Thioune-Ansatz greift: Werders Stabilität im Nordderby
WERDER BESTÄTIGT AUCH IM NORDDERBY DIE NEUE DEFENSIVE STABILITÄT
20.04.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Herzblut, Leidenschaft, Emotionen. Im Nordderby zwischen dem SV Werder und dem Hamburger SV waren viel mehr die Grundtugenden des Fußballs als der taktische Feinschliff gefordert. Trotzdem war auch die defensive Stabilität wieder ein Grundstein für den 3:1-Erfolg über die Rothosen. Im Moment sind die Grün-Weißen in dieser Hinsicht sogar Bundesliga-Spitze.
Tatsächlich erlebte Torhüter Mio Backhaus mit Blick auf gegnerische Abschlüsse auf das Tor einen verhältnismäßig ruhigen Nachmittag. Doch nicht nur gegen die Hamburger, sondern auch insgesamt verteidigt der SVW zuletzt viele Bemühungen des Gegners konsequent weg. Seitdem Daniel Thioune auf der Trainerbank sitzt, ließ kein Bundesligist ligaweit weniger gegnerische Torschüsse (103) zu. „Chapeau an unsere Verteidiger, die alles geben und voll da sind“, lobt Keeper Backhaus in Anbetracht dieser Statistik. „Wir lassen in den letzten Wochen mit einer unfassbar stabilen Defensivleistung echt wenig zu.“
Und das obwohl auf der Innenverteidiger-Position aufgrund von Sperren oder Verletzungen viel Fluktuation herrscht. Karim Coulibaly stand gegen den HSV nach seinen Oberschenkelproblemen zum ersten Mal seit Mitte Februar wieder in der Startformation und musste zahlreiche Zweikämpfe gegen Sturmtank Robert Glatzel führen. „Als ich seinen Namen auf dem Spielberichtsbogen gelesen habe, wusste ich, dass es nur über den zweiten und den Tiefenball gehen wird – dafür kenne ich meinen Trainerkollegen zu gut“, erklärt Thioune, dessen gegenüber Merlin Polzin bekanntlich einst sein Assistent war. „Das hat uns Probleme bereitet, weil wir zu hochstanden und uns locken lassen haben.“
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Dadurch fand sich Coulibaly plötzlich als letzter Mann an der Mittellinie im Eins gegen Eins-Duell gegen den bulligen Angreifer wieder, der sich am Rande der Legalität durchsetzte. Amos Pieper kam nicht mehr entscheidend in den Zweikampf, um Glatzel von seinem wuchtigen Vollspannschuss zum zwischenzeitlichen Ausgleich abzuhalten. „Wir hatten eigentlich angesprochen, dass wir uns gut absichern müssen“, hadert Pieper. „Es war eine Situation, in der wir eigentlich gut nach vorne spielen und leichtsinnig werden.“
Nach dem Seitenwechsel gelang den Werderanern die Kurskorrektur und die schnelle Rückkehr auf die Siegerstraße. Schließlich gelang es der Thioune-Elf, nach dem zweiten Treffer von Jens Stage, kaum noch einen Torabschluss zuzulassen. „Wir haben Senne zurückgezogen, der Karim auf den zweiten Ball unterstützt hat“, erklärt der Fußball-Lehrer. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nichts mehr zugelassen und es gibt wenig zu beklagen.“ In wenigen Tagen hat die neue defensive Stabilität ihre nächste Feuerprobe in Stuttgart zu bestehen.
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