Grüll mit lupenreinem Hattrick: Werder bezwingt Meppen

DER SPIELBERICHT ZUM TESTSPIEL GEGEN DEN SV MEPPEN

23.08.26 von Moritz Studer | 5 Min

Marco Grüll klatscht mit seinen Mitspielern ab.

Der SV Werder hat den Sonntagnachmittag genutzt, um statt einem Spielersatztraining ein Testspiel auszutragen. Die Grün-Weißen bezwangen unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Drittligisten SV Meppen mit 3:1 (0:1). Marco Grüll glückte ein lupenreiner Hattrick. Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Itten-Treffer zählt nicht, Meppen schlägt im Gegenzug zu

Nur einen Tag nach dem 3:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den Lüneburger Sport-Klub Hansa war der SV Werder ein weiteres Mal gefordert. Cheftrainer Thioune nutzte die Gelegenheit, um gegen Drittligist Meppen diejenigen einzusetzen, die gegen den LSK nicht länger als eine Halbzeit auf dem Platz standen. Die Emsländer legten mutig los und attackierten den SVW schon im Spielaufbau. Stalmach verlor die Kugel an Borsum, doch Kolke parierte den anschließenden Schuss aus der Drehung von Engelmann (3.).

Der SVM-Angreifer wurde anschließend ein weiteres Mal von Mißner in Szene gesetzt, schloss allerdings ins Außennetz ab (11.). Daraufhin meldeten sich auch die Grün-Weißen erstmals an, als Erevbenagie und Chuki gemeinsam kombinierten. Der Versuch des Spaniers verfehlte allerdings hauchzart das Ziel (14.). Kurz darauf traf Itten mit dem langen Bein zur vermeintlichen Führung (25.), der Schweizer stand nach Ansicht der Unparteiischen bei der flachen Hereingabe von Erevbenagie im Abseits.

Auf der anderen Seite jubelten die Gäste fast im Gegenzug. Engelmann stecke durch auf Meier, der aus spitzem Winkel Kolke bezwang (26.). Die Thioune-Elf war um eine Antwort bemüht, für die immer wieder Youngster Erevbenagie anschob. Der Flügelspieler scheiterte sowohl nach einem Solo mit seinem Abschluss (35.), als auch mit einem wuchtigen Fernschuss nach einer kurz ausgeführten Ecke an Torhüter Pünt (45.).

Niklas Stark übergibt die Kapitänsbinde an Marco Grüll.
Die Schicht von Niklas Stark war nach einer halben Stunde planmäßig beendet (Foto: W.DE).

HALBZEIT 2Grüll trifft und Musah scheitert vom Punkt

Im zweiten Abschnitt gehörte die erste Gelegenheit nach einer unsauberen Spieleröffnung noch Meppen, doch Wittrocks Schuss wurde von Heitmann geblockt (49.). Werder tauschte in der Pause auf einigen Positionen durch und so war es der eingewechselte Kownacki, dessen Schlenzer das Kreuzeck um einen knappen Meter verfehlte (56.). Kurz darauf nahm Grüll Maß, der einen Freistoß aus über 20 Metern um die Mauer herum ins Netz zirkelte (58.).

Nur sechs Zeigerumdrehungen später gelang es den Werderanern die Partie zu drehen. Ehlers zog Hamouda am Strafraumrand das Standbein weg, sodass Grüll vom Punkt souverän verwandelte (64.). Nach einem weiteren Foulspiel von Borsum an Musah übernahm der Gefoulte selbst die Verantwortung, scheiterte dabei jedoch an Keeper Pünt (66.). Der Sturmspitze fehlte auch das nötige Glück, als er nach einem Kownacki-Steckpass knapp den langen Pfosten verfehlte (73.).

Insgesamt war Werder in dieser Phase klar spielbestimmend und drängte Meppen tief in die eigene Hälfte zurück. Mit einem abgefälschten Schuss krönte Grüll seinen Nachmittag und schnürte einen lupenreinen Hattrick (75.). Für die Grün-Weißen geht es nach diesem Testspiel-Sieg nun in die letzte Trainingswoche vor dem Bundesliga-Auftakt. Der SVW ist dann am Sonntag, 30.08.2026, um 15.30 Uhr beim Sport-Club Freiburg zu Gast.

Cheftrainer Daniel Thioune: „Die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Es war ein behäbiger Vortrag, bei dem wir uns nicht hätten beschweren können, noch höher hinten zu liegen. Grundsätzlich sind heute Spieler zum Einsatz gekommen, die mir zeigen müssen, dass ich falsch liege, wenn ich sie nicht spielen lasse. Das haben wir in der Halbzeit offen angesprochen und in der zweiten Halbzeit war es ein deutlich besserer Vortrag. Mit mehr Bewegung und mehr Ballsicherheit. Wichtig war auch, Minuten in die Beine zu bekommen. Denn kein Training ersetzt ein Spiel und aus der Sicht war es das Testspiel, dass ich mir gewünscht habe.“

Grüll läuft zum Elfmeter an.
Ein sicherer Schütze: Grüll verwandelte in seiner Laufbahn 33 von 35 Elfmetern (Foto: W.DE).

Statistik

SV Werder: Kolke (46. Smarkalev) - Grüll, Stark (31. Heitmann), Malatini, Hamouda - Stalmach (46. Alvero) - Quetant (75. Höcker), Čović, Chuki (46. Soylu), Erevbenagie (46. Kownacki) - Itten (46. Musah)

SV Meppen: Pünt - Mißner, Borsum, Schmitt, Engelmann, Meier, Ehlers, Touglo, Wessels, Wittrock, Goldenstein

Tor: 0:1 Meier (26.), 1:1 Grüll (56.), 2:1 Grüll (64., FE), 3:1 Grüll (74.)

Bes. Vorkomn.: Musah verschießt Foulelfmeter (66.)

Gelbe Karte: Stalmach / -

Schiedsrichter: Filip Gagelmann

Zuschauer: -

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