Ausgeglichener Hinrundenabschluss für fünfte Herren

Leon Gerlach erzielte in der Hinrunde eine starke 8:3 Einzelbilanz und trug dazu bei, dass die fünfte Herren nach Abschluss der Hinrunde den vierten Tabellenplatz in der FTTB-Liga einnimmt (Bild: Jan-Dirk Wittrock)
Tischtennis
Mittwoch, 30.12.2015 / 08:13 Uhr

Die letzten beiden Spiele der fünften Herren in der Hinrunde oder auch Tour de Force mit sieben Spielen in 22 Tagen endeten mit einem Sieg und einer Niederlage. Einem Arbeitssieg beim - unterbewerteten - Tabellenletzten SG Findorff folgte eine knappe Niederlage beim Staffelfavoriten, der Zweitvertretung der SG Aumund-Vegesack.

Am 26. November 2015 gastierte die fünfte Mannschaft bei der SG Findorff. Eigentlich als recht ausgeglichen eingeschätzt, fand sich der Gastgeber doch unverhofft auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Der Grund ist einfacher Natur: Mit Dennis Biller hat sich ein wichtiger Spieler in der Mitte verletzt, während im oberen Paarkreuz Martin Burger den Verein beruflich bedingt verlässt. Folgerichtig fehlten auch beide gegen die Fünfte - ein Spaziergang wurde die Begegnung dennoch nicht.

Aus den Eingangsdoppeln kam man gleich mit einem 1:2-Rückstand. Nur Philip Milles und Marc Sengstake konnten als Doppel 2 gegen den Materialspieler Gerrit Landsberg und Frank Wickemeyer einen knappen Sieg einfahren. Das aufgebotene Abwehrdoppel Frank Mahler und Frank Farchmin konnte eine 2:0-Satzführung leider nicht ins Ziel bringen, während Eugen Butsch und Leon Grieshop nicht zu ihrem Spiel fanden.

Das obere Paarkreuz korrigierte dann schnell den Spielstand auf 3:2. Marc Sengstake erinnerte sich schnell an sein Spezialtraining gegen Sportwart Peter Eilers und verwies Landsberg nach Anfangsproblemen mit 3:1 in die Schranken. Philip Milles kam derweil zu einem 3:1 in einem unruhigen Spiel gegen Wickemeyer.

Die Mitte sollte dann für den entscheidenden Vorsprung sorgen. Zunächst hatte Eugen Butsch bei seinem 3:0-Erfolg nur wenig Probleme. Mehr zu kämpfen hatte Frank Farchmin, der zu einem 3:2 (12:10 im Fünften) gegen den mutig aufspielenden Jendroschek kam.

Im unteren Paarkreuz vergab Leon Grieshop zunächst die Chance zur Satzführung, konnte dann ausgleichen, aber dieses Niveau leider nicht durchhalten. Frank Mahler erwies sich als die schon bekannte und bewährte Abwehrwand aus den vergangenen Spielen und kam zu einem 3:1 gegen den für ihn unangenehmen Linkshänder Rebers.

In der Folge wurden die weiteren Spiele dann paarkreuzweise geteilt. Philip Milles konnte nicht ausreichend Druck gegen Landsberg entwickeln und gab das Spiel mit 1:3 ab, während Marc Sengstake gegen Wickemeyer nach 2:0, 8:5 für ein paar ungewollte Spannungsmomente sorgte und erst im fünften Satz gewann. Eugen Butsch gewann erneut ungefährdet mit 3:1, während Frank Mahler im unteren Paarkreuz Frank Farchmin überholte und mit einem 3:0 schon für den neunten Punkt sorgte. Derweil sorgte Frank Farchmin für das gewohnt unterhaltsame und teilweise dramatische Spiel, das er nach großem Kampf gegen einen am Ende überlegenen Adrian Lubitz mit 2:3 abgab. Somit stand am Ende ein 9:5-Arbeitssieg gegen die SG Findorff.

9:5 Auswärtsniederlage gegen SG Aumund-Vegesack II zum Abschluss der Hinrunde

Dieses Ergebnis hätte die Fünfte auch gegen die SG Aumund-Vegesack II so unterschrieben, doch leider ist das Leben kein Wunschkonzert. Zunächst durchbrachen Frank Mahler/Marc Sengstake ihren Doppelfluch gegen das erste Doppel und kamen zu einem knappen aber verdienten 3:1. Philip Milles und Leon Gerlach hatten es derweil schwerer - nach dem glücklichen 2:2 Satzausgleich ging der fünfte Satz mit 1:11 dann doch deutlich weg. Eugen Butsch und Leon Grieshop hatten in schlechterer Stellung die Chance zur 2:1 Führung, konnten diese aber nicht nutzen - schon folgerichtig riss der Faden und das 1:3 stand fest.

