Wiedersehen mit guten Bekannten

Bis zum letzten Jahr kämpfte Lars Hielscher bei Werder um Punkte. Jetzt ist er mit seinem neuen Verein in Bremen zu Gast.
Tischtennis
Mittwoch, 22.02.2012 // 16:43 Uhr

Es war der Wendepunkt einer bis dahin missglückten Hinrunde. Nach vier Niederlagen in der Bundesliga konnte das grün-weiße Quartett im Oktober des letzten Jahres beim Gastspiel in Herne die ersten Punkte der Saison einfahren. Das ungefährdete 0:3 erlangten die Hanseaten jedoch gegen eine stark ersatzgeschwächte Herner Auswahl, die Vorzeichen haben sich auch beim Kontrahenten aus dem Ruhrgebiet inzwischen komplett verändert.

Die Punkte aus Fulda sind eingefahren, am Sonntag soll im Heimspiel gegen Herne der nächste Sieg folgen. Doch die Grün-Weißen sind gewarnt, denn der TTC Ruhrstadt Herne hat mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen die gleiche positive Bilanz wie der SV Werder. In der Halle an der Hermine-Berthold-Straße werden die Norddeutschen auch auf einen langjährigen Werderaner treffen.

Mit Siegen gegen Ochsenhausen, Hanau und Plüderhausen haben die Ruhrstädter einen furiosen Rückrundenauftakt hingelegt. Nur gegen den unangefochtenen Spitzenreiter aus Saarbrücken hatte das Team von Trainer Jens Stötzel zuletzt das Nachsehen. Auch zum Ende der Hinrunde gab es schon den ersten Erfolg, so dass sich der TTC vom ersten Abstiegskandidaten inzwischen auf Platz sieben und somit ins Mittelfeld der TTBL vorgeschoben hat. Mit einem Punktgewinn in Bremen könnten sich die Nordrhein-Westfalen im Tableau sogar an den Werderanern vorbeiziehen und damit endgültig dem Abstiegskampf entrinnen.

Gründe für die jüngsten Erfolge sind auch in den Leistungen Lars Hielschers zu finden. Im letzten Jahr wechselte Hielscher von der Weser an die Ruhr, nach überwundenen Verletzungssorgen steht der 32-jährige nun mit einer ausgeglichenen Liga-Bilanz dar. Gegen seine alten Farben, immerhin spielte der Norddeutsche vier Jahre im grünen Trikot, wird Hielscher wohl besonders motiviert an die Platte treten.

Zu einer einem echten Spitzenspieler hat sich mittlerweile auch Jung Hoon Kim entwickelt. Zehn Siege stehen nur fünf Niederlagen gegenüber, besonders in der Rückrunde hat der Koreaner mit einer 5:1 Bilanz die an ihn gestellten Erwartungen übertroffen. Falls Kim verhindert sein sollte, tritt mit Seyia Kishikawa ein weiterer ehemaliger Werderaner an den Tisch. Die Mannschaft von Trainer Cristian Tamas ist also aufgrund der vielfältigen Optionen vorgewarnt.

Doch auch in Bremen ist man nach den zuletzt gezeigten Leistungen durchaus optimistisch. Der 3:2-Erfolg in Fulda hat allen Beteiligten die Möglichkeiten des Teams noch einmal aufgezeigt, zumal jeder der drei eingesetzten Spieler einen Punkt zum Sieg beisteuern konnte. Mit einem weiteren Sieg dürfte man berechtigt weiter von den begehrten Plätzen in der oberen Tabellenhälfte träumen. Ob es so kommen wird, können alle Werder-Fans am Sonntag ab 15 Uhr live verfolgen.