Njinmah ins Glück: Werder gewinnt in Wolfsburg

DER SPIELBERICHT ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM VFL WOLFSBURG

21.03.26 von Moritz Studer | 5 Min

Njinmah & Co. jubeln nach dem Siegtor in Wolfsburg.

Big Points im Abstiegskampf! Der SV Werder hat sich mit einem 1:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg in die Länderspielpause verabschiedet. Im Duell mit dem direkten Konkurrenten machte ein Treffer von Justin Njinmah den Unterschied.

HALBZEIT 1Puertas prüft Grabara, Backhaus rettet gegen Lindström

Cheftrainer Thioune berief Mbangula nach seiner Oberschenkel zurück in die Startelf. Darüber hinaus begannen im Vergleich zur Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 auch wieder Stark und Njinmah. Mit Mbangula war einer der Rückkehrer auch direkt an der ersten Offensivaktion beteiligt: Der Belgier steckt am linken Strafraumrand durch auf Landsmann Deman, an dessen Flanke im Zentrum der eingelaufene Schmid nicht entscheidend herankam (6.).

Anschließend wurde es zwingender, als Grüll regelwidrig in zentraler Position von den Beinen geholt wurde. Puertas beförderte das Spielgerät wuchtig in Richtung VfL-Kasten, wo Torhüter Grabara goldrichtig stand. Der Pole war ebenfalls zur Stelle, als Sugawara den Rebound direkt auf das Tor abschloss (12.). Auf der anderen Seite meldeten sich die Wolfsburger auch nach einem ruhenden Ball an: Wind kam nach einem Eckball zum Kopfball, doch Backhaus kratzte die Kugel von der Linie (16.).

Daraufhin verflachte die Begegnung, weil beide Teams das letzte Risiko mieden und sich nach Ballverlusten schnell zurückzogen. Werder spielte einen aussichtsreichen Konter unsauber zu Ende, sodass Bittencourts Schuss unter Bedrängnis letztlich deutlich das Ziel verfehlte (33.). In den Schlussakkorden des ersten Durchgangs schnupperten dann die Hausherren am Führungstor: Backhaus lenkte erst einen Eriksen-Freistoß über den Kasten (44.), nur drei Zeigerumdrehungen später rettete der U21-Nationaltorhüter noch spektakulärer als er Lindströms Abnahme aus der Luft an die Latte lenkte (45.+1).

Deman & Co. klatschen mit Torhüter Backhaus ab.
Kurz vor der Pause musste Torhüter Backhaus zwei Mal glänzend parieren (Foto: WERDER.DE).

HALBZEIT 2Wolfsburg lässt Werder anlaufen, dann trifft Njinmah

Nach dem Seitenwechsel überließen die Wölfe den Grün-Weißen mehr Ballbesitz und lauerten auf Nadelstiche. Während die Thioune-Elf den Ball geduldig auf der Suche nach der Lücke laufen ließ, wurden die Gastgeber über Umschaltmomente gefährlicher. Backhaus durfte sich ein weiteres Mal gegen Maehle auszeichnen (48.), wenig später verfehlte Amoura nach einem Solo-Lauf aus spitzem Winkel nur um Haaresbreite das lange Eck (60.).

Die Geduld der Werderaner sollte sich aber auszahlen, als Bittencourt den eingewechselten Agu in der Tiefe bediente. Über Umwege landete das Leder bei Njinmah, der mit einem platzierten Linksschuss mithilfe des Innenpfostens zur Führung einnetzte (68.). Dadurch veränderte sich nun auch wieder die Statik des Spiels, weil die Niedersachsen nun anliefen. Maehle legte die Kugel auf Joker Majer ab, der den Kasten aber deutlich verfehlte (77.).

In der Folge verteidigte die Thioune-Elf leidenschaftlich ihren Vorsprung, VfL-Verteidiger Jenz verhinderte einen Konter zudem aus taktischen Gründen und sah die Ampelkarte (90.+3). Schließlich war es der Schlusspfiff von Schiedsrichter Brand, der den Auswärtssieg besiegelte, mit dem Werder die Wölfe auf sieben Zähler distanziert.

Die Fußball-Bundesliga begibt sich nun in die letzte Länderspielpause vor der Weltmeisterschaft. Anschließend empfängt der SVW am Osterwochenende RB Leipzig um Ex-Cheftrainer Ole Werner im Weserstadion.

Justin Njinmah erzielte in Wolfsburg sein fünftes Saisontor (Foto: WERDER.DE).

Statistik

VfL Wolfsburg: Grabara - Belocian, Jenz, Koulierakis - Kumbedi, Eriksen, Vinicius Souza (79. Arnold), Maehle (79. Daghim) - Lindström (65. Wimmer), Amoura (73. Shiogai) - Wind (73. Majer)

SV Werder: Backhaus - Sugawara, Stark (61. Coulibaly), Friedl, Deman - Bittencourt (90.+6 Schmetgens) - Schmid, Puertas - Grüll, Mbangula (61. Agu) - Njinmah (85. Musah)

Tor: 0:1 Njinmah (68.)

Gelbe Karten: Jenz, Majer / -

Gelb-Rot: Jenz (90.+3, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Benjamin Brand

Zuschauer*innen: 28.917 (ausverkauft)

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