Der gelungene Einstand
LUDOVIT REIS GLÜCKT IN SEINEM ERSTEN WERDER-SPIEL SEIN PREMIEREN-TOR
23.08.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Die nötige Fortune war dabei, als Ludovit Reis seinen grün-weißen Einstand krönte. Beim 3:0-Erfolg in der 1. DFB-Pokalrunde gegen den Lüneburger SK Hansa ließ der Sommerneuzugang bei seinem Pflichtspiel-Debüt direkt seinen Premierentreffer folgen. Der Niederländer ist an der Weser gut aufgenommen worden und übte sich gleich in zwei verschiedenen Rollen.
Dem 26-Jährigen fiel nach seinem Wechsel nach Bremen viel Kritik entgegen, nachdem er vier Jahre im Volkspark aufgelaufen war. In der Kabine und beim SVW hat Reis wiederum schnell Anschluss gefunden. „Ich habe mich von der ersten Sekunde sehr wohl gefühlt, weil ich die Unterstützung von der Mannschaft, dem Verein und den Fans bekommen habe“, lächelt Werders neue Nummer 15. „Das Gefühl, dass sie hinter mir stehen, tut mir gut.“
Im ersten Durchgang tauchte Reis immer wieder in vorderster Linie auf und lief die LSK-Defensive an. Nach der planmäßigen Auswechslung von Senne Lynen nach dessen Bauchmuskel-Problemen rückte er eine Position tiefer. „Ich kenne ihn von der Acht, wo er bei uns die Aufgabe hat, in engen Räumen Qualität aufzuzeigen“, erklärt Cheftrainer Daniel Thioune. „Auf der Sechs hat es ihm gutgetan, das Spiel viel vor sich zu haben. Er hat das erste Mal seit vielen Monaten wieder 90 Minuten gespielt – für seinen Einstand hätte es nicht viel besser laufen können.“
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Immerhin verdiente sich Reis mit seinem Linksschuss und einer couragierten Leistung mit über 100 Ballkontakten die Man-of-the-Match-Trophäe. Mit dem dritten Tor machte der Rechtsfuß mit dem Anbruch der Schlussphase auch insgesamt den Deckel drauf. „Ich kann hier einfach ich selber sein“, sagt der ehemalige niederländische U21-Nationalspieler mit Blick auf die fußballerische Umgebung. „Wenn das so ist, dann brauchst du auch nicht lange, um ein gutes Gefühl auf dem Platz zu haben.“
Mit dem Weiterkommen gegen den Oberligisten haben die Grün-Weißen ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Gleichzeitig wissen alle Beteiligten, dass die Fehlertoleranz geringer wird und beim Bundesliga-Auftakt in Freiburg eine andere Herausforderung wartet. „Es war wichtig für uns, das Spiel zu gewinnen, um schon mal eine Basis zu haben“, erklärt Reis. „Natürlich ist die Qualität in der nächsten Woche höher und trotzdem haben wir eine gute Mannschaft und sollten die Aufgabe mit viel Selbstvertrauen angehen.“
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