, sehr gute Rückrunde werden.
WERDER.DE: Dann freuen wir uns, dass wir schon bald im Heimspiel wieder ran dürfen und bedanken uns fürs Erste bei dir für das Interview.
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