"Das Spiel nicht zu hoch hängen"

DIE STIMMEN ZUM HEIMSIEG GEGEN LEIPZIG

05.09.26 von Marcel Kuhnt & Fiona John | 5 Min

Zwei Fußballspieler in Trikots von Werder Bremen laufen nach einem Spiel in einem vollbesetzten Stadion sichtlich bewegt und mit einem Arm umeinander gelegt über den Rasen.

Es waren die ersten drei Punkte der Saison – und damit der erste Schritt in die richtige Richtung. Mit 3:1 gewinnt der SV Werder Bremen sein Heimspiel gegen RB Leipzig. Trotz des leidenschaftlichen Auftritts wollen die Protagonisten den Heimdreier nicht überbewerten. Was Cheftrainer Daniel Thioune, die drei Torschützen sowie weitere Grün-Weiße sagen, hat WERDER.DE für euch zusammengefasst.

Cheftrainer Daniel Thioune: „Es war ein optimaler Spielverlauf. Das frühe Tor hat uns gutgetan. Was mir gefallen hat, war die Haltung über die vollen 90 Minuten. Das Team hat eine enorme Intensität auf den Platz gebracht. Die Bereitschaft war bedeutend höher als letzte Woche. Daher ein großes Kompliment an die Mannschaft, mit welcher Intensität sie heute gegen Leipzig aufgetreten ist. Der Sieg tut unheimlich gut, nachdem wir eine unruhige Woche hatten. Viele haben gesagt, dass es ein schweres Jahr werden kann, wovon ich mich jetzt auch nicht lösen will. Dennoch hat die Mannschaft gezeigt, dass sie in der Lage ist, Spiele zu entscheiden.“

Geschäftsführer Clemens Fritz: „Wir waren griffig von der ersten Minute an. Der frühe Treffer hat uns gutgetan. Dennoch haben uns in der ersten Hälfte Entlastungsphasen gefehlt, obwohl wir kaum etwas zugelassen haben. Was mir besonders gut gefallen hat, war der Teamgeist, den die Mannschaft versprüht hat. In der zweiten Hälfte sind wir dann direkt wieder gut reingekommen, was für mich das entscheidende war. Es war eine gute Leistung und dafür ein Kompliment.“

Eren Dinkçi: „Es war sehr schön. Ich habe ein Tor geschossen, wir haben drei Punkte hierbehalten. Besser geht es nicht. Es war sehr emotional für mich. Ich habe es nie verheimlicht, dass es schon immer ein Traum von mir war, hier zu treffen. Umso schöner, dass es geklappt hat. Der Matchplan war mit einer gewissen Intensität aufzutreten. Wir sind früh vorne raufgegangen und das wurde belohnt. Es gab auch Phasen, wo wir tiefer standen, trotzdem war die Intensität vorhanden, sodass wir wenig zugelassen haben. Die geschlossene Mannschaftsleistung müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen.“

Niclas Füllkrug: „Grundsätzlich will ich das heutige Spiel nicht zu hochhängen, so wie wir das Freiburg-Spiel auch nicht zu hoch gehängt haben. Es war ein starker Gegner, aber ein wenig war es wie vorgeschrieben. Vor der Ostkurve zu treffen, ist ein Gefühl, was man schwer in Worte fassen kann. Zudem war meine Familie im Stadion. Das ist einfach toll und daran werde ich mich immer erinnern. Alle von uns waren mit einer enormen Intensität dabei und haben gut gespielt. In der nächsten Woche wird es jedoch wieder ein ganz anderes Match. Dennoch können wir aus dem heutigen Spiel mitnehmen, dass wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung viel erreichen können.“

Ein Fußballspieler in grün-weißem Trikot, der vor Begeisterung auf dem Spielfeld jubelt, im Hintergrund sind Zuschauer zu sehen.
Marco Grüll erzielte einen Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor (Foto: W.DE).

Marco Grüll: „Das frühe 1:0 hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Leipzig war schon spielbestimmend, aber wir haben uns als Team gewehrt. Am Ende haben wir zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht und verdient gewonnen. Unterm Strich haben wir eine Partie gewonnen, da müssen wir nicht direkt in große Euphorie ausbrechen.“

Ludovit Reis: „Es war ein geiles Spiel, doch wir haben noch eine sehr lange Saison vor uns. Wir wissen, dass Leipzig eine Top-Mannschaft ist. Wie der Trainer gesagt hat, mussten wir aktiv und aggressiv gegen den Ball arbeiten. Das haben wir getan. Auf dieser Leistung, die wir als Team gezeigt haben, können wir aufbauen. Dennoch gibt es auch noch einiges zu verbessern.“

Youri Regeer: „Zunächst einmal: Die Fans haben eine atemberaubende Atmosphäre geschaffen. Natürlich ist es etwas ärgerlich, dass Leipzigs Torhüter noch leicht an meinem Schuss dran war, aber das ist dann so. Wir werden den heutigen Sieg feiern und dann konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel.“

Marco Friedl: „Wir wussten, was für eine Mannschaft auf uns zukommt. Und es war klar, dass wir in allen Bereichen eine Top-Leistung brauchen. Ich denke, dass wir das über 90 Minuten gezeigt haben. Ich würde auch nicht sagen, dass es ein unverdienter Sieg ist, weil wir einige hochkarätige Chancen im zweiten Durchgang hatten. Trotzdem mussten wir viel gegen den Ball arbeiten. Und da ein Kompliment an die Mannschaft, wie sie es gemacht hat. Ich bin sehr froh, dass wir nach dem ersten Spiel so eine Leistung abrufen konnten.“

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