„Ein Brett“ als Achtelfinal-Los: Werder im Pokal mit Final-Four-Chancen
Erst gegen Bergneustadt – mögliches Viertelfinale gegen Underdog
17.06.26
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Der SV Werder hat im deutschen Tischtennis-Pokal für die neue Saison eine ebenso schwere wie verheißungsvolle Aufgabe zugelost bekommen. Die Mannschaft von Trainer Cristian Tamas muss bei der Premiere des Pokal Grand Opening in Nürnberg (29./30. August/Livestreams bei Dyn) zunächst im Achtelfinale zum Duell zweier TTBL-Final4-Teilnehmer gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt, dürfte sich aber für den Fall eines Sieges im Viertelfinale 24 Stunden später gegen einen Zweit- oder Drittligisten beste Chancen auf ihren achten Einzug ins Pokal-Final Four ausrechnen.
„Bergneustadt ist eines der schwersten Lose, die wir bekommen konnten. Für die erste Runde ist ein Duell zwischen zwei TTBL-Halbfinalisten, die beim Final4 mit einem Bein im Endspiel standen, ein echtes Brett“, kommentierte Werders Teammanager Sascha Greber die Auslosung.
Tamas sieht das Match gegen den Klub von Vize-Europameister Benedikt Duda als „Fifty-fifty-Spiel. Bergneustadt ist nicht besser als wir, deswegen haben wir alle Chancen. Wenn wir gewinnen sollten, wären wir im Viertelfinale - selbst wenn auch dieses Spiel erst noch gespielt werden muss - aber sicherlich haushoher Favorit“.
Der Respekt des Werder-Führungsduos vor Bergneustadt ist durchaus angebracht. Immerhin zählte das Team der Oberbergischen in der Punktrunde der zurückliegenden Saison zu jenen sechs Mannschaften, die gegen Bremen einen Sieg feiern konnten. Dabei nahm Bergneustadt in eigener Halle mit 3:2 erfolgreich Revanche für die 1:3-Hinspielniederlage in Bremen.
Im Pokal kreuzten sich Bremens und Bergneustadts Wege bisher zweimal: Zuletzt schied der SVW in der Saison 2020/21 im Achtelfinale mit 2:3 gegen Duda und Co. aus. Zwei Jahre zuvor hatten die Grün-Weißen durch ein 3:1 im Viertelfinale den Sprung in die Vorschlussrunde geschafft.
Auch Tamas‘ Mahnung zu Aufmerksamkeit im möglichen Viertelfinale gegen einen Underdog erscheint zumindest rückblickend nicht unangebracht: 2015 kam für Werder gegen den damaligen Zweitligisten TTC OE Bad Homburg unerwartet schon im Achtelfinale das Aus.
In der Liste der Pokalgewinner fehlt Bremens Name anders als auf der Ehrentafel der Meister (2013) trotz schon drei Endspielteilnahmen noch. Werders bislang letzter Auftritt in einem Pokalfinale datiert aus der Saison 2018/19. In der abgelaufenen Spielzeit kam für die Grün-Weißen bereits im Achtelfinale beim damaligen Cupverteidiger und Meister TTF Liebherr Ochsenhausen das Aus, nachdem die Tamas-Mannschaft in der vorherigen Saison 2024/25 zum siebten Mal beim Pokal-Final Four zum Kreis der Halbfinalisten gehört hatte.
Das Pokal Grand Opening feiert in Nürnberg Premiere. Das zweitägige Event ersetzt die einzelnen Spieltermine für das Achtel- und Viertelfinale. Davon erhofft sich die TTBL eine Entzerrung des Saisonkalenders zugunsten einer Entlastung der Spieler. (Foto/Grafik: TTBL)
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