Im oberen Paarkreuz verlor Philip Milles zwar nach Punkten, wichtiger ist aber, dass er nach Sätzen gewann - 3:1 mit 4:11, 11:9, 12:10, 13:11. Marc Sengstake war zunächst nur gut dabei - und wollte bei 0:2, 8:10 weiter gut dabei sein. Das gelang auch, aber leider reichte die Puste nur bis 10:8 im fünften Satz. Anschließend spielte Torsten Holländer ein paar „Unerreichbare", ein paar „Erreichbare" gingen an die Schlägerkante - es gab ein 12:14. Frank Mahler kam in einem wahrscheinlich rotationsarmen Spiel zu einem umkämpften 3:2 Sieg gegen Klaus Malorny. Eugen Butsch hatte eine große Chance zu einer 2:0 Satzführung - leider ging der zweite Satz mit 11:13 verloren, und anschließend war der Faden gerissen.

Auch im unteren Paarkreuz wurden die Punkte geteilt. Leon Grieshop musste sein Spiel nach guter Leistung mit 1:3 abgeben, während Leon Gerlach seine zwischenzeitlich hohen Führungen zu einem soliden 3:1-Sieg heimschaukelte.

Im oberen Paarkreuz neigte sich die Waage dann endgültig zur Seite des Gastgebers. Während Philip Milles bei seinem 0:3 „nur" Chancen auf einen oder zwei Satzgewinne hatte schmerzte die 2:3-Niederlage von Marc Sengstake nach 2:0-Führung deutlich stärker - er machte es dabei anders als Philip Milles und gewann nach Punkten, um nach Sätzen zu verlieren.

Eugen Butsch kam anschließend zu einem 3:2 gegen Klaus Malorny in einem spannenden und wechselhaften Spiel - am Ende war er wohl der Glücklichere, aber auch das ist gelegentlich eine Qualität. Auch Frank Mahler kämpfte sich durch einen Fünfsatzkrimi, der aber an seinen Gegner ging.

Leon Gerlach konnte beim Zwischenstand von 5:8 dann nicht mehr das Ruder herumreißen; bezeichnend aber, dass auch er ein 2:3 quittieren musste. Somit stand zum Hinrundenabschluss eine 5:9-Niederlage fest. Aufgrund der nur zwei von sieben gewonnenen Fünfsatzspiele und des ein oder anderen Moments insbesondere oben war durchaus die Chance auf ein Unentschieden da; leider konnte sie nicht genutzt werden.

Die fünfte Mannschaft ist mit dem Hinrundenverlauf insgesamt zufrieden

Insgesamt ist die fünfte Mannschaft aber mit dem Hinrundenverlauf zufrieden, auch wenn sich der ein oder andere Spieler sicherlich ein anderes individuelles Ergebnis gewünscht hatte oder auch leicht unter Wert geschlagen wurde.

Aber der schwierige Start mit dem 0:9 gegen TV Bremen-Walle wurde schnell vergessen gemacht; mit den Unentschieden gegen Sebaldsbrück und Friesen konnten letzt- bzw. diesjährige Spitzenmannschaften der Staffel geärgert werden, während die Konkurrenz nach hinten mehr oder weniger souverän distanziert wurde.

So mutet das 7:9 gegen TuS Schwachhausen fast schon kurios an - Schwachhausens einziger Sieg und trotzdem steht die Fünfte vier Punkte vor dem TuS. Das 7:9 ist daher auch fest zur Korrektur vorgenommen... Ebenfalls steht ein solides Doppelspiel auf der Liste der Vorsätze für das neue Jahr ganz oben.

Mit Platz vier ist das ungefähre Saisonziel zur Halbzeit erreicht worden, dabei scheint ein überaus vorsichtiger Blick auf Platz drei erlaubt zu sein - allerdings nimmt diesen ausgerechnet der TV Bremen-Walle ein; das erwähnte 0:9 bot nicht sehr viel Korrekturpotenzial...

Davon unabhängig sind die guten spielerischen Ansätze der beiden Leons sehr erfreulich, und somit lieferten sie auch wichtige Beiträge zum positiven Mannschaftsergebnis. Folgerichtig werden beide ihre Entwicklung an neuen Positionen fortsetzen; Leon Gerlach wird nunmehr an Position drei gehen, während Leon Grieshop weiter in der sechsten Mannschaft gemeldet und dort das obere Paarkreuz bereichern wird.

von Marc Sengstake

 
Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.