Pokal-Wochenende in Nürnberg: Ein „Endspiel“ für Werder schon im Achtelfinale

Viertelfinalduell mit Drittlligist wäre Lohn für Sieg gegen Bergneustadt

28.08.26

Mund abwischen – weitermachen: Nur 72 Stunden nach der 0:3-Abfuhr durch Triple-Kandidat Borussia Düsseldorf nimmt der SV Werder beim Pokal Grand Opening in Nürnberg Anlauf auf seinen achten Halbfinal-Einzug.

Obwohl im neuen Format erstmals zwei Siege an einem Wochenende einen Platz bei der Endrunde erforderlich, erscheint mindestens Laien bereits das Achtelfinale am Samstag (11.00 Uhr gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt als „Endspiel“ um den angestrebten Sprung in die Runde der besten vier: Fortuna nämlich hat dem Sieger des Duells zweier Meisterschafts-Halbfinalisten bei der Auslosung für das Viertelfinale am Sonntag (15.00 Uhr/beide Spiele im Dyn-Livestream) in jedem Fall einen Gegner aus der 3. Bundesliga beschert.

Die Zweivertretung von Bremens TTBL-Konkurrent AASC Grünwettersbach oder von Zweitligist Union Velbert wäre die letzte Hürde für die Grün-Weißen. „Dass Final4 ist eines unserer beiden großen Saisonziele, und natürlich ist jedem bei uns klar, dass wir in einem solchen Spiel hoher Favorit wären und wir - auch wenn auch dieses Spiel erst gespielt sein will - dabei eine sehr große Chance hätten, das Final4 zu erreichen. Aber eben weil die Chance so groß sein könnte, müssen wir uns ohne Wenn und Aber auf das Spiel gegen Bergneustadt konzentrieren – um uns diese spätere Chance überhaupt erspielen zu können“, lässt Teammanager Sascha Greber verfrühte Halbfinal-Träume nicht zu: „Bergneustadt ist ein brutal hartes Los.“

Umso mehr Kopfzerbrechen bereitet Werders Trainer Cristian Tamas der gegen Düsseldorf auch spürbar gewordene Kräfteverschleiß durch drei Spiele binnen elf Tagen. „Spielerisch ist das schon eine Herausforderung, aber wir müssen vor allem sehen, dass wir in Nürnberg mit einer gewissen Frische spielen“, beschreibt der 46-Jährige seinen Bedenken wegen der nur kurzen Regenerationszeit seiner Spieler.

Immerhin einen Tag mehr Ruhe konnten Bergneustadts Spitzenspieler Benedikt Duda und seine Kollegen nach ihrem ersten Saisonsieg am Dienstag gegen den TTC Fulda-Maberzell zur Aufladung ihrer Akkus nutzen. So sehr Tamas wie Greber auch vor Adrien Rassenfosse, Cedric Meißner und Romain Ruiz warnen, so sehr hat Bremens Führungsduo vor Duda den größten Respekt.

„‘Bene‘ hatte zwar zu Saisonbeginn nicht seine beste Form, aber es ist bekannt, dass er, wenn es wichtig ist, auf den Punkt da ist“, fasst Tamas die Wertschätzung für ehemaligen Top-Ten-Spieler im Werder-Lager zusammen. Nicht zuletzt wegen des Linkshänders hält Greber das Duell mit den zweimaligen Pokal-Halbfinalisten aus dem Kölner Vorland für „ein typisches 50:50-Spiel“.

In der Liste der Pokalsieger fehlt Bremens Name anders als auf der Ehrentafel der Meister (2013) trotz schon drei Endspielteilnahmen noch. Werders bislang letzter Auftritt in einem Pokalfinale datiert aus der Saison 2018/19. In der zurückliegenden Spielzeit kam für die Grün-Weißen bereits im Achtelfinale beim damaligen Cupverteidiger und Meister TTF Liebherr Ochsenhausen das Aus, nachdem die Tamas-Mannschaft in der vorherigen Saison 2024/25 zum siebten Mal beim Pokal-Final Four zum Kreis der Halbfinalisten gehört hatte. (Foto: Werder Bremen)

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