Dritter LSK-Anlauf: Mit Nationalspieler und Mailand-Rückkehrer
ZAHLEN, DATEN & FAKTEN ZUM LÜNEBURGER SPORT-KLUB HANSA
19.08.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Der Vorhang öffnet sich. Der SV Werder wird am Samstagnachmittag, 22.08.2026, um 15.30 Uhr im Millerntor-Stadion im DFB-Pokalspiel beim Lüneburger Sport-Klub Hansa sein erstes Pflichtspiel der Saison 2026/27 bestreiten (Live auf Sky und im Live-Ticker auf WERDER.DE). WERDER.DE wirft einen Blick auf die Zahlen, Daten & Fakten zum niedersächsischen Fußball-Oberligisten.
Die Rückkehr: Nachdem der Lüneburger Sport-Klub Hansa von 2014 bis 2022 fast schon zum Inventar der Regionalliga Nord zählte, wurde er nach dem Abstieg bis in die Landesliga durchgereicht. Dort glückte den Lüneburgern im zweiten Anlauf die Oberliga-Rückkehr. Der Weg dorthin war trotz sportlicher Dominanz holprig, weil sich Teile der Mannschaft im Winter für eine Trennung vom damaligen Cheftrainer Dennis Tornieporth aussprachen. Nach einer Interimslösung bis zum Saisonende übernahm Tarek Gibbah zur vergangenen Oberliga-Spielzeit und führte den Klub auf den sechsten Platz und zum Niedersachsenpokalsieg.
Auswärts zu Hause: Der LSK ist es durchaus gewohnt, seine Heimspiele auf fremden Plätzen auszutragen. Während die Lüneburger für das DFB-Pokalspiel ans Hamburger Millerntor-Stadion umziehen, tragen sie ihre Oberliga-Partien an der Sportanlage Sülzwiesen des VfL Lüneburg aus. Der Grund dafür ist, dass Fünftliga-Begegnungen an der heimischen Goseburg nur in Ausnahmefällen zugelassen sind.
Die Neugründung: Der heutige Lüneburger SK Hansa entstand im Frühjahr 2008 aus einem Zusammenschluss der Fußballabteilungen des traditionsreichen Lüneburger SK und des Bezirksligisten Lüneburger SV. Hintergrund waren die finanziellen Probleme des LSK, die nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord und dem anschließenden Insolvenzverfahren entstanden waren. Der neu gegründete FC Hansa Lüneburg übernahm zur Saison 2008/09 den Oberliga-Startplatz und sogar das DFB-Pokal-Teilnahmerecht des LSK. Erst 2011 kehrte der Klub auch dem Namen nach zu seinen Wurzeln zurück und firmiert seitdem als Lüneburger Sport-Klub Hansa von 2008.
Der dritte Versuch: Der LSK steht seit der Neugründung zum dritten Mal in der 1. Runde des DFB-Pokals, hat diese Hürde aber bislang noch nicht gemeistert. 2008 waren die Salzstädter gegen den VfB Stuttgart (0:5) um Doppelpacker Mario Gomez chancenlos. Bei der 1:3-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 2017 gelang den Gastgebern zwischenzeitlich sogar der Ausgleich. Nachdem die ersten beiden Partien im Stadion Wilschenbruch und auf den Sülzwiesen ausgetragen wurden, verlässt der LSK erstmals Lüneburger Boden.
Der Nationalspieler: Obwohl die Lüneburger nur in der Oberliga antreten, haben sie einen Nationalspieler in ihren Reihen. Mittelfeldspieler Leon Perera bestritt bereits 21 Länderspiele für Sri Lanka und erzielte dabei zwei Treffer. Perera besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft, weil sein Vater aus dem Inselstaat stammt. Im Mai 2022 bekam der 29-Jährige den Anruf von Nationaltrainer Andy Morrison, der einst neun Premier League-Spiele für Manchester City und die Blackburn Rovers bestritt.
Der Mailand-Rückkehrer: Lenny Borges ist mit seinen 25 Jahren bereits weit herumgekommen. Der in Lüneburgs Umgebung aufgewachsene Außenbahnspieler wechselte mit zehn Jahren aus der LSK-Jugend zum Hamburger SV und schaffte 2019 den spektakulären Sprung zum AC Mailand. In Italien wurde Borges vom Verletzungspech gebremst und zwischenzeitlich an Bayern München II ausgeliehen. Später trainierte er bei Milan sogar mit Stars wie Zlatan Ibrahimović. Nach weiteren Rückschlägen bei Holstein Kiel kehrt Borges nun zu seinen Wurzeln zurück – und will beim LSK vor allem eines: wieder Spaß am Fußball haben.
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