Die Messi-Hürde: Itten und die Schweiz setzen auf die Überraschung

CEDRIC ITTEN UND DIE SCHWEIZ TREFFEN IM WM-VIERTELFINALE AUF ARGENTINIEN

11.07.26 von Moritz Studer | 3 Min

Cedric Itten spielt einen Pass.
Foto: SFV

Die Reise geht weiter. Cedric Itten und die Schweiz gehören zu den letzten acht Mannschaften, die bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA verblieben sind. Die Nati trifft in der Nacht von Samstag auf Sonntag (12.07., 03.00 Uhr) in Kansas City auf Weltmeister Argentinien. Trotzdem sind Itten & Co. optimistisch, das Ensemble um den achtfachen Weltfußballer Lionel Messi besiegen zu können.

Der Weg ist weit, als Cedric Itten von der Mittellinie losschreitet. Er muss treffen. Er kann seine Nation im Elfmeterschießen wieder in Führung befördern. Itten bleibt cool, das Ball schlägt scharf im Zentrum des Kastens ein, der kolumbianische Torhüter entscheidet sich für eine Ecke. „Tatsächlich war ich in dem Moment relativ ruhig“, sagt der Werder-Neuzugang nach dem 4:3-Sieg gegen Kolumbien auf seinen Puls angesprochen. „Ich habe versucht mich maximal zu fokussieren, meinen Plan durchzuziehen und sauber abzuschließen.“

Dass die Schweiz überhaupt im Viertelfinale steht, ist zumindest eine kleine Überraschung. Der Nati ist es gelungen, die Unruhe nach dem 1:1-Unentschieden zum Auftakt gegen Katar zu kanalisieren und auf die Siegerstraße zu finden. „Die Fans, aber auch wir selbst, haben natürlich mehr erwartet – wir haben den Sack vorher nicht zugemacht“, erinnert sich Itten an das erste Gruppenspiel. „Wir wussten aber schon, was wir für eine Qualität haben und sind positiv geblieben. Am Ende sind wir souverän als Erster weitergekommen.“

In der Startelf scheint Breel Embolo den Platz in der Spitze sicher zu haben, Itten fungiert als verlässlicher Joker. Dadurch dürfte er auch gegen die Argentinier gute Aussichten haben, wieder auf seine Minuten zu kommen. „Messi ist aktuell der Führende der Torschützenliste und mit Cristiano Ronaldo zusammen wohl der beste Fußballer, den es jemals gegeben hat“, sagt Itten. „Ich habe eine Riesenvorfreude, aber auch das große Ziel, die Überraschung zu schaffen. Argentinien ist der Favorit, aber im Fußball ist alles möglich und wir glauben daran.“

Schmetgens & Co. greifen nach dem Titel

Mick Schmetgens umarmt einen Mitspieler.
Im Endspiel kommt es zum Wiedersehen mit Spanien (Foto: DFB/dpa Picture-Alliance)

Für Mick Schmetgens geht es am Samstagabend (11.07., 20.00 Uhr) um den Titel bei der U19-Europameisterschaft. Die beiden Duellanten trafen bereits in der Gruppenphase aufeinander, wo sich die Spanier mit 4:0 durchsetzten. Nach dem Einzug in die K.o.-Runde besiegten Schmetgens & Co. die Ukraine (2:1), während „La Furia Roja“ die Kroaten um Patrice Čović und Karlo Šimić (3:0) aus dem Weg räumte.

Auch wenn die Favoritenrolle daher wohl bei Spanien liegt, ist die Elf von Bundestrainer Christian Wörns vorfreudig optimistisch. „Die Mannschaft hat sich dieses Finale und diese Revanche gegen Spanien absolut verdient“, sagt Schmetgens. „Jetzt kommt ein starker Gegner auf uns zu, der bis jetzt noch ungeschlagen und ohne Gegentor ist. Wir werden mit voller Überzeugung in das Spiel gehen, dass wir das jetzt ändern können. Ein EM-Finale ist für viele einmalig und jeder Spieler will unbedingt diesen Titel.“

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