TTBL-Auftakt gegen Fulda: „Müssen alles an den Tisch bringen“

Ovtcharov und Co. als Prüfstein für schweres Anfangsprogramm

13.08.26

Nach der Saison der Rekorde beginnt für den SV Werder die neue Spielzeit in der Tischtennis-Bundesliga wieder bei null. Schon der Meisterschafts-Start am Montag (18.30 Uhr/Livestream bei Dyn) gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell allerdings hat für die Grün-Weißen, die eine Saison der Superlative als Zweite mit ihrer besten Hauptrunden-Platzierung und der Teilnahme am ;Liebherr TTBL Final4 gekrönt hatten, geradezu wegweisenden Charakter.

„Fulda ist als Gegner schon hart genug, aber weil wir in den drei anschließenden Spielen schon auf die diesjährigen Übermannschaften von Borussia Düsseldorf mit ihrem neuen Superstar Fan Zhendong und Triple-Sieger 1. FC Saarbrücken-TT treffen, können wir wirklich nicht von einem leichten Saisonauftakt sprechen“, sagt Trainer Cristian Tamas und verdeutlicht den Stellenwert des ersten Punktspiels nach der Sommerpause gegen einen mutmaßlich direkten Rivalen im Kampf um einen Final4-Platz: „Bei diesen Gegnern besteht die Gefahr, früh in die unteren Regionen abzurutschen, statt sich erstmal im Mittelfeld festzusetzen. Deswegen würde ein Sieg gegen Fulda viel Druck von uns nehmen.“

Ein Erfolg gegen die Osthessen und ihren deutschen Topspieler Dimitrij Ovtcharov ist jedoch trotz der Bremer Siege in beiden Duellen der vergangenen Saison alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Werders Teammanager Sascha Greber gibt sich beim Blick auf den Kader des Pokalfinalisten keinerlei Illusionen hin: „Ovtcharov hat gerade erst beim Europe Smash in Malmö den Olympia-Silbermedaillengewinner Truls Möregardh aus Turnier gekegelt und kann ein Team mit zwei Siegen immer zum Erfolg führen. Er kann dieses Jahr auch leichter zwei Einzel machen, weil Fulda nun durch den starken Rumänen Andrei Istrate eine Option für das Doppel hat, was wohl auch beabsichtigt gewesen sein dürfte. Gegen diese Mannschaft müssen wir wirklich alles an den Tisch bringen, um mit einem Sieg in unser unfassbar schweres Auftaktprogramm zu starten.“

Immerhin ist die Saisonvorbereitung abgesehen vom Erstrunden-Aus von Bremens Spitzenduo Kirill Gerassimenko und Mattias Karlsson in Malmö reibungslos verlaufen: „Wir haben gut trainiert, und verletzt ist auch niemand“, berichtet Tamas vor dem „Fifty-fifty-Spiel“ (Greber).

Über den Glauben an die eigene Stärke hinaus können die im Vergleich zur Vorsaison unverändert antretenden Gastgeber – also weiter mir Irvin Bertrand und Marcelo Aguirre neben Gerassimenko und Karlsson – zusätzliche Zuversicht aus der Statistik schöpfen: Bremen gilt nach inzwischen vier Auftaktsiegen in Serie – davon zuletzt drei nacheinander in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle – innerhalb der TTBL als ein Startspezialist. (Foto: Werder Bremen)

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