Neustart trotz Niederlage

FELIX AGU ÜBER SEIN COMEBACK NACH MEHRMONATIGER VERLETZUNGSPAUSE

08.02.26 von Fiona John | 4 Min

Felix Agu läuft mit dem Ball am Fuß. Ein Freiburger Spieler läuft auf ihm zu. Im Hintergrund ist die Trainerbank zu sehen.

Sie kennen sich gut: Felix Agu und Werders neuer Cheftrainer Daniel Thioune. Während Letzterer seit Mitte der Woche beim SV Werder Bremen im Amt ist und gegen Freiburg am Samstag seine Bundesliga-Premiere erlebte, war die Partie im Breisgau auch für den Schienenspieler wie ein Neustart. Ein Neustart in die Saison, in der er wegen einer Sprunggelenksverletzung 14 Spiele nicht mitwirken konnte. Bei der 0:1-Niederlage feierte Agu nun sein Comeback nach viermonatiger Leidenszeit.

Im Oktober hatte sich der 26-Jährige beim ersten Heimsieg der Saison gegen St. Pauli einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen, nachdem ihm ein gegnerischer Spieler unglücklich auf das Sprunggelenk gefallen war. Es folgten eine Operation, sechs Wochen Krücken und ein Spezialschuh. „Das war schon hart, vor allem, weil schnell feststand, dass es wieder länger dauert“, blickt der Rechtsfuß auf den Moment der Diagnose zurück. Schließlich hatte er in der Vergangenheit bereits mehrfach mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen. „Aber jetzt bin ich glücklich, dass es überstanden ist, ich wieder auf dem Platz stehe und Spaß haben kann.“

Gegen Freiburg wurde Agu beim Stand von 0:1 in der 62. Minute für Julian Malatini eingewechselt und durfte erstmals wieder mitwirken. „Es war schön, ich hätte das Spiel aber lieber mit mehr Punkten beendet“, erzählt er im Nachgang von seinen ersten Momenten auf dem Platz. „Ich versuche weiter Gas zu geben, damit wir uns aus dieser Situation herausholen.“ Herausholen aus der weiterhin anhaltenden Sieglos-Serie, die auch mit der Energie des neuen Cheftrainers beendet werden soll. „Daniel hat eine sehr gute Ansprache, er kann eine Mannschaft sehr gut bewegen und gleichzeitig Inhalte gut platzieren“, berichtet der Deutsch-Nigerianer, der nicht zum ersten Mal in seiner Karriere unter der Verantwortung von Thioune steht.

Daniel Thioune und Felix Agu klatschen in der Kabine ab. Beide lächeln sich an.
Eine gemeinsame Zeit in Osnabrück verbindet Daniel Thioune und Felix Agu (Foto: WERDER.DE).

Schon in der U17 beim VfL Osnabrück lief Agu unter Thioune auf und feierte unter ihm sein Profi-Debüt in der 3. Liga sowie den Zweitliga-Aufstieg. „Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich eine sehr gute Verbindung zu Daniel habe. Merlin Polzin und er haben mich zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin. Deshalb ist mein Vertrauen in ihn sehr groß, dass er uns helfen kann.“ Die ersten Ansätze habe der 26-Jährige bereits in den vergangenen Tagen gespürt: „Es war viel Spannung im Training, wir hatten gute Abläufe. Eigentlich das, was man nach einem Trainerwechsel erwartet: Dass jeder Gas gibt und seine Chance wittert.“

Für einen Sieg in Freiburg reichte es dennoch nicht, die Enttäuschung bei Mannschaft und mitgereisten Fans war groß. „Es liegt an uns", sagt Agu, „das Ruder herumzureißen und die Fans wieder glücklicher zu stimmen. Wir sind hier in Freiburg, ich weiß nicht, wie viele hundert Kilometer sie für diese Reise auf sich nehmen. Da liegt es an uns, das zurückzuzahlen, damit sie wieder Erfolgserlebnisse feiern dürfen.“ Hoffnung auf diese Erfolgserlebnisse macht ihm insbesondere die vergangene Trainingswoche. „Wir haben Qualität in der Mannschaft, wir haben Qualität auf dem Platz. Wir müssen es einfach nur wieder in die Spiele bekommen“, so der Schienenspieler. „Wenn ich nach links und rechts in der Kabine schaue, habe ich Vertrauen in meine Mitspieler und glaube daran, dass wir es schaffen können.“

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