Die Pflichtaufgabe erfüllen

DER VORBERICHT ZUM DUELL MIT DEM LÜNEBURGER SK IN DER 1.RUNDE DES DFB-POKALS

21.08.26 von Tom Ole Theilken | 4 Min

Olivier Deman nimmt den Ball an. Er schaut sehr konzentriert und trägt das Heimtrikot der Saison 2026/27.

Auf ein Neues! Die Pflichtspielsaison 2026/27 beginnt nun auch für den SV Werder. Die Grün-Weißen gastieren am Samstag, 22.08.2026, 15.30 Uhr im Hamburger Millerntor-Stadion und treffen in der 1.Runde des DFB-Pokals auf den Lüneburger SK Hansa (Live auf Sky und im Live-Ticker auf WERDER.DE). Den SVW und den niedersächsischen Oberligisten trennen ganze fünf Spielklassen. Dementsprechend klar ist der Auftrag, den Daniel Thioune an seine Schützlinge formuliert. Der Vorbericht.

Cheftrainer Daniel Thioune über die Aufgabe: „Sofern wir als Sieger vom Platz gehen, ist es ein kleines Erfolgserlebnis. Wir sind sehr bewusst in die Vorbereitung gegangen, indem wir alles, was es über Lüneburg zu wissen gibt, in Erfahrung gebracht haben. Das heißt, wir haben zwei Spiele komplett beobachtet und die Details analysiert. Wir wollen keine Überraschungen und ausschließen, dass dieses Spiel des Jahres für Lüneburg, dann für uns auch zum Worst-Case-Spiel des Jahres werden könnte. Das darf nicht passieren. Am Ende ist es wichtig, eine Runde weiterzukommen. Wir wissen um unsere Verantwortung. Es werden 20.000 Bremer in unserem Rücken sein und uns ordentlich antreiben. Bei aller Wertschätzung: Wir spielen als Bundesligist gegen einen Fünftligisten. Am Ende des Tages gehe ich davon aus, dass wir ein Spiel abliefern, dass uns dazu berechtigt in die zweite Runde einzuziehen.“

Das Personal: Daniel Thioune muss beim ersten Auftritt seiner Mannschaft in dieser Saison auf Werders Nummer 1 Karl Hein verzichten. Während Neuzugang Niclas Füllkrug direkt mitwirken kann, steht der ebenfalls in dieser Woche zurückgekehrte Eren Dinkci aufgrund von muskulären Problemen nicht zur Verfügung. Darüber hinaus fehlen Felix Agu (Muskelverletzung im Bereich der Wade) und Oskar Wójcik (muskuläre Probleme). Auch für Dariusz Stalmach, Niklas Stark und Mitchell Weiser kommt die Partie noch zu früh. Keke Topp befindet sich nach seinem Kreuzbandriss weiterhin in der Reha.

Spiel der Vereinsgeschichte: Zwar steht der LSK seit seiner Neugründung 2008 schon zum dritten Mal in der 1.Runde des DFB-Pokals und duellierte sich in diesen Spielen bereits mit dem VfB Stuttgart (0:5; 2008) und dem 1.FSV Mainz 05 (1:3; 2017), trotzdem sprechen die Vereinsverantwortlichen aus Lüneburg vom größten Spiel der Klubgeschichte. Sicherlich auch weil der LSK für sein Pokal-Highlight gegen den SVW ins Millerntor-Stadion nach Hamburg umzieht. Rund 30.000 Zuschauer*innen werden erwartet. Zum Vergleich: 2017 spielte der LSK Hansa auf den Lüneburger Sülzwiesen gegen Mainz 05 vor rund 4.000 Fans. Es ist gar nicht so leicht die Mannschaft auf diese Kulisse vorzubereiten. Eigentlich ist es gar nicht möglich, da niemand von uns, auch aus dem Trainerteam, so eine Atmosphäre schon mal erlebt hat", so LSK-Trainer Tarek Gibbah. Viele Spieler stehen beim Oberligisten ohnehin nicht mehr im Kader, die den letzten DFB-Pokalauftritt des Klubs 2017 miterlebt haben. Kapitän Marian Kunze war tatsächlich schon gegen die 05er dabei, lässt aber mit einem Schmunzler durchblicken, dass das Spiel gegen Werder auch für ihn das bisherige Karriere-Highlight wird: Damals habe ich in der Trainingswoche vor dem Pokalspiel verschlafen und saß dann auf der Bank. Das war ärgerlich. Dass ich neun Jahre später gegen Werder nochmal dabei sein darf, macht mich unglaublich stolz."

Samuel Mbangula im Zweikampf mit St.Paulis Fujita.
Samuel Mbangula und der SVW spielten in diesem Kalenderjahr schon zweimal im Millerntor-Stadion (Foto: Nordphoto).

Apropos Kulisse: Nicht nur die besondere Zuschauerzahl sondern auch der Rasen wird für den LSK "Neuland" sein. Während Werder in diesem Kalenderjahr schon zweimal am Millerntor auflief (Testspiel im Januar sowie Bundesliga im Februar), werden die Lüneburger am Samstag zum allerersten Mal auf dem Rasen des FC St. Pauli spielen. Auch eine Trainingseinheit im Stadion war für den eigentlichen "Gastgeber" der Partie nicht möglich. Der klassische Heimvorteil der Amateurklubs in der 1. Pokalrunde wird somit eigentlich nicht zum echten Faktor. Wenn ihr wissen wollt, warum die Partie im Millerntor-Stadion ausgetragen wird, dann klickt einfach auf den Button.

Die Unparteiischen: Das Spiel der Elf von Daniel Thioune im Millerntor-Stadion wird von Schiedsrichterin Fabienne Michel geleitet. Die Rheinland-Pfälzerin wird von Nikolai Kimmeyer und Philipp Hofheinz assistiert. Niclas Rose übernimmt die Aufgabe des 4. Offiziellen. Einen Videoschiedsrichter gibt es in der 1.Runde des DFB-Pokals noch nicht. Der VAR wird in dieser Spielzeit ab der 2.Runde eingesetzt.

Die Partie verfolgen: Die Partie gibt es im Einzelspiel bei Sky In der BOLZEREI seht ihr das Spiel bei bester Versorgung mit Essen und Getränken live. Dazu halten wir euch mit dem Live-Ticker auf WERDER.DE und den Social-Media-Accounts auf dem Laufenden. Kurz nach Abpfiff des Duells gibt es das gesamte Spiel darüber hinaus im Re-Live bei WERDER.TV zu sehen.

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