"Die Verbundenheit habe ich direkt wieder gespürt"
WERDERFRAUEN CO-TRAINER SEBASTIAN KMIEC IM INTERVIEW
22.07.26 von Fiona John | 3 Min
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Ein neuer, alter Bekannter! Sebastian Kmiec komplettiert das Trainer*innengespann der WERDERFRAUEN um Cheftrainer Fritzy Kromp und Co Michaela Specht. Neu bei Werder ist der 36-Jährige allerdings nicht. In der Jugend lief der heutige Co-Trainer selbst in grün-weiß auf. Im Interview mit WERDER.DE sprach er über seine Rückkehr, seinen Erfahrungsschatz und die ersten Eindrücke.
WERDER.DE: Sebastian, du hast selber in der Jugend bei Werder gespielt, jetzt bist du als Co-Trainer der WERDERFRAUEN zurück an alter Wirkungsstätte. Schließt sich für dich ein Kreis?
Sebastian Kmiec: Ja, das kann man so sagen. Ich freue mich, wieder da zu sein. Ich habe als Jugendspieler viele Jahre hier verbracht. Die Verbundenheit von damals habe ich direkt an meinem ersten Tag hier wieder gespürt. Ich kenne sehr viele Menschen noch von früher, die heute auch noch im Verein sind. Deshalb war es für mich kein kompletter Neustart, auch wenn der Frauenfußball für mich etwas Neues ist.
WERDER.DE: Du warst zuletzt als Trainer beim Bremer SV aktiv, hast dann ein Jahr Pause gemacht. Wie kam der Kontakt zu den WERDERFRAUEN zustande?
Sebastian Kmiec: Ich stand mit Werder im Kontakt. Irgendwann kam die Idee auf, ob ich mir vorstellen könnte, bei den WERDERFRAUEN unter Fritzy zu arbeiten. Daran hatte ich in erster Linie nicht gedacht, ich habe mich aber schnell auf den Gedanken eingelassen und freue mich, dass ich hier sein kann und mich einbringen darf.
WERDER.DE: Mit Michaela Specht und dir hat Fritzy Kromp zwei Co-Trainer an ihrer Seite. Wie sind die Aufgaben unter euch aufgeteilt und wo liegt dein Spezialgebiet?
Sebastian Kmiec: Wir sind auch im Trainerteam noch in der Findungsphase. ‚Spechti‘ übernimmt primär den Analysepart, ich kümmere mich hauptsächlich um die Trainingsorganisation und Durchführung der Einheiten. Wir ergänzen uns gut.
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WERDER.DE: Du bringst die A-Lizenz mit. Welche Ziele hast du als Trainer?
Sebastian Kmiec: Fußball ist schwer planbar. Man kann von Träumen oder Zielen sprechen, aber man sollte sich auf die aktuelle Aufgabe fokussieren. Ob sich in Zukunft die Möglichkeit ergibt, den Fußballehrer zu machen, wird man sehen. Aber ich denke von Schritt zu Schritt.
WERDER.DE: Du hast in der Jugend selber Bundesliga und für die polnische Junioren-Nationalmannschaft gespielt, als Erwachsener dann in der Regionalliga. Welche Erfahrungen bringst du aus deiner eigenen Karriere mit?
Sebastian Kmiec: Ich kenne als Spieler den Weg bei Werder über die A-Jugend Bundesliga und die Herren-Regionalliga. Ich habe schon einige Trainer erlebt und war selbst als Cheftrainer aktiv. Daher habe ich mir ein Repertoire an Erfahrungen erarbeitet, die ich hoffentlich an die Mannschaft weitergeben kann.
WERDER.DE: Du hast es selbst schon gesagt, dass du aus dem männlichen Fußballbereich kommst. Sind dir Unterschiede zum Frauenfußball aufgefallen?
Sebastian Kmiec: Man tut sich keinen Gefallen damit, wenn man immer versucht, alles zu vergleichen. Ich versuche mich auf die neue Situation und meine neue Rolle einzulassen. Am Ende ist es mir egal, ob da ein Mann oder eine Frau steht – es geht um das Fußballspiel. Es geht darum, die Mädels auf dem Platz voranzubringen und ihnen im Training sowie in den Spielen zu helfen. Man sieht, dass beide Geschlechter für diesen Sport brennen.
WERDER.DE: Die ersten Trainingseinheiten und das erste Testspiel mit den WERDERFRAUEN sind absolviert. Was sind deine ersten Eindrücke?
Sebastian Kmiec: Durchaus positiv. Hier im Trainingslager haben wir die Möglichkeiten mehrere Komponenten abzudecken. Zum einen den sozialen Bereich, da geht es darum, sich besser kennenzulernen. Sowohl im Staff, aber natürlich auch die Spielerinnen. Zum anderen liegt der Fokus auf dem spielerischen Teil. Da sind wir gerade dabei, alle abzuholen. Der erste Test gegen Twente war sehr vielversprechend. Daher bin ich optimistisch, was den weiteren Verlauf angeht.
WERDER.DE: Vielen Dank für das Gespräch!
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