„Eine Chance für uns, weil wir neue Energie reinbekommen“
WERDERFRAUEN-CHEFTRAINERIN FRITZY KROMP NACH DEM TRAININGSAUFTAKT
09.07.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Endlich wieder Rasen unter den Füßen. Die WERDERFRAUEN standen am Donnerstagmittag, 09.07.2026, für eine erste Einheit auf dem Trainingsplatz. Der erste Schritt während einer langen Vorbereitung auf die Saison 2026/27 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Nach den 90 Minuten auf Platz 10 sprach Cheftrainerin Fritzy Kromp am WERDER.TV-Mikrofon über…
…die Schwerpunkte der Vorbereitung: „Die erste Einheit war intensiv und dynamisch. Das müssen wir aber auch dosieren, dass es nicht zu viel wird. Die meisten hatten sechs Wochen frei, weswegen wir unsere Arbeit gut strukturieren müssen. Das können wir über die Woche, bevor es ins Trainingslager geht, gut machen. Die ersten Testspiele haben wir bewusst erst dort hingesetzt, um uns zu akklimatisieren. Danach haben wir eine Woche frei, bevor es in den Feinschliff geht, wo wir auch Schwerpunkte taktischer Natur abarbeiten.“
…den Eindruck der Neuzugänge: „Sehr positiv. Alle haben gebrannt und sind froh, dass es wiederlosgeht und sie in Werder-Klamotten auf einem wunderschönen Platz trainieren dürfen. In der Kommunikation haben wir gemerkt, dass wir etwas mehr auf Englisch switchen müssen. Aber auch das bekommen wir gut hin.“
…das Teambuilding: „Das ist sicherlich eine Herausforderung. Wenn wir uns die Zahlen der anderen Klubs anschauen, ist das aber ähnlich. Gleichzeitig ist da natürlich eine Chance für uns dabei, weil du einfach viel neue Energie mit motivierten Spielerinnen reinbekommst. Die Karten werden zwar nicht alle neu gemischt, die Rollen aber neu definiert. In der langen Vorbereitung kann sich jede zeigen und das macht es spannend.“
…die Sprachbarriere von Mei Shimada: „Im Moment gibt es die natürlich, weil sie sehr wenig Englisch und Deutsch spricht. Sie lernt aber fleißig. Wir sind froh, dass wir einen Übersetzer hier am Platz und in den Besprechungen dabeihaben. Ansonsten merkt man, dass sie weiß, wie man Fußball spielt und man bei einigen Spielformen gar nicht viel erklären muss. Es ist wichtig, dass sie sich hier wohlfühlt, viel versteht und von uns mitnimmt.“
…die Altersstruktur im Team: „Der Mix ist immer sehr gut und tut uns auch gut. Wir haben mit Lina Hausicke und Michelle Ulbrich erfahrene Spielerinnen dabei, die eine beachtliche Zahl an Spielen auf den Platz bringen. Sie nehmen ihre Rolle gut an und die Neuen bringen viel Energie und Potential mit.“
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…die 29 Tore der Abgänge zu ersetzen: „Wir spielen ja nicht mit sieben Spielerinnen weiter, sondern haben Neue dabei, mit der Kernkompetenz Tore zu schießen. Die Fußstapfen von einer Larissa Mühlhaus oder Maja Sternad sind groß. Ich gehe davon aus, dass die Tore auf mehrere Schultern verteilt werden. Im Großen und Ganzen bin ich daher guter Dinge.“
…eine neue Elfmeterschützin: „Ich hätte zwei, drei im Kopf, habe es aber noch nicht mit dem Team besprochen. Ich bin sehr gespannt, wie sie es sehen werden. Ich bin mir sicher, dass wir einige gute Schützinnen im Team haben.“
…Trainerteam und Staff: „Wir haben uns in dem Bereich teilweise neu aufstellen müssen und auch neue Stellen geschaffen. Wir sind froh, dass wir mit Co-Trainer Sebastian Kmiec und Athletiktrainer Alvaro Chaparro die letzten Stellen geschlossen haben. Dazu haben wir eine Betreuerin, und ab dem 1.8. auch einen Rehatrainer, die nur für uns zuständig sind. Das Team wächst und es ist viel frischer Wind mit dabei.“
…Erkenntnisse von der WM: „Es macht immer Sinn, sich guten Fußball anzuschauen – egal ob von Männern oder Frauen. Die Getränkepausen wird es nicht geben, da hätten wir auch ein bisschen was mitnehmen können. Fußballerisch waren aber natürlich viele Trends dabei.“
…ihre Hoffnungen für die Vorbereitung: „Für mich ist das Wichtigste, dass wir im besten Fall keine Verletzten haben. Dann wäre es schön, wenn alle zurückkommen, die aktuell noch nicht voll aktiv dabei sind. Wir wollen voll dabei sein und in dem einen oder anderen Spiel an unsere Grenzen kommen. Wir wollen zusammen gewinnen, aber auch mal zu verlieren ist nicht verkehrt – wir haben uns bewusst auch stärkere Gegner ausgesucht. Wenn uns das gelingt, sind wir gut vorbereitet und dann kann es auch endlich wieder um Punkte gehen."
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