"Sind noch nicht fertig"
DANIEL THIOUNE AUF DER PRESSEKONFERENZ VOR DEM SPIEL GEGEN DEN LÜNEBURGER SK
20.08.26 von Tom Ole Theilken | 4 Min
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Es geht endlich wieder los. Der SV Werder steigt am Samstag, 22.08.2026, 15.30 Uhr, mit der Erstrunden-Partie im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa (Live auf Sky und im Live-Ticker auf WERDER.DE) in die neue Pflichtspielsaison 2026/27 ein. Gegen den niedersächsischen Oberligisten wollen die Grün-Weißen ihrer Favoritenrolle souverän gerecht werden. Auf der Pressekonferenz vor dem Pokalduell im Millerntor-Stadion (auf St. Pauli) sprach Werder-Cheftrainer Daniel Thioune unter anderem über...
...das Spiel gegen den Lüneburger SK Hansa: „Sofern wir als Sieger vom Platz gehen, ist es ein kleines Erfolgserlebnis. Wir sind sehr bewusst in die Vorbereitung gegangen, indem wir alles, was es über Lüneburg zu wissen gibt, in Erfahrung gebracht haben. Das heißt, wir haben zwei Spiele komplett beobachtet und die Details analysiert. Wir wollen keine Überraschungen und ausschließen, dass dieses Spiel des Jahres für Lüneburg, dann für uns auch zum Worst-Case-Spiel des Jahres werden könnte. Das darf nicht passieren. Am Ende ist es wichtig, eine Runde weiterzukommen. Wir wissen um unsere Verantwortung. Es werden 20.000 Bremer in unserem Rücken sein und uns ordentlich antreiben.“
…die Torhüterposition: „Es ist nicht abzusehen, aber auch nicht von davon auszugehen, dass der Ausfall von Karl Hein länger dauern wird. Er ist beim Torschusstraining weggerutscht und hat nun muskuläre Beschwerden. Da sind wir sehr vorsichtig mit ihm. Wir gehen davon aus, dass er nächste Woche wieder ins Training zurückkommen wird. Das bedeutet aber auch, dass Alex Schlager am Samstag im Tor stehen wird.“
…die Torhüter-Frage nach dem Pokalspiel: „Sollte Karl Hein nächste Woche keine Beschwerden haben und das Training voll absolvieren können, wird er in Freiburg im Tor stehen. Ich kann auch ehrlich sagen, dass ich erstmal ausgeschlossen hätte, dass Alex Schlager in der ersten Runde des Pokals spielt. Karl war für diese Runde vorgesehen. Es ist aber völlig normal, dass wenn man zwei Torhüter mit dieser Qualität hat, man sich auch Gedanken machen muss, wie man damit umgeht. Aber wir hatten in der Vorbereitung ein klares Commitment zu Karl Hein.“
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…den Saisonstart: „Wir haben die letzten Wochen Testspiele bewertet. Wir haben immer darüber gesprochen, was gut und schlecht war. Jetzt geht’s in die neue Saison. Die Vorfreude ist bei mir sehr groß. Jetzt geht es darum, die in meiner Bewertung etwas holprige Vorbereitung als Basis zu nehmen, für alles, was kommt. Bei allem Respekt vor unserem Gegner am Wochenende, aber in Freiburg wird dann etwas ganz anderes auf uns zukommen. Wir haben viele Verletzte, wir haben aber auch viele Rekonvaleszenten. Deshalb ist es gut, dass wir noch eine Woche länger bis Freiburg Zeit haben. Die Erkenntnisse aus der Vorbereitung waren gut, haben aber auch gezeigt, dass wir noch nicht fertig sind.“
…Niclas Füllkrug: „Ich bin noch nicht final schlüssig, welche Stürmer am Samstag auf dem Platz stehen werden. Dafür passiert Tag für Tag zu viel. Ich kenne aber seine Wirkung. Der Junge hat Bock, Energie und Selbstvertrauen ohne Ende. Das könnte man in Flaschen abfüllen und verkaufen. Wir haben jemanden gefunden, der uns aus unserer vermeintlichen Lethargie der letzten Monate rausziehen will. Wir können uns sicher sein, dass er Raum einnehmen wird. Ich habe das Gefühl, dass auch die anderen Jungs sehr froh sind, dass Niclas wieder da ist. Er ist nicht gekommen, um hier etwas zu verwalten, sondern er will anschieben und hier alles mitentwickeln. Meine Idee ist es, Niclas in die bestmögliche Verfassung zu bringen.“
…die Stürmerfrage gegen Lüneburg: „Einerseits kann man es so sehen, dass Niclas sich in so einem Spiel eingewöhnen kann. Es gibt aber unterschiedliche Blickwinkel. Andererseits kann man es auch so sehen, dass ein Cedric Itten nach zwei Wochen, die er bei uns ist, die Chance bekommen kann, in die Abläufe zu kommen. Es kann auch die Möglichkeit sein, Salim Musah für eine gute Vorbereitung belohnen. Ich kann keine falsche Entscheidung treffen am Samstag.“
…die Kapitänsfrage: „Marco Friedl ist und bleibt unser Mannschaftskapitän. Wir haben uns zusammengesetzt und nochmal die Erwartungshaltung definiert. Zu dem Zeitpunkt, als ich dies entschieden habe, waren Spieler wie Eren Dinkci, Ludovit Reis und Niclas Füllkrug noch nicht im Kader. Ich behalte mir vor Marco am 31. August zwei Vize-Kapitäne an die Seite zu stellen. Den Mannschaftsrat finde ich gerade etwas überbewertet. Dafür könnte ich mir vorstellen eine Leadership-Group zu gründen. Diese möchte ich aber nicht auf drei, vier, fünf oder sechs Spieler limitieren, sondern ich nehme mir die Jungs persönlich zur Seite und schaue, was ich brauche. Marco wird aber klar der erste Ansprechpartner sein und die beiden anderen werden ihn unterstützen.“
…die Außenverteidiger: „Einige Möglichkeiten bieten sich an. Mick Schmetgens hat in den letzten beiden Spielen hinten rechts verteidigt. Das ist die defensivere Variante gegenüber Marco Grüll. Marco ist unser Schweizer Taschenmesser. Er ist brutal verlässlich und taktisch super ausgebildet. Das kann eine Möglichkeit sein. Wir können auch über eine andere Ordnung, wie zum Beispiel die Dreierkette nachdenken. Dazu ist auch der Glaube daran da, dass die Verletzten zurückkehren. Wir wissen, wie gut ein Felix Agu sein kann und wie gut ein Mitchell Weiser ist.“
Ludovit Reis: „Ludo hat das Profil, was wir gesucht haben. Das war eine echte Marktchance. Er kann die Sechs und die Acht spielen. Er ist im spielfähigen Zustand. Dazu ist er ein sehr offener Typ. Er wird mit aller Voraussicht nach im Kader stehen und soll dann auf dem Feld zeigen, wie gut er ist.“
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