Team-WM für Werder-Duo mit Licht und Schatten
Falck verpasst eine Medaille – Gerassimenko überragend
08.05.26
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Mattias Falck und Kirill Gerassimenko kehren nach der Tischtennis-Mannschafts-WM in unterschiedlicher Gemütsverfassung aus London zum SV Werder zurück. Falck verpasste mit dem Olympia-Zweiten Schweden nach einem historischen Vorrundensieg durch das Aus im Viertelfinale (2:3 gegen Taiwan) die mindestens erhoffte Medaille, während Gerassimenko Kasachstans Nationalteam mit einer überragenden Einzelbilanz zum Einzug ins Achtelfinale und damit zu einem beachtlichen Erfolg führte.
Für Falcks Mannschaft glich das Ende aller WM-Hoffnungen einem Schock. Aufgrund ihres ersten Sieges gegen den „ewigen“ Champion China nach 26 Jahren in der ungeschlagen überstandenen Vorrunde mit 3:2 galten die mithin topgesetzten „Tre Kronors“ für die K.o.-Phase nicht nur als Medaillenanwärter, sondern durchaus auch als ein Kandidat für den Titel. Nach makellosen Erfolgen auf dem Weg in die Runde der besten acht Teams gegen Ungarn und Kroatien allerdings war Taiwan zu stark für die Skandinavier.
„Natürlich sind wir sehr traurig. In unserer Mannschaft sehr groß, weil wir so sehr eine Medaille gewinnen wollten. Leider war Taiwan mit seinem überragenden Top-10-Star Lin Yun-Ju an diesem Tag einfach zu stark“, sagte Falck. An seiner Rolle als Edelreservist mit nur einem (erfolgreichen) Einsatz in den Gruppenspielen störte sich der ehemalige Doppel-Weltmeister nicht: „Sicherlich will ich immer spielen. Aber wir sind als Mannschaft in London gewesen, in der jeder alles getan hat.“
Erheblich mehr Grund zur Zufriedenheit hatte Gerassimenko in London. In der Vorrunde war der 29-Jährige an Kasachstan Durchmarsch in die K.o.-Phase durch Erfolge gegen die Türkei, Ägypten und Thailand ebenso mit zwei Siegen maßgeblich beteiligt wie am nachfolgenden Sprung seines nur an Nummer 25 der Weltrangliste geführten Teams in die Runde der besten 16 durch ein 3:1 gegen Spanien. Erst im Achtelfinale gegen den Olympia-Vierten und späteren Deutschland-Schrecken Japan musste Bremens Topspieler nach einem 3:1-Coup gegen den Champions-Frankfurt-Gewinner Sora Matsushima in seinem zehnten Turniermatch im Entscheidungsspiel gegen Nippons Weltranglistendritten Tomokazu Harimoto seine erste Niederlage quittieren.
Nach der Heimkehr von der Jubiläums-WM 100 Jahre nach den ersten Titelkämpfen ebenfalls an de Themse erwartet Werder-Trainer Cristian Tamas seine Top-Duo zur Vorbereitung auf Bremens Saisonhöhepunkt: Am letzten Mai-Wochenende (30./31. Mai) treten die Grün-Weißen in Frankfurt zum vierten Mal in ihrer 20-jährigen Bundesliga-Historie zum Halbfinale um die Meisterschaft an. Bremens Gegner ist am 30. Mai (Samstag/17.00 Uhr/Dyn) der hochfavorisierte Champions-League-Gewinner und Pokalsieger 1. FC Saarbrücken-TT.
Falck erwartet trotz des WM-Dämpfers keine Probleme für die Rückkehr in den Alltag: „Ich werde ein paar Tage meine Akkus wieder aufladen und dann in die Vorbereitung auf Frankfurt einsteigen. Ich freue mich auf das große Event und bin sicher, dass eine gute Leistung zeigen werden.“ (Foto: ITTF)
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