Werder will in Grenzau „Traumstart perfekt machen“

Reise in die Vergangenheit für Gerassimenko und Aguirre

21.08.26

Mit viel Rückenwind reist der SV Werder in der Tischtennis-Bundesliga zu seinem ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison. Im Duell zweier Auftaktsieger am Sonntag (17.00 Uhr/Livestream bei Dyn) beim TTC Zugbrücke Grenzau können die Grün-Weißen ihr 3:2 zum Saisonstart gegen Pokalfinalist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell veredeln.

„Die Punkte gegen Fulda, einen klaren Final4-Kandidaten, sind schon gleich sehr wichtig für uns. Wir haben dadurch viel Selbstvertrauen getankt und wollen nun einen Traumstart perfekt machen“, beschreibt Teammanager Sascha Greber die Hoffnungen in der Mannschaft von Trainer Cristian Tamas.

Durch eine weiße Weste vor den Härtetests am Mittwoch gegen Topfavorit Borussia Düsseldorf (26. August) und am 1. September (Dienstag) bei Titelverteidiger 1. FC Saarbrücken-TT ließen sich erste Parallelen zum Einstieg in die vergangene Saison drei Siegen nacheinander ziehen. „Mit zwei Siegen hätten wir vor den beiden sehr schweren Spielen und dem Pokal dazwischen die größte Gefahr gebannt, zunächst nach unten zu rutschen, und damit auch den Rücken frei“, erläutert Greber das Bremer Kalkül.

Grenzau kommt den Werderanern für die Vollendung des Plans zumindest auf dem Papier wie gerufen. Das Tamas-Team gewann die zurückliegenden drei Begegnungen mit den Westerwäldern und entschied auch die vergangenen drei Gastspiele am Tisch des Ex-Meisters.

Doch Tamas lässt sich von Statistik nicht blenden. „Grenzau hat sich klug durch einen Chinesen verstärkt und außerdem Liam Pitchford, einen der stärksten Europäer, in die Bundesliga zurückgeholt. Mit ihrem Topspieler Feng Yi-Hsin können sie uns sehr gefährlich werden. Deswegen gibt es in diesem Fifty-Fifty-Spiel keinen Favoriten“, mahnt der Coach seine Spieler zu Aufmerksamkeit und Konzentration. Allerdings steht bei den Hausherren hinter Feng ein Fragezeichen, weil der Taiwaner beim laufenden WTT-Feeder-Turnier in Berlin zum engsten Kreis der Kandidaten für einen Platz im Halbfinale ebenfalls am Sonntag gehört.

Generell aber wollen die Bremer um Routinier Mattias Karlsson, der gegen Fulda durch seine Beteiligung an zwei Punkten zum Matchwinner avanciert war, auf ihre eigenen Stärken vertrauen. „Wir haben“, stellt Tamas klar, „gut trainiert und sind optimal auf das Spiel vorbereitet.“

Eine besondere Reise ist der Trip ins Brexbachtal für Karlsson Mitspieler Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre. Denn vor Beginn ihrer Engagements an der Weser vor sieben Jahren sammelten beide in Grenzau ihre ersten Bundesliga-Erfahrungen. „Bei Spielen in Grenzau beschäftigen mich einige Emotionen“, gesteht Gerassimenko, „weil ich da an die Anfänge meiner Laufbahn erinnert werde.“ (Foto: Wolfgang Heil)

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