Das unvollständige, magische Dreieck

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN ZUM DUELL MIT DEM FC BAYERN MÜNCHEN

11.02.26 von Moritz Studer | 3 Min

Justin Njinmah im Zweikampf mit Harry Kane, der Bremer hat den Ball am Fuß.

Mit dem FC Bayern München tritt die Überfliegermannschaft der Fußball-Bundesliga am Samstag, 14.02.2026, um 15.30 Uhr (live bei Sky, in der DAZN-Konferenz und im Liveticker auf WERDER.DE) im Weserstadion an. Der Rekordmeister wird in zahlreichen Kategorien seinem Ruf als Branchenprimus gerecht und kommt an die Weser, um der 35. Deutschen Meisterschaft um drei weitere Punkte näherzukommen. Ein Blick auf die Zahlen, Daten & Fakten verrät aber auch, wo Chancen für die Grün-Weißen liegen.

Auf Rekordkurs: Die Münchner befinden sich in einer herausragenden Runde und sind in allen Wettbewerben noch auf Titelkurs. Darüber hinaus erzielten die Bayern in der bisherigen Bundesliga-Spielzeit bereits 79 Tore, was hochgerechnet am Ende der Saison bei 128 Treffern enden würde. Im Moment steht der FCB als Spitzenreiter sechs Punkte vor Borussia Dortmund – das einzige Mal, dass der Rekordmeister einen solchen Vorsprung zu diesem Zeitpunkt noch verspielte, war 1992/93 als bekanntlich Werder letztlich zum dritten Mal die Schale holte.

Das magische Dreieck: Sicherlich sind die Bayern nicht auf einen Spieler zu reduzieren, mindestens drei von ihnen stechen aber doch deutlich heraus. Harry Kane (24 Tore/5 Vorlagen), Michael Olise (10/16) und Luiz Diaz (13/9) kommen zusammen auf 77 Torbeteiligungen. Auch wenn Olise der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany am Osterdeich fehlen wird, könnten die Münchner den Ausfall u.a. mit dem wieder genesenen Jamal Musiala egalisieren. Der 22-Jährige kam nach seinem Wadenbeinbruch in der laufenden Runde zu vier Joker-Einsätzen, in denen er zwei Assists gab.

Der Laufmeister: Obwohl der FCB wie gewohnt den meisten Ballbesitz im Ligavergleich (62,3 %) für sich beansprucht und dem Spielgerät nur selten hinterherlaufen muss, spult er die meisten Kilometer (123,68 pro Spiel) ab. Darüber hinaus zählt die Kompany-Elf auch mit Blick auf die Anzahl der Sprints (3.) und intensiven Läufe (2.) zu den Spitzenteams im Fußball-Oberhaus. In diesen Kategorien hat jeweils die TSG Hoffenheim die Nase vorne.

Serge Gnabry mit Ball am Fuß vor Yukinari Sugawara.
Serge Gnabry erzielte in 27 Pflichtspielen elf Tore für Werder (Foto: W.DE).

Die Effektivität: Der SV Werder produziert wiederum die viertmeisten Torschüsse, braucht allerdings 13 Versuche, um zu einem Erfolg zu kommen. Im Duell mit den Münchnern bedarf es einer besonderen Effektivität, da die Bayern nämlich neben ihrer Offensivstärke auch die wenigsten Gegentore (19) kassieren. Die Grün-Weißen kommen über Konterangriffe ligaweit zu den meisten Abschlüssen (30), der FCB kassierte auf entsprechende Weise aber auch erst ein Gegentor – Ligabestwert.

Die Schwäche: Zumindest fällt ins Auge, dass die Münchner mehr als ein Fünftel ihrer Gegentreffer nach Eckbällen kassieren. Die vier Tore der Konkurrenten ist eine der wenigen Statistiken, wo der FCB nicht nur führend ist, sondern sogar einen unterdurchschnittlichen Wert erreicht. Allerdings machen es die Bayern ihrem Gegenüber nicht leicht, sich diese Gelegenheiten überhaupt zu erspielen. Der Ligaprimus lässt pro Spiel nur 3,5 gegnerische Ecken zu – Bestwert.

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