Werder verliert knapp in Hoffenheim
DER SPIELBERICHT ZUR 0:1-AUSWÄRTSNIEDERLAGE BEI DER TSG
09.05.26 von Marcel Kuhnt | 5 Min
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Keine Punkte am vorletzten Bundesliga-Spieltag: Der SV Werder Bremen verliert sein letztes Auswärtsspiel der Saison bei der TSG Hoffenheim. Die Grün-Weißen, die fast die gesamte Spielzeit in Unterzahl bestreiten mussten, unterliegen der TSG mit 0:1 (0:1). Touré erzielte den einzigen Treffer (26.). Der Spielbericht.
HALBZEIT 1Sugawara muss früh runter, TSG bestraft Fehler
Cheftrainer Daniel Thioune stellte sein Team im Vergleich zum Augsburg-Spiel auf zwei Positionen um. Neben Justin Njinmah begann Salim Musah im Sturmzentrum, der erstmals in einem Bundesliga-Spiel von Beginn an für den SVW auflief. Ein weiteres Eigengewächs der Grün-Weißen, das in dieser Saison sein Startelf-Debüt feierte.
Leider dauerte sein Einsatz nur wenige Minuten. Bereits in der 5. Spielminute sah Yukinari Sugawara nach einem Foul an Bazoumana Touré die Rote Karte. Schiedsrichter Sören Storks ahndete das Foulspiel zunächst nicht mit einer Karte und wurde vom VAR an den Bildschirm gebeten, worauf er den Platzverweis verhängte. Aus taktischen Gründen kam kurz darauf Isaac Schmidt für Musah ins Spiel.
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Durch die frühe Unterzahl war der Matchplan der Grün-Weißen komplett über den Haufen geworfen. So zog sich der SVW zurück und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Die Gastgeber von der TSG hatten einen hohen Ballbesitzanteil, größere Chancen sprangen zunächst nur selten heraus. Fisnik Asllani (10.), Wouter Burger (13.) und Andrej Kramaric (25.) verzogen jeweils.
Der 0:1-Rückstand resultierte aus einem eigenen Fehler der Grün-Weißen: Einen flachen Pass von Torhüter Mio Backhaus spielte Jens Stage unsauber zurück, wodurch die TSG eine Ecke erhielt. Asslani führte die Ecke blitzschnell aus, bediente Kramaric, der auf Touré zurücklegte. Hoffenheims Nummer 29 zog ab und traf ins lange Eck (26.).
Der SVW wirkte jedoch nicht geschockt. Romano Schmid bediente Olivier Deman, der Oliver Baumann prüfte (29.). Der Nachschuss von Senne Lynen ging drüber. Keine 60 Sekunden später verzog Njinmah aus der Distanz (30.). Zudem verpassten es Njinmah und Schmid in der 34. Minute einen Konter vernünftig zu Ende zu spielen.
Erst in der vierminütige Nachspielzeit wurde es dann nochmal spannend. Erst verpasste Tim Lemperle freistehend vor Backhaus den zweiten TSG-Treffer (45.+1), ehe auf der Gegenseite Njinmah zu lange bei einem Abschluss zögerte und von Albian Hajdari abgegrätscht wurde (45.+2)
HALBZEIT 2Njinmah lässt den Ausgleich liegen
Der zweite Durchgang begann direkt mit einer erneuten Schrecksekunde: Nach einer Flanke kam Lemperle aus fünf Metern zum Kopfball, setzte den Ball aber am Werder-Tor vorbei (47.). Auf der Gegenseite verpasste zunächst Stage nach einer Schmid-Flanke nur knapp (49.), ehe Njinmah die große Möglichkeit zum Ausgleich hatte. Deman spielte einen Flachpass perfekt durch die Schnittstelle der TSG-Defensive und schickte Werders Nummer elf, die allein auf Nationaltorhüter Baumann zu lief. Im Eins-gegen-Eins-Duell schoss Njinmah den TSG-Schlussmann jedoch an (50.).
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Im Anschluss erhöhte Hoffenheim wieder den Druck und schnürte Werder in der Defensive ein. Asllani verpasste am zweiten Pfosten nur knapp (59.), der eingewechselte Alexander Prass scheiterte aus der Distanz an Backhaus (61.) und Burgers Flanke nach einem Eckball landete zum Glück nur am Kreuzeck (61.).
Der SVW konnte nur selten in der Offensive Akzente setzen. Meistens waren es Standardsituationen, die theoretisch nochmal für Gefahr hätten sorgen können. Ein Freistoß aus 20 Metern von Cameron Puertas, der deutlich über das Tor ging, war jedoch Sinnbild für das fehlende Glück an diesem Nachmittag (68.).
Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs suchten die Gastgeber weiterhin die frühzeitige Entscheidung, fanden aber durch die gut gestaffelte Werder-Defensive kein weiteres Durchkommen.
In der 87. Minute dann nochmal Aufregung im TSG-Strafraum: Njinmah wollte den Ball an Hranac vorbeilegen, der die Kugel dabei an den angelegten Arm bekam. Der SVW forderte Elfmeter, doch sowohl Schiedsrichter Storks als auch der VAR sahen keinen Grund für einen Strafstoß. Trotz des leidenschaftlichen Auftritts des SVW blieb es somit beim 0:1.
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Aufgrund der gleichzeitigen Niederlage St. Paulis in Leipzig kann Werder nicht mehr auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen. Auch der fixe Klassenerhalt ist noch am Samstag möglich, sofern der VfL Wolfsburg nicht gegen den FC Bayern München gewinnt.
Für den SV Werder Bremen endet die Bundesliga-Saison 2025/26 mit einem Heimspiel. Am Samstag, 16.05.2026, empfangen die Grün-Weißen um 15.30 Uhr im Weserstadion das Team von Borussia Dortmund.
Statistik
TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Kabak, Hajdari, Bernardo (71. Hranac) – Avdullahu – Kramaric (89. Hlozek), Burger – Lemperle (71. Campbell), Asllani (89. Prömel), Touré (57. Prass)
SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Friedl, Deman – Lynen – Njinmah, Stage (71. Mbangula), Puertas, Schmid (71. Grüll) – Musah (12. Schmidt, 80. Wöber)
Tore: 1:0 Touré (26.)
Gelbe Karten: Bernardo / Puertas, Njinmah, Thioune
Rote Karte: Sugawara (5.)
Schiedsrichter: Sören Storks
Zuschauer: 28.128
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