„Werder ist mein zweites Zuhause“
TUANA MAHMOUD IM INTERVIEW
10.02.26 von Marie Backhaus | 4 Min
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Für Tuana Mahmoud ist der Weg beim SV Werder Bremen noch lange nicht vorbei. Die Offensivspielerin hat ihren Vertrag verlängert und wird auch über den Sommer hinaus die Raute auf der Brust tragen. Im Interview mit WERDER.DE verrät die 22-Jährige, was ihr der SVW bedeutet, wie ihr Weg zum Comeback verläuft und wer sie am meisten durch die schwere Verletzungszeit getragen hat.
WERDER.DE: Herzlichen Glückwunsch zur Vertragsverlängerung, Tuana. Wir freuen uns, dass du über den Sommer hinaus in Bremen bleibst. Was hat dich überzeugt, beim SV Werder zu verlängern?
Tuana Mahmoud: Ich glaube, wir haben diese Saison nochmal gezeigt, was für ein Potenzial wir in der Mannschaft haben und, dass wir mit Fritzy eine sehr gute Trainerin haben. Ich bin einfach dankbar für das Vertrauen und freue mich auf die kommende Zeit mit Werder.
WERDER.DE: Du bist schon seit 2017 bei Werder, hast damals mit 14 Jahren in der U17 angefangen, was bedeutet dir der Verein mittlerweile?
Tuana Mahmoud: Werder ist mein zweites Zuhause geworden. Ich bin hier sozusagen groß geworden, habe hier alle Mannschaften durchlaufen und bin deshalb einfach dankbar, jetzt noch länger in Bremen bleiben zu können. Ich fühle mich bei Werder sehr wohl und es ist wirklich schon wie eine zweite Familie.
WERDER.DE: In diesen ganzen Jahren hat sich bei den WERDERFRAUEN einiges weiterentwickelt, wie nimmst du diese Veränderungen als Spielerin wahr?
Tuana Mahmoud: Es waren insbesondere sehr positive Veränderungen. Ich glaube, wir haben uns von Jahr zu Jahr weiterentwickelt, sowohl strukturell als auch was den Staff und vieles drumherum angeht. Das hilft uns dann vor allem fürs Fußballspielen. Und ich glaube, das sieht man auch in der Entwicklung, dass wir jede Saison besser geworden sind. Ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so.
WERDER.DE: Diese Entwicklung spiegelt sich auch im sportlichen Erfolg wider, wenn du allein das vergangene Jahr betrachtest, mit der Pokalreise, Vietnam und jetzt nach der Hinrunde der 3. Platz in der Liga, wie verrückt war das alles und hättest du damit gerechnet?
Tuana Mahmoud: Ich glaube, zu dem Zeitpunkt habe ich das alles gar nicht so richtig realisiert. Damit gerechnet habe ich aber auch nicht. Ich glaube aber, das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und das spiegelt auch generell den Frauenfußball wider, dass wir uns immer weiterentwickeln und dass auch die Zuschauer das immer mehr sehen. Das hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Außerdem zeigt die Entwicklung auch, dass wir als Team gut gewachsen sind.
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WERDER.DE: Für dich persönlich gab es leider einen Rückschlag vor dem Spiel in Nürnberg im September. Du hast dir das Kreuzband gerissen. Wie geht es dir aktuell und wie verläuft dein Weg zum Comeback?
Tuana Mahmoud: Ich habe eine sehr schwere Zeit hinter mir. Aber jetzt, wo es so langsam wieder Richtung Platz geht und das machen darf, was ich am meisten liebe, geht es mir schon ein bisschen besser. Aber ich würde sagen, ich habe das als Chance gesehen. Am Anfang noch nicht, aber mittlerweile. Ich kann an den Stellschrauben drehen, für die ich sonst keine Zeit hatte. Und ich glaube einfach, man kann so eine schwere Verletzung gut nutzen, um danach besser wiederzukommen. Ich freue mich hoffentlich bald wieder mit der Mannschaft auf dem Platz stehen zu können.
WERDER.DE: Am vergangenen Wochenende gab es diese nächste Etappe für dich. Du warst erstmals wieder auf dem Platz. Wie hat sich das angefühlt?
Tuana Mahmoud: Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Ich war lange nicht mehr so glücklich, wie nach dem Training. Einfach endlich wieder einen Ball am Fuß zu haben und mit der Mannschaft zu sein. Darauf habe ich die letzten Monate hingearbeitet. Es war einfach schön.
WERDER.DE: Was hat dir in dieser Zeit am meisten dabei geholfen, damit umzugehen? Vor allem so unmittelbar nach der Verletzung.
Tuana Mahmoud: Erstmal habe ich mich über die vielen Nachrichten gefreut, da haben auch Leute geschrieben, mit denen ich sonst nicht so viel zu tun hatte. Da hat man gemerkt, dass man die Unterstützung auch von außen hat. Der Verein hat mir auch sehr viel geholfen. Aber an erster Stelle stand vor allem meine engste Familie, Adam (Anm. d. Red. Tuanas Ehemann) hat sich direkt zwei Wochen freigenommen, war dann bei mir zu Hause und auch meine Katzen haben mir sehr viel Liebe geschenkt. (lacht) Ich glaube, das ist einfach das Wichtigste, dass man Menschen um sich hat, mit denen man dann reden kann, damit man nicht alles in sich hineinfrisst.
WERDER.DE: Du unterstützt die Mannschaft aktuell immer von außen, bist bei den Heimspielen immer mit dabei. Wie schwer fällt es dir, nur zuschauen und nicht mithelfen zu können?
Tuana Mahmoud: Natürlich sehr, sehr schwer, aber ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Dass wir jetzt auf so einem guten Platz stehen, hätte, glaube ich, niemand gedacht, aber es ist total verdient. Es wäre schön, wenn wir das jetzt in der Rückrunde bestätigen können. Und die Vorfreude ist schon groß darauf, zurückzukommen und zu helfen.
WERDER.DE: Welche Ziele hast du dir für die weitere Zeit bei Werder gesteckt? Sicherlich vor allem dein Comeback, aber gibt es darüber hinaus noch weitere?
Tuana Mahmoud: Auf jeden Fall möchte ich mich immer weiterentwickeln. Ich möchte nach der Verletzung erstmal wieder gut ankommen, im besten Fall natürlich da anknüpfen, wo ich aufgehört habe. Natürlich hat man auch die Ziele, wieder Tore zu schießen und gute Dribblings zu machen, aber gerade ist in meinem Kopf eigentlich nur das Comeback. Ich will wieder richtig Fußball spielen.
WERDER.DE: Vielen Dank. Wir verfolgen deinen Weg zurück natürlich weiterhin und hoffen, dich schnellstmöglich wieder bei und mit der Mannschaft zu sehen.
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