"Es tut extrem weh"

DIE STIMMEN ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM FC ST. PAULI

22.02.26 von Fiona John & Moritz Studer | 3 Min

Die Mannschaft geht mit gesenkten Köpfen in Richtung der Kabine.

Pure Ernüchterung! Der SV Werder hat das richtungsweisende Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit 1:2 (0:0) verloren. Die Stimmung in der Mixed Zone war bei den grün-weißen Protagonisten entsprechend gedämpft. Die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Daniel Thioune: „Wir haben uns deutlich mehr versprochen, als wir bekommen und auf den Platz gebracht haben. Wir hätten von der Spielanlage in der ersten Halbzeit mehr verdient gehabt, sind aber wieder mit den gleichen Themen unterwegs, dass wir daraus zu wenig machen. Nächste Woche wird ein Finalspiel sein, um uns auch sofort wieder in Richtung Relegations- und Nichtabstiegsplatz zu schieben. Am Ende des Tages müssen wir Fußballspiele gewinnen und über nichts anderes müssen wir uns unterhalten.“

Kapitän Marco Friedl: „Es tut extrem weh, weil wir in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel machen und viele Chancen hatten. Mit der ersten Situation gehen wir in Rückstand, was uns wehtat, weil es nicht absehbar war. Wir kriegen den Fuß aber direkt in die Tür. Das zweite Gegentor nervt mich noch viel mehr, weil wir den Ablauf vorher noch nie so gespielt haben. Wir schlagen den Ball auf unseren kleinsten Spieler und dann ist klar, dass er wie ein Bumerang wieder zurückkommt. Wir machen zu viele Fehler, in unserer Situation ist Fußball ein Fehlersport und deswegen haben wir verdient verloren. Wir brauchen schnell einen Befreiungsschlag und hätten ihn eigentlich schon vor Wochen gebraucht. Es ist völlig verdient, wo wir im Moment stehen.“

Leonardo Bittencourt blickt enttäuscht in den Kreis.
Leonardo Bittencourt stand im Jahr 2026 zum ersten Mal wieder auf dem Platz (Foto: WERDER.DE).

Leonardo Bittencourt: „Ein Spiel, in dem man merkt, dass sich beide Mannschaften im letzten Drittel nicht mit Ruhm bekleckert haben. Auch nicht in den letzten Monaten. Das hat man heute ein Stück weit gesehen. Dann bekommen wir das 1:0. Mio hat in den letzten Wochen und Monaten super Spiele gemacht, da kann das passieren. Klar ist der Zeitpunkt nicht gut, um einen Fehler zu machen, aber daran wird er wachsen. Dafür machen wir ihm keinen Vorwurf. Trotzdem kommen wir zurück und machen das 1:1 und kassieren dann das zweite Tor. Es ist eine sehr schwierige Situation, in der wir stecken. Wir müssen das so schnell wie möglich abschütteln. Nächste Woche geht es weiter.“

Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz: „Wir haben uns mehr versprochen und mehr vorgenommen. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, es ging auf, was wir umsetzen wollten. Im letzten Drittel müssen wir uns aber besser positionieren und den letzten Pass besser spielen. Dann bekommst du ein Gegentor, das du einmal im Jahr kassierst – es tut mir unfassbar leid für Mio, dem ich überhaupt keinen Vorwurf mache. St. Pauli hat dann Oberwasser gehabt, dann kommst du zurück und läufst direkt wieder einem Rückstand hinterher. Das tut weh und trotzdem ist es wichtig, das Spiel jetzt abzuhaken. Denn wir haben nur fünf Tage, um uns auf das nächste Spiel vorzubereiten.“

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