„In diesem Stadion kann alles passieren“

DANIEL THIOUNE VOR DEM AUSWÄRTSSPIEL BEIM FC ST. PAULI

20.02.26 von Colin Hüge | 3 Min

Daniel Thioune mit weißer Werder-Kappe auf dem Podium bei der Pressekonferenz seitlich

Für die Grün-Weißen steht mit dem Duell beim FC St. Pauli am Sonntag, 22.02.2026, (live auf DAZN und im Live-Ticker auf WERDER.DE) eine wichtige Auswärtsaufgabe bevor. Mit einem Erfolgserlebnis könnte die Thioune-Elf die Kiezkicker auf Distanz halten. Wie das gelingen soll, erklärt Werders Cheftrainer auf der Pressekonferenz am Freitag und spricht dabei unter anderem über…

…die aktuelle Negativ-Serie: „Ich habe natürlich noch die Bilder vom Sieg gegen Wolfsburg im Kopf, das habe ich den Jungs auch nochmal gezeigt. Ich habe unfassbare Energie meiner Mannschaft gesehen und jetzt geht es darum, die Haltung, die wir zuletzt entwickelt haben, bei St. Pauli zu zeigen und da zu bestehen. Wir müssen einfach Tore schießen und diese Mannschaft kann das. Das hat mir das Team schon mehrfach im Training bewiesen.“

…die Torflaute: „Es geht auch darum, hinten mal die Null zu halten. Wir haben genug Spieler, die treffen können. Wir haben da im Detail auch nochmal dran gearbeitet, noch besser im Abschluss zu sein. Die Jungs genießen aber das Vertrauen.“

…ein mögliches Sechs-Punkte-Spiel auf St. Pauli: „Wir werden am Wochenende nicht den Klassenerhalt feiern können und auch nicht absteigen. Es wird auch darüber hinaus ein anspruchsvolles Programm. Dass die Erfolgserlebnisse fehlen, das ist mir bewusst und diese Vergangenheit kann ich auch nicht ändern. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auf das vorbereiten, was vor uns liegt. Das können wir beeinflussen. Unser Prozess liegt darin, dass wir am Ende der Saison mindestens drei Teams hinter uns lassen.“

…die Atmosphäre am Millerntor: „Ich kenne die Atmosphäre als HSV-Trainer nicht, das war noch unter Pandemie-Bedingungen. Ich habe als Fortuna-Trainer meine Erfahrungen gesammelt. In diesem Stadion kann alles passieren, darauf müssen die Jungs gefasst sein. Es ist super, dass wir von so vielen Fans unterstützt werden, auf dem Platz geht es dann darum, mit unseren Mitteln diese Partie für uns zu entscheiden.“

Njinmah im Kampf um den Ball mit Mets von St. Pauli am Millerntor
Beim Testspiel am Millerntor im Januar trennten sich der SVW und St. Pauli torlos (Foto: W.DE).

…den Gegner FC St. Pauli: „Trotz ihrer langen Negativserie sind sie immer bei sich geblieben und haben ihr Spiel durchgezogen. Sie haben aber auch ähnliche Probleme wie wir. Sie haben nicht viele Tore erzielt und trotzdem sind sie immer gefährlich. Deshalb geht es für uns darum, am Millerntor die Bereitschaft zu haben, dagegenzuwirken und selbst auch Fußball zu spielen. Wenn wir es schaffen, mit unserer Intensität die Räume zu bespielen, dann werden wir sie stressen können.“

…Co-Trainer Jan Hoeppner: „Er ist fachlich sehr kompetent und er bringt Menschen zusammen. Ich kenne ihn seit elf Jahren. Das finde ich wichtig. Da braucht man jemanden, der die Kabine verbindet, der die Jungs zusammenbringen kann. Er weiß, wie ich Fußball denke und wie ich mir unser Spiel vorstelle. Das geht dann Hand in Hand über.“

…mögliche Startelf-Veränderungen: „Man kann nichts ausschließen. Ich habe wieder eine Woche länger die Jungs kennenlernen und mit ihnen arbeiten dürfen. Ich habe gegen Bayern einiges gesehen, was ich sehen wollte. Es wird aber nicht wieder fünf, sechs Veränderungen geben. Karim fällt aus, das ist schade und da werden wir reagieren müssen.“

…Spieler, die vorweg gehen: „Jeder ist angehalten, alles für unsere Farben zu geben. Da ist der Mannschaftsrat in der Pflicht, aber auch das Team drumherum. Ein Mitchell Weiser ist wichtig, ein Amos Pieper ebenfalls. Spieler, die dann aufgrund ihrer Verletzungen aus dem „Off“ agieren. Ein Leo Bittencourt ist gut durch die Woche gekommen, da bin ich sehr froh drüber, weil ich auch von ihm erwarte, dass er jemand ist, der vorweg geht.“

Weitere News