Der schwere Rucksack
DER NACHBERICHT ZUM AUSWÄRTSNIEDERLAGE GEGEN FREIBURG
09.02.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Die Vorbereitung war kurz für Daniel Thioune. Am Mittwoch leitete der neue Werder-Cheftrainer seine erste Einheit, am Samstag trat er mit den Grün-Weißen schon beim Sport-Club Freiburg an. Bei der 0:1-Niederlage im Breisgau waren wieder Kleinigkeiten für das elfte sieglose Spiel am Stück verantwortlich. Für Thioune beginnt nun seine Arbeit an der Weser so richtig. Ein Nachbericht.
Natürlich sind die Augen der Fans und die Linsen der Fotograf*innen auf Daniel Thioune gerichtet, als er aus dem Spielertunnel zu seiner Bank geht. „Zwischen Tor des Jahres und Tor des Tages“, wird der 51-Jährige später in der Mixed Zone sagen, „lagen heute nur 20 Sekunden, die mir nicht gefielen.“ Damit war gemeint, dass nach einem sehenswerten Fallrückzieher von Justin Njinmah der Freiburger Konter ins Rollen kam. Letztlich fand Niklas Beste in die Halbspur, um mit einem Schlenzer zielgenau für den Treffer des Tages zu sorgen (13.).
In der Folge begegnete Werder dem Europa-League-Achtelfinalisten auf Augenhöhe, kreierte trotz 36 Flanken und 17 Torschüssen aber nicht die nötige Torgefahr, um Noah Atubolu zu überwinden und Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen. Zudem waren die Hausherren nach einem groben Foulspiel von Johan Manzambi gegen Olivier Deman kurz nach der Pause in Unterzahl geraten (51.). „Das Spiel hat seine eigene Geschichte, wir waren nach der Roten Karte ein stückweit zu verkopft“, analysiert Thioune die Begegnung. „Inhaltlich hat das Spiel gezeigt, dass die Mannschaft noch ein paar Schritte gehen muss, um erfolgreich zu sein.“
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In der Tabelle ist Werder auf den Relegationsplatz abgerutscht, der Frust war allen auf dem Feld und auf der Tribüne anzumerken. Ein Erfolgserlebnis ist dringend notwendig, um den „Rucksack“, von dem Thioune immer wieder spricht, zu erleichtern. „Der größte Stein ist die Serie der nicht gewonnenen Spiele“, erklärt der Fußball-Lehrer. „Wir sind uns der Situation bewusst und gehen damit um, in dem Moment wo die Ketchupflasche aufgeht, kommt die Leichtigkeit zurück – die Jungs wissen ja auch, dass sie es können.“
Die Aufgabe wird allerdings nicht einfacher, wenn nun Tabellenführer Bayern München im Weserstadion zu Gast ist. Trotzdem steht Thioune erstmals eine komplette Trainingswoche mit seinen neuen Schützlingen auf dem Platz. Dort kann er den Grün-Weißen nicht nur mental, sondern auch inhaltliche Ideen mit an die Hand geben. „Wir sind in beiden Boxen nicht scharf“, betont er. „In den nächsten Tagen kann ich mehr darauf einwirken, als ich es in den 48 Stunden vorher konnte.“
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