"Das Kollektiv liegt mir am meisten am Herzen"

CAMERON PUERTAS IN DER MIXED ZONE

18.03.26 von Tom Ole Theilken | 4 Min

Cameron Puertas sitzt am Mikro auf der PK-Bühne.

Fester Bestandteil der Startelf, Dauerläufer und überzeugender Zweikämpfer. Cameron Puertas ist unter Trainer Daniel Thioune zu einer wichtigen Säule geworden. Dementsprechend gefragt ist der zentrale Mittelfeldspieler des SV Werder derzeit. In der Mixed Zone beantwortete der 27-Jährige am Mittwoch die Fragen der Journalist*innen und sprach unter anderem über...

...seine zuletzt überzeugenden Leistungen: „Ich denke, dass es in den letzten Wochen viele Änderungen gegeben hat. Dazu kam der Trainerwechsel. Die Karten wurden neu gemischt. Es gibt mir viel Selbstvertrauen, wenn ich merke, dass auf mich gezählt wird, dass mir mein Wert widergespiegelt wird. Dann hat man noch mehr Motivation, alles auf dem Feld zu geben."

...das Vertrauen von Trainer Daniel Thioune: „Tatsächlich habe ich bei ihm von Anfang an das Gefühl gehabt, dass die Art von Spieler, die ich verkörpere, benötigt wird. Das hat er mir gar nicht direkt im Gespräch gesagt, sondern ich nehme es so wahr. Durch die größere Spielzeit fühle ich mich außerdem noch mehr gebraucht. Ich bekomme die Chancen. So ergibt sich ein gutes Wechselspiel."

...das Warten auf seinen ersten Werder-Treffer: „Ich bin ein Spieler, der sich noch nie primär dazu hingezogen gefühlt hat, Tore zu schießen. Ich bin ein Typ, der dem Team helfen möchte und für den Mannschaftserfolg zuträglich sein will. Natürlich möchte ich auch Tore schießen, das will ich nicht leugnen. Aber die Mannschaft als Kollektiv liegt mir am meisten am Herzen.“

Cameron Puertas gewinnt einen Zweikampf gegen einen Heidenheimer.
Cameron Puertas überzeugte zuletzt mit starken Lauf- und Zweikampfwerten (Foto: W.DE).

...die aktuelle sportliche Lage: „Alle geben wirklich ihr Bestes für den Klassenerhalt. Es gibt einfach manchmal Saisons, in denen es hart ist und wo man sich richtig durchbeißen muss. Es ist super eng in der Tabelle. Wenn wir dreimal gewinnen, könnten wir einen großen Sprung machen. Wenn wir ein paar mal verlieren, rutschen wir wieder ab. Ich denke, es geht darum, dass man am Wochenende einfach leistet und alles für die Punkte gibt. Das ist keine angenehme Situation. Ich bin nur als Leihspieler hier, möchte aber unbedingt meinen Teil dazu beitragen, dass der Verein in der Bundesliga bleibt.“

...den Dämpfer gegen den 1. FSV Mainz 05: „Wir sind alle Fußballer und hassen es zu verlieren. Das macht uns allen keinen Spaß. Wir sind natürlich glücklicher und entspannter, wenn wir gewinnen. Dann können wir auch aus einer gelösteren Situation heraus ins nächste Spiel gehen. Aber wir müssen einfach als Kollektiv stark sein. Wenn alle in die gleiche Richtung am gleichen Strang ziehen, können wir erfolgreich sein.“

...das nächste Spiel gegen den VfL Wolfsburg: „Wir arbeiten in der Mannschaft gut zusammen. Das hat sich in den letzten Wochen auch nochmal verbessert. Es herrscht eine Dynamik in der Mannschaft, die Energie mit sich bringt. Das macht mich zuversichtlich. Wir sollten Wolfsburg aber nicht unterschätzen. Wir spielen um dieselbe Sache. Wenn wir aber so stark zusammenhalten, wie es in einer Familie der Fall ist, bin ich mir sicher, dass wir Punkte holen können.“

...seine Zukunft & die Situation auf der arabischen Halbinsel: „Das allerwichtigste Ziel ist für uns alle, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Da würde ich meine eigene Situation als zweitranging betrachten. Das ist mein Job und es zählt nur das, was auf dem Rasen stattfindet. Ehrlich gesagt habe ich mich auch schon gefragt, ob es möglich wäre, nach Saudi-Arabien zurückzukehren. Ich hoffe einfach, dass sich die Lage vor Ort entspannt. Das hoffe ich aber gar nicht aufgrund meiner eigenen Situation, sondern vielmehr für die Menschen, die dort leben. Alle Leihspieler haben es gemeinsam, dass wir nicht sicher wissen, wie es weitergehen wird. Aber das gehört dazu, das ist Teil einer Karriere.“

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