„Das Halbfinale lässt sich nicht wiederholen“
MICHELLE ULBRICH IN DER MIXED ZONE
19.02.26 von Fiona John | 3 Min
Hinter den WERDERFRAUEN liegen ein paar turbulente Wochen. Nach zwei Remis zum Wiederauftakt der Google Pixel Frauen-Bundesliga mussten die beiden zuletzt angesetzten Partien gegen Bayern und Wolfsburg witterungsbedingt abgesagt werden. Am Samstag, 21.02.2026, 14.00 Uhr, wartet mit dem Nordderby beim Hamburger SV die nächste Herausforderung auf die Grün-Weißen. Wie man nach zwei spielfreien Wochen den Fokus behält und wie sie auf ihr erstes Duell im Volksparkstadion blickt, hat Michelle Ulbrich in der Mixed Zone verraten. Die Innenverteidigerin über…
…die Spielabsagen: „Der letzte Spieltag konnte leider sehr kurzfristig nicht stattfinden. Wir wussten auch erst Bescheid, als die Absage offiziell bekanntgegeben wurde. Mit dem Wolfsburg-Spiel sind gleich zwei Spiele ausgefallen. Natürlich ist es nicht optimal, wenn man aus dem Rhythmus kommt. Wir haben im Training alles getan und sehr viel auf Großfeld gespielt, um die Belastung hinzubekommen.“
…ihr erstes Spiel im Volksparkstadion: „Es sind ähnliche Gefühle wie hier beim Hinspiel im Weserstadion. Gerade für mich als Werder-Fan von Kind an ist es immer besonders, das Nordderby spielen zu dürfen. Zumal es jetzt in einem sehr großen Rahmen stattfindet. Deshalb freue ich mich einfach riesig darauf. Ich spiele zum ersten Mal im Volksparkstadion. Ein sehr cooles Stadion – unabhängig von der Rivalität. Dazu kommen im Auswärtsblock sehr viele grün-weiße Anhänger, sodass es eine sehr geile Stimmung werden wird.“
…die rund 10.000 Fans im Stadion: „Man muss davon wegkommen zu denken, dass sich das Halbfinale wiederholen lässt. Der HSV spielt alle zwei Wochen seine Heimspiele im Volksparkstadion. Das ist dann nicht so einmalig wie unsere Spiele im Weserstadion. Nichtsdestotrotz ist es sehr besonders, wenn der Gästeblock annähernd voll ist. Wir wissen auch von Platz 11, dass nicht allzu viele Zuschauer gute Stimmung erzeugen können. Das ist das, was für uns zählt: die lautstarke Unterstützung und nicht die Anzahl der Menschen.“
…die mentale Herausforderung: „Das, was der Großteil letzte Saison erlebt hat, ist krasser gewesen als ein Bundesligaspiel in Hamburg. Nicht, weil es weniger wert ist, sondern weil es eine ganz andere Situation gewesen ist. Deshalb denke ich, dass jede gut damit umgehen kann, wie es jetzt in Hamburg laufen wird. Wir wissen, was wir können – es geht darum, das auch auf den Platz zu bringen. Ich bin sehr guter Dinge, dass wir das in Hamburg hinbekommen.“
…die verbesserte Abwehr: „Ich würde die Abwehr mal in Klammern setzen und den ganzen Defensivverbund inklusive Torhüterin dazunehmen. Jede Einzelne hat sich in vielen individuellen Themen verbessert. Wir spielen aber auch alle lange zusammen, da greifen Automatismen. Im ganzen Defensivverbund ist nur Chiara dazugekommen. Dazu haben wir noch eine starke Torhüterin dazubekommen. Man weiß, was die andere tut und welche Stärken und Schwächen sie hat. Das sind gute Vorzeichen, um erfolgreich zu sein.“
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…die Ausgangslage des HSV: „Wir haben uns bisher noch nicht allzu viel mit dem Gegner beschäftigt. Natürlich ist es aber so, dass die Hamburgerinnen gegen Hoffenheim gezeigt haben, was sie draufhaben, und auch gegen gute und heimstarke Mannschaften sehr viel Torgefahr erzeugen können. Da sollten wir gewarnt sein, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.“
…die eigene Ausgangslage: „Es ist nicht so wie zu Anfang der Saison, als man nicht wusste, wo man steht. Wir hatten ein gutes Spiel gegen Hoffenheim und ein nicht so gutes gegen Nürnberg. Das Derby ist ein Spiel, das zeigen kann, in welche Richtung die weitere Saison geht. Wo stehen wir eigentlich, was können wir, was können die anderen? Es wird ein Gradmesser.“
…Winter-Neuzugänge beim HSV: „Es sind andere Personen und Protagonistinnen, auf die man Acht geben muss, als im Hinspiel. Da muss man sicher Dinge noch mal anders vorbereiten. Es ist aber ein Spiel, bei dem wir auf uns gucken und unser Spiel durchdrücken wollen. Wir wollen uns nicht allzu viel mit dem Gegner beschäftigen und schauen, wer dort auf dem Platz steht. Sie haben einige Neuzugänge bekommen und zeigen ein anderes Gesicht als in der Hinrunde – deshalb wird es schon ein Teil der Vorbereitung sein.“
…die Rivalität im Nordderby: „Es ist von Grund auf eine gewisse Rivalität da – auch aufgrund der Nähe beider Städte. Ich glaube aber nicht, dass es im Frauenfußball so stark werden wird wie im Männerfußball. Allein, weil das Publikum ein anderes ist. Dazu geht es auf dem Spielfeld meist nicht so hitzig zu wie bei den Männern. Aber ich glaube trotzdem, dass eine große Emotionalität da ist, weil das einfach besondere Spiele sind.“
…ein besonderes Anheizen vom Trainerteam: „Das ist gar nicht nötig. Wir haben viele Spielerinnen, die schon lange bei Werder sind und sich voll mit dem Verein identifizieren. Wir wissen, was das Nordderby bedeutet. Spielerinnen wie Lina oder ich bringen das dann auch ein Stück weit in die Mannschaft, dass es noch ein Stück wichtiger ist als ein normales Bundesligaspiel.“
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