Intensität als Schlüssel
EIN NACHBERICHT ZUM HEIMSIEG GEGEN LEIPZIG
07.09.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min
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Wenn ein Gegner wie Nationalspieler David Raum nach dem Spiel sagt, dass es ein sehr erwachsener Auftritt war, muss schon eine richtig gute Leistung auf den Rasen gebracht worden sein. Und auch auf dem Blatt Papier zeigt sich, dass der SV Werder Bremen beim 3:1-Sieg gegen Leipzig einiges richtig gemacht hat – allen voran in Sachen Laufleistung und Einsatzbereitschaft. Ein Nachbericht.
Während ein Tor, wie das 2:0 von Niclas Füllkrug, seine Deutlichkeit auf dem Scoreboard erhält, sind Grätschen oder Sprints oft nur Zahlen für Statistiker. Auf der anderen Seite können Abwehraktionen ein ganzes Stadion elektrisieren. „Mit seiner Grätsche nach drei Minuten hat Niclas Füllkrug direkt einen ersten Impuls gegeben“, blickt Cheftrainer Daniel Thioune auf den Samstag zurück.
Diese Leidenschaft, die beim ersten Bundesliga-Auftritt in Freiburg noch fehlte, zeigte der SVW von der ersten bis zur letzten Sekunde bei der Saison-Premiere im Weserstadion. „Wir haben von der Mannschaft verlangt, dass sie Grenzen verschiebt. Sie sollte in Bezug auf Willen und Leidenschaft zeigen, dass sie auf Augenhöhe mit den anderen Teams agieren kann und will. Wir haben am Samstag gesehen, wenn das Team diese Bereitschaft zeigt, dass es in der Lage ist ein absolutes Top-Team der Liga zu schlagen.“
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Trotz aller Freude über die ersten drei Zähler ist jedoch auch klar, „dass man sich nicht von dem Moment treiben lassen wird.“ Dieses Credo impfte Thioune seinem Team bereits nach dem Freiburg-Spiel ein, wo vieles, aber nicht alles schlecht war. Dementsprechend ist nach dem Heimsieg auch nicht alles gut, „da noch einige Themen auf der Agenda sind. Doch eins darf man immer erwarten: Dass die Mannschaft als Team auftritt.“
Und obwohl die Truppe aktuell noch ein ‚neuzusammengewürfelter Haufen‘ ist, griffen am Samstag erstaunlich viele Rädchen ineinander. „Selbst wenn viele neue Spieler auf dem Platz stehen, kannst du mit einem gemeinsamen Plan zumindest gegen den Ball agieren“, sagt Thioune, der gegen RB gezwungenermaßen mehrfach wechseln musste: „Die Jungs brauchen Zeit, um in den Rhythmus zu kommen. Da ist es normal, wenn du nicht über 90 Minuten gehen kannst.“ So wie auch Neuzugang Chuki, der um seinen Wechsel bat. „Chuki ist ein kreativer Spieler. Sehr viele Akteure sehen den Raum vor dem 1:0, aber nur die wenigsten spielen den Pass. Er muss sich noch etwas an die Bundesliga gewöhnen, weshalb es ihm guttut mit einigen gestandenen Spielern auf dem Platz zu stehen. Doch für sein Alter und für seine Situation, in einem neuen Land mit neuer Kultur, macht er das super.“
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