Dinkçi, Füllkrug & Grüll treffen: Werder gewinnt gegen Leipzig

DER SPIELBERICHT ZUM 3:1-HEIMSIEG GEGEN RB LEIPZIG

05.09.26 von Marcel Kuhnt | 4 Min

Fußballspieler in Grün und Weiß feiern auf dem Spielfeld ein Tor, während die Fans auf den Tribünen jubeln und die gegnerische Mannschaft in Rot zusieht.

Drei Punkte zum Heimspielauftakt: Der SV Werder Bremen ringt mit einem leidenschaftlichen Auftritt RB Leipzig mit 3:1 (1:0) nieder. Die Rückkehrer Eren Dinkçi (4.) und Niclas Füllkrug (68.) ließen das Weserstadion jubeln, zudem traf Marco Grüll (80.) für den SVW. Ridle Baku traf für Leipzig in der Nachspielzeit (90.+5). Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Dinkçi trifft früh, Leipzig-Elfmeter wird einkassiert

Werder Cheftrainer Daniel Thioune stellte seine Startformation auf drei Positionen um. Während Justin Njinmah (Muskelverletzung im Oberschenkel) und Senne Lynen (Beckenprobleme) verletzungsbedingt ausfielen, nahm Mick Schmetgens auf der Bank Platz. Die Last-Minute-Neuzugänge Youri Regeer und Arthur feierten gegen RB direkt ihr Debüt im Werder-Trikot. Zudem stand Eren Dinkçi erstmals wieder in der Startelf der Grün-Weißen.

Die Partie brauchte keinen Anlauf, um direkt auf Betriebstemperatur zu kommen. Der SVW begann forsch und war aggressiv in den Zweikämpfen. Nach einem hohen Ballgewinn bekam Niclas Füllkrug den Ball. Er setzte Chuki in Szene, der mit einem perfekten Pass die Defensivkette der Gäste zerlegte, wodurch Eren Dinkçi allein vor Maarten Vandevoordt stand. Werders Rückkehrer blieb eiskalt und erzielte den frühen Führungstreffer (4.).

Fußballspieler in Aktion während eines Spiels; ein Spieler in Grün versucht einen Schuss, während ein Torwart in Gelb sich hinwirft, um den Ball abzuwehren. Im Hintergrund sind Zuschauer zu sehen.
Eren Dinkçi traf bereits nach vier Minuten zur Führung (Foto: W.DE).

Im Anschluss verlegte sich das Spielgeschehen in die Hälfte der Grün-Weißen. Die Elf von Daniel Thioune stand kompakt in der Defensive und lauerte auf schnelle Umschaltaktionen. Leipzig, das zwischenzeitlich bis zu 70 Prozent Ballbesitz aufwies, bass sich jedoch an der Werder-Abwehrreihe die Zähne aus. Die erste gefährliche Aktion der Leipziger entstand nach einem Sprint von Antonio Nusa, der zunächst das Laufduell mit Amos Pieper gewann. Beim Versuch im Strafraum einen Abnehmer zu finden, konnte Pieper jedoch klären (19.).

Nach 24 Minuten zeigte Schiedsrichter Benjamin Brand dann auf den Elfmeterpunkt. Christopher Nkunku ging einem kurzen Ball hinterher und spitzelte die Kugel an Torhüter Karl Hein vorbei. Da bei der Aktion aber auch Werders Nummer eins am Ball war, wurde die Entscheidung nach Ansicht der Bilder berechtigterweise zurückgenommen.

Hein und Nkunku standen auch in der darauffolgenden Szene im Fokus: Nach einer Flanke von Ridle Baku kam Nkunku aus kürzester Distanz zum Abschluss, doch Hein parierte stark. Im weiteren Spielverlauf lief Leipzig weiter an, doch echte Großchancen entstanden nicht mehr.


HALBZEIT 2Füllkrug & Grüll entscheiden das Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel war der SVW direkt drin in der Partie: Regeer eroberte einen Ball an der Mittellinie und probierte aus 30 Metern den aufgerückten Vandevoordt zu überlupfen. Leipzigs Schlussmann konnte den Ball aber gerade noch an die Latte lenken (48.). Und auch Füllkrug war zu sehen – doch bei seinem gefährlichen Kopfball-Abschluss stand Werders Nummer zehn im Abseits (52.).

In der 56. Spielminute kam Leipzig erstmals im zweiten Durchgang zu einem Abschluss, aber der Kopfball von Willi Orbán nach einem Raum-Freistoß ging deutlich vorbei. Augenblicke später stand Orbán erneut im Mittelpunkt, als er nach einer Flanke mit Hein zusammenprallte (58.). Nach einer längeren Behandlungspause ging es für Werders Torhüter jedoch weiter.

Insgesamt ähnelte der zweite Durchgang dem ersten. Leipzig hatte viel Ballbesitz, Werder lauerte auf seine Chance – und die kam. Nach einem Eckball stand Füllkrug ganz allein. Aus 14 Metern schädelte er den Ball in die Maschen (68.).

Drei Fußballspieler in grün-weißer Kleidung feiern in der Nähe der Tribüne ein Tor, im Hintergrund ist ein vollbesetztes Stadion zu sehen.
Pure Ekstase: Füllkrug traf zum 2:0 (Foto: W.DE).

Leipzig gab sich aber noch nicht geschlagen. Nach einer Ecke kam der eingewechselte Tidiam Gomis zum Kopfball, den Olivier Deman auf der Linie klärte. Im Anschluss traf Nusa das Lattenkreuz (72.). Auf der Gegenseite verpasste Chuki mit einem Distanzschuss die Vorentscheidung (73.), die kurz darauf Marco Grüll besorgen sollte. Der eingewechselte Paul Erevbenagie lief auf das Leipziger Tor zu und scheiterte zunächst an Vandevoordt. Im Nachsetzen war jedoch Grüll zur Stelle und erzielte das 3:0 (80.).

Erst in der Nachspielzeit fand Leipzig ein Mittel gegen die stabile Werder-Defensive, als Ridle Baku traf (90.+5). Das brachte den 3:1-Heimsieg aber nicht mehr in Gefahr.

Damit zeigte der SV Werder eine deutliche Reaktion nach der Auftaktniederlage in Freiburg und packte die ersten drei Zähler der Saison auf sein Konto. Für die Thioune-Elf geht es in einer Woche weiter. Die Grün-Weißen gastieren am Samstag, 12.09.2026, um 18.30 Uhr zum Bundesliga-Topspiel des 3. Spieltags beim 1. FC Köln.


Statistik

SV Werder: Hein – Arthur (67. Schmetgens), Pieper, Friedl, Deman –Chuki (83. Musah), Regeer (83. Stalmach), Reis – Dinkçi (67. Erevbenagie), Füllkrug (75. Itten), Grüll

RB Leipzig: Vandevoordt – Baku, Orbán, Estève, Raum – El Aynaoui (75. Guiu), Seiwald, Banzuzi – Bakayoko (63. Gomis), Nkunku (83. Maksimovic), Nusa (83. Konate)

Tore: 1:0 Dinkçi (4.), 2:0 Füllkrug (68.), 3:0 Grüll (80.), 3:1 Baku (90.+5)

Gelbe Karten: Chuki / -

Schiedsrichter: Benjamin Brand

Zuschauer*innen: 39.713 (ausverkauft)

Die besten Bilder vom Heimsieg gegen RB Leipzig

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