Ein Spiel, viele Lehren

DER NACHBERICHT ZUM SPIEL GEGEN HOFFENHEIM

12.05.26 von Marcel Kuhnt | 2 Min

Fußballspieler gegnerischer Mannschaften kämpfen während eines Spiels auf dem Platz um den Ball, im Hintergrund ist eine Zuschauermenge zu sehen.

Das Spiel des SV Werder Bremen bei der TSG Hoffenheim erzählte viele Geschichten. Es war eine Partie mit numerischer Unterzahl bei den Grün-Weißen. Ein Match mit Torchancen auf beiden Seiten. Und ein Duell, was mehr Punkte hätte hervorbringen können - oder sogar müssen. Ein Nachbericht.

„Wir haben sehr viel Defensivarbeit leisten müssen“, sagte Cheftrainer Daniel Thioune nach der 0:1-Niederlage in Hoffenheim. Letztlich mehr Arbeit, als zunächst erhofft. Zwar war der Matchplan des SVW gegen die TSG kompakt in der Defensive zu stehen, allerdings mit Elf-gegen-Elf auf dem Platz. Da Schiedsrichter Sören Storks nach einem groben Foulspiel Yukinari Sugawara mit der Roten Karten nach nur wenigen Minuten vom Feld verwies, kam allerdings besagte Mehrarbeit auf das Team zu. „Es war eine überflüssige Aktion. Wir müssen nicht darüber sprechen, was da das Problem war, sondern was eine bessere Lösung hätte sein können. Yuki hat sich in der Besprechung am Sonntag beim Team entschuldigt. Grundsätzlich muss man das nicht, aber es zeigt, welchen Charakter er hat. Am Ende ist es keine Schuldweisung, dennoch mit dem Wissen, dass die Aktion nicht hätte passieren dürfen“, fasste Thioune das Thema zusammen.

Neben der langen Unterzahl deckte die Partie in Sinsheim ein weiteres Problem auf, dass sich durch die Saison zog – die Chancenverwertung. Auch mit einem Spieler weniger auf dem Rasen schaffte es der SVW in Abschlussaktionen. Elf Torschüsse kamen dabei zusammen. Eine der hochkarätigsten hatte dabei Justin Njinmah. Und obwohl ein „Spieler mit seinem Talent in der Lage sein sollte so eine Chance zu verwerten“, richtete Thioune seinen Blick auf die gesamte Offensive. „Uns ist es in den letzten Monaten nicht gelungen, eine fußballerische Identität mit dem Ball auf den Platz zu bringen. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich gekommen bin, waren wir in einer anspruchsvollen Situation. Da passt du dich als Trainer an und lässt nicht direkt deinen Fußball spielen. Dennoch muss unser Ziel sein, eine viel bessere Spielanlage an den Tag zulegen.“

Gelingt das, müssten sich alle Beteiligten auch nicht „maßlos darüber ärgern“, dass eine Partie, wie am Samstag, nicht durch eine Unaufmerksamkeit entschieden wird. Beim spielentscheidenden Treffer halfen die Grün-Weißen leider ordentlich mit, indem sie in der Aktion vor dem Gegentreffer nicht auf der Höhe waren. „In der Gesamtgemengelage war es einfach von uns nicht gut, was wir uns ankreiden müssen“, so Thioune, der viele Lehren aus dem Match ziehen konnte. Auch eben diese, dass Punkte drin gewesen wären, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen. Das hätten sich alle gewünscht.

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