„Geht darum, alles füreinander zu tun"

DIE PRESSEKONFERENZ MIT DANIEL THIOUNE VOR DEM AUSWÄRTSSPIEL IN HOFFENHEIM

08.05.26 von Tom Ole Theilken | 3 Min

Daniel Thioune am Mikro bei der Pressekonferenz.

Ein Zähler fehlt den Grün-Weißen noch für den Klassenerhalt! Jenen Punkt will der SV Werder möglichst an diesem Samstag, 09.05.2026, 15.30 Uhr, bei der TSG Hoffenheim (live auf Sky, in der DAZN-Konferenz und im Live-Ticker auf WERDER.DE) einfahren und somit aus eigener Kraft den Ligaerhalt feiern. Wie dies gelingen soll, erklärte Cheftrainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz. Er sprach zudem über...

…die TSG Hoffenheim: „Hoffenheim ist eine sehr dominante Mannschaft. Sie versuchen sehr viel spielerisch zu lösen. Sie stehen sehr hoch in der gegnerischen Hälfte. Das ist natürlich ein wenig Fluch und Segen zugleich. Man hat viel Dominanz und viel Ballbesitz, aber es gibt auch Räume, um gegen sie ins Umschaltspiel zu kommen. Da ist die TSG vielleicht auch in dem ein oder anderen Moment verwundbar. In Gleichzahl ist es ihr Bestreben, gegen uns das Spiel zu gewinnen, weil sie sich noch für die Champions League qualifizieren wollen. Deshalb wird es ein ausgewogenes Spiel ohne komplett offenes Visier. Ich erwarte Hoffenheim mit einer kontrollierten Offensive. Dann haben sie viele Abschlüsse, viele Flanken und viele Kontakte in der gegnerischen Box. Das sind Dinge, da müssen wir wachsam sein. Wenn wir den Ball haben, müssen wir uns gegen die Mannorientierung behaupten. Dazu ist meine Mannschaft absolut in der Lage. Dann werden wir versuchen über die Umschaltmomente für Gefahr zu sorgen.“

…die Enttäuschung gegen Augsburg: „Wir waren alle mit dem Auftritt nicht zufrieden. Es ist wichtig, eine gesunde Einordnung zu finden. Wir haben durch andere gerettete Teams gesehen, dass wir eine Chance vertan haben. Da war eine Enttäuschung bei der Mannschaft und dem Stadion sehr groß. Danach sucht man nach Gründen. Da kann man sicherlich eine gewisse Energielosigkeit anführen. Vielleicht war es auch die unheimlich hohe Fallhöhe, die wir nach dem guten Vortrag davor in Stuttgart und im Nordderby hatten.“

…das mögliche „Feiern“ des Klassenerhalts trotz eigener Niederlage: „Es gehört zu einer gesunden Einordnung dazu, dass niemand, wenn die Saison so auf Platz 15 zu Ende geht, mit dem Erreichen des Klassenerhalts zufrieden sein kann. Wenn man mit einem blauen Auge davongekommen ist, dann verbietet es sich zu feiern. Aber man kann trotzdem froh sein, wenn man vor acht Wochen noch auf dem vorletzten Tabellenplatz stand, dass man danach den Worst-Case-Fall verhindert hat. Der Auftrag an mich war es auch, die Saison so zu beenden, dass am Ende der Klassenerhalt steht. Da sind wir auf einem guten Weg.“

 …die Bedeutung, den Klassenerhalt selbst mit einem Punktgewinn zu schaffen: Es ist mir sehr wichtig, aber ich glaube wir dürfen auch nicht einen bestimmten Fehler machen: Wenn wir am Ende mit 32 Punkten auf Platz 15 einlaufen, dann haben wir uns den Klassenerhalt auch selbst erarbeitet und verdient. Alle anderen Mannschaften in dieser Liga haben auch ihre Punkte gesammelt. Wenn 32 Punkte reichen sollten, dann ist es grundsätzlich unser eigener Verdienst, auch wenn ich natürlich lieber 38 Punkte auf der Habenseite hätten.“

Yukinaris Sugawara im Laufduell mit einem Hoffenheimer.
Im Hinspiel gab es bei der 0:2-Heimniederlage gegen die TSG für Yukinari Sugawara und co. kaum ein durchkommen (Foto: W.DE).

…das Auf und ab in dieser schwierigen Saison: „Man merkt, dass die Saison etwas mit den Jungs gemacht hat. Ich glaube aber, dass die Mannschaft mir und meiner Idee vertraut. Das ist wichtig. Die Mannschaft und die Spieler müssen sich auf die Gedanken des Trainerteams einlassen und dann müssen sie alles auf dem Platz rausblasen. Am Ende geht es darum, dass wenn alle, alles füreinander tun, die Wahrscheinlichkeit eines guten Ergebnisses steigt. Wenn die Mannschaft an ihr Limit kommt, dann kann sie in dieser Liga gegen jedes Team bestehen.“

… die Rolle von Salim Musah: „Ich tue gut daran, Leistungen zu bewerten. Wenn ein Spieler Leistung anbietet, dann macht man sich darüber Gedanken im Trainerteam. Dann ist Salim Musah nach der Leistung, die er in der letzten Woche gezeigt hat, auch ein Kandidat für die Startelf. Der Umstand durch die Situation, in der wir und befinden wird dabei auch keine große Rolle spielen. Wir stellen die auf, die uns eine Leistung angeboten haben. Da macht es Sinn auch über Salim Musah von Beginn an nachzudenken.“

…Jens Stage: „Jens hatte zu Wochenbeginn einen Infekt. Er musste sich schonen und wir mussten ihn natürlich von der Mannschaft fernhalten. Heute ist noch das Abschlusstraining. Ich bin dann guter Dinge, dass er mit uns nach Hoffenheim reisen wird. Wenn keine Rückschläge mehr eintreten, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, Jens auch am Samstag bei 100% in der Startelf zu sehen.“

…die Verletzung von Leo Bittencourt: „Um ehrlich zu sein, die Verletzung gestaltet sich so, dass es nahezu ausgeschlossen ist, dass er nächste Woche ins Training zurückkehren kann. Deshalb ist auch nahezu ausgeschlossen, dass er am letzten Spieltag wieder in den Kader zurückkehrt. Er ist aber sehr nah am Team dran. Wir sehen ihn tagtäglich. Leo macht es überragend als Führungsspieler. Er hat viel in den letzten Jahren für diesen Verein getan. Deshalb ist es schade, dass er wahrscheinlich gegen Dortmund nicht mehr auf dem Platz stehen kann. Aber er wird den Jungs viel mitgeben, um sie über die Ziellinie zu schieben.“

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