Ein Andenken zum Kaltstart
JULIAN MALATINI ÜBERZEUGT NACH BLITZ-EINWECHSLUNG IN LEVERKUSEN
25.01.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Das Wasser war kalt, in das Julian Malatini geworfen wurde. Der Argentinier hatte kaum die Möglichkeit, sich für seinen Einsatz bereit zu machen und doch stand er in der BayArena plötzlich auf dem Rasen und wehrte sich mit seinen Teamkollegen bis zum Schluss gegen die 0:1-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen. Der Auftritt des 24-Jährigen war eine kleine Feuertaufe, bevor er in der kommenden Woche wohl erneut gefordert ist. Neben dem Kaltstart nahm Malatini auch ein Andenken mit auf die Heimreise.
Bei der Saisonpremiere gegen Eintracht Frankfurt stand Julian Malatini noch auf der ungewohnteren Rechtsverteidigerposition über die komplette Spielzeit auf dem Feld. Anschließend sammelte Werders Nummer 22 nur acht weitere Minuten, ließ sich bei seiner Einwechslung in Leverkusen die mangelnde Spielpraxis aber doch kaum anmerken. „Er hat lange nicht gespielt, es aber gut gemacht“, lobt daher Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz. „Julian war sehr aktiv, sehr engagiert und ist nach vorne auch ein, zwei Mal bis zur Grundlinie durchgestoßen.“
Tatsächlich lieferte der Kaltstarter eine leidenschaftliche Vorstellung ab, in der er trotz seiner Einwechslung nach 15 Minuten noch 10,43 Kilometer abspulte und Werders zweitstärkster Zweikämpfer (63,6 Prozent) war. Selbst als Ernest Poku frei, und wohl auch im Abseits stehend, auf Torhüter Mio Backhaus zusteuerte, gab Malatini dem Niederländer einen leichten Stoß mit, um ihn im Rahmen der Legalität ein wenig aus der Balance zu bringen (34.).
Auch wenn der SVW die Heimreise letztlich ohne Punkte antrat, sicherte sich der Rechtsfuß selbst noch ein besonderes Andenken. Denn nach dem Schlusspfiff tauschte Malatini sein Trikot mit seinem Landsmann Exequiel Palacios, der sein Comeback nach langer Verletzung gab und 2022 mit Argentinien Weltmeister wurde. Möglicherweise ein Push für das eigene Selbstvertrauen, den der Werderaner gut gebrauchen kann, bevor er in der kommenden Woche wohl weitere Male gefordert ist.
Denn seine Einwechslung in der 15. Minute resultierte aus einer Verletzung von Amos Pieper, definitiv wird aber Kapitän Marco Friedl am Dienstagabend im Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim aufgrund seiner 5. Gelben Karte fehlen. Cheftrainer Horst Steffen hat Malatinis Bewerbungsschreiben für mehr Spielzeit jedenfalls aufmerksam zur Kenntnis genommen. „Es hat ihm sicherlich besser gelegen, dass er dieses Mal nicht als Rechtsverteidiger gespielt hat“, erklärt der Fußball-Lehrer „Es war nicht einfach für ihn, nach nur zwei Minuten warmlaufen reinzukommen. Dementsprechend hat er sich empfohlen, am Dienstag ein Kandidat zu sein, der in der Mitte spielen kann.“
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