Der "Unsung Hero"
MARCO GRÜLL AVANCIERTE GEGEN LEIPZIG ZUM MATCHWINNER
07.09.26 von Noah Kerndt | 4 Min
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Nach dem Spiel waren sich alle Beteiligten einig: Der Heimsieg gegen RB Leipzig war eine absolute Mannschaftsleistung. Trotzdem gab es mehrere Protagonisten, wie das Rückkehrer-Duo - bestehend aus Eren Dinkci und Niclas Füllkrug - die beide bei ihrer Heimkehr ins Weserstadion trafen. Und dann gab es da noch Marco Grüll, den „Unsung Hero“, der mit einem Treffer und einer Torvorlage maßgeblichen Anteil am ersten Heimsieg hatte.
Samstagnachmittag, 17.30 Uhr im Weserstadion: Spieler, Trainer und Staff des SV Werder versammeln sich, wie nach jedem Spiel üblich, auf Höhe der Mittellinie und bilden einen Mannschaftskreis. Doch eine Sache ist anders als sonst: Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Leipzig ist es nicht Cheftrainer Daniel Thioune, der zum Team spricht, sondern Marco Grüll. Thioune übergab das Wort an den 28-jährigen Österreicher als Würdigung seiner überragenden Performance während der 90 Minuten. „Was Marco Grüll heute abgerissen hat, war sensationell. Für mich war er der beste Spieler auf dem Platz“, honorierte der Cheftrainer die Leistung des Torschützen zum 3:0 nach Abpfiff.
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Bereits zwei Tage vor der Partie war Daniel Thioune auf der Spieltags-Pressekonferenz davon überzeugt, „dass Marco Grüll wieder deutlich häufiger auf dem Scorerboard erscheinen kann“. Und der Cheftrainer sollte Recht behalten. Während Grüll nach dem frühen Führungstreffer in der ersten Halbzeit in der Defensive glänzte, war er nach Wiederanpfiff mit einer Vorlage und einem Tor der Hauptverantwortliche für die Entscheidung. „Natürlich ist es schön, wenn man selber trifft und einen vorlegt, aber das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte holen“, resümierte der Flügelspieler bescheiden.
In der 68. Spielminute senkte sich ein Eckball von Werders Nummer 17 vor der Ostkurve punktgenau auf den Kopf von Niclas Füllkrug, der aus zwölf Metern zum viel umjubelten 2:0 einschädelte. „Standards entscheiden oft Spiele, Fülle köpft den aber auch überragend ein, das muss man aus der Distanz auch erst mal machen“, so Grüll, der nun in jedem Pflichtspiel der laufenden Saison einen Treffer per Eckball vorbereitete. Zwölf Minuten später entschied Grüll die Partie mit seinem Treffer zum 3:0 endgültig und setzte seiner persönlichen Leistung die Krone auf.
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Zwar war es am Ende Niclas Füllkrug, der zum Man of the Match von der Bundesliga gewählt wurde, doch der Torschütze zum 2:0 merkte im Interview an, „dass Grüllo das Ding heute mit Sicherheit auch verdient hätte“. Und auch Grüll selbst, der aufgrund seiner Variabilität jüngst von Daniel Thioune als 'Schweizer Taschenmesser' bezeichnet wurde, war mit seiner Leistung auf dem linken Flügel zufrieden. „Ich bin sehr ehrgeizig und gebe mich nicht schnell zufrieden. Heute kann ich sagen, dass ich zufrieden bin und es ein schöner Tag ist“, freute sich der Spielentscheider, der von Daniel Thioune nach Abpfiff in der Mixed Zone als „Unsung Hero“ getauft wurde, und fügte an: „Wenn wir so auftreten wie heute, können wir jeden Gegner schlagen!“
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