WERDERFRAUEN verlieren durch Last-Minute-Gegentor in Wolfsburg
DER SPIELBERICHT ZUM 2:3 BEIM VFL WOLFSBURG
06.09.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min
:quality(70))
Ist das bitter: Die WERDERFRAUEN führen lange beim VfL Wolfsburg und müssen sich am Ende trotzdem mit 2:3 (1:0) geschlagen geben. Luna Vanzeir (14.) und Elena Dhont (64.) trafen für den SVW. Mara Alber (58.) und Camilla Küver (88./90.+4) erzielten die Treffer für den VfL. Der Spielbericht.
HALBZEIT 1Vanzeir nimmt das Geschenk an
Auf drei Positionen veränderte Cheftrainerin Fritzy Kromp ihre Startelf im Vergleich zum Heimsieg gegen RB Leipzig. Wiktoria Zieniewicz, Marie Gmeineder und Lilli Purtscheller feierten ihr Startelfdebüt für die WERDERFRAUEN und ersetzten Lina Hausicke (Wechsel), Chiara D'Angelo (Fußverletzung) und Elena Dhont.
Die Grün-Weißen waren direkt gut drin im Match und kamen zu Abschlüssen. In der 4. Spielminute lag der Ball sogar das erste Mal im Tor der Wölfinnen. Nach einer Ecke, die zunächst geklärt werden konnte, gab es nochmal den hohen Ball in Richtung VfL-Strafraum. Torhüterin Stina Johannes kam raus und touchierte dabei leicht Mei Shimada. Während der Ball frei war und Isabella Jaron einschob, ging die Nationalspielerin zu Boden. Da die Aktion von Schiedsrichterin Miriam Schwermer bereits unterbunden war, zählte der Treffer nicht.
Zehn Minuten später durften die zahlreich mitgereisten Werder-Fans dann doch jubeln: Nach einer Abseitsposition wollte der VfL flach rausspielen. Johannes gab rüber zu Lieske Carleer, die am Strafraum den Ball querspielte und genau in die Füße von Luna Vanzeir gab. Werders Nummer 13 ließ sich dieses Geschenk nicht entgehen und traf zum 1:0 (14.) – ihr erstes Tor im Trikot der WERDERFRAUEN.
Danach entwickelte sich eine Partie mit wenigen Höhepunkten. Beim VfL war Cora Zicai der größte Aktivposten und kam zu vereinzelten Abschlüssen, die aber kaum Gefahr brachten (25./32.). Auf der Gegenseite verpasste Purtscheller einmal den Abschluss aus guter Position (42.). Die beste Möglichkeit vor dem Seitenwechsel hatte am Ende noch Lara Prasnikar, die am Fünfer eine Flanke von Lou Bogaert per Hacke weiterleiten wollte, aber gestört wurde (45.).
:quality(70))
HALBZEIT 2Dhont kontert Alber, K.O. in der Nachspielzeit
Die WERDERFRAUEN versuchten nach Wiederanpfiff an die Leistung der ersten Hälfte anzuknüpfen und verzeichneten über Vanzeir auch den ersten Abschluss des zweiten Durchgangs (47.). Im Anschluss übernahm aber der VfL das Kommando. Während Prasnikar noch knapp verpasste (50.), fiel kurze Zeit später der Ausgleich: Die wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Mara Alber köpfte einen Peddemors-Freistoß freistehend ins Tor (58.).
Der SVW musste sich kurz schütteln und hatte Glück: Einen langen Ball erlief Mariella El Sherif, spielte ihn jedoch genau in die Füße von Ella Peddemors. Sie probierte aus 45 Metern das leere Tor zu treffen, ihr Versuch landete aber nur auf dem Tornetz (60.).
In der Phase, wo das Spiel zu kippen drohte, schlugen die WERDERFRAUEN eiskalt zu. Vanzeir brachte einen Eckball an den Fünfer, wo die eingewechselte Elena Dhont einköpfte (64.) - ebenfalls ihr erstes Bundesliga-Tor. Sekunden später wäre es fast sogar noch besser gekommen, aber Shimada verpasste eine Hereingabe nur knapp (65.).
Der erneute Führungstreffer gab den Grün-Weißen zusätzliches Selbstvertrauen, um die wütenden Angriffe des VfL zu überstehen. Zunächst traf Peddemors die Latte, bei der anschließenden Ecke hatten mehrere VfL-Spielerin die Chance auf den erneuten Ausgleich (77.)
Das Team von Cheftrainerin Fritzy Kromp verteidigte im Anschluss leidenschaftlich und hätte durch Dhonts Lattenschuss fast noch erhöht (83.). Ein Treffer, der wichtig gewesen wäre. Denn in der 88. Minute kam der VfL zum Ausgleich: Nach einer flachen Hereingabe drückte Camilla Küver den Ball über die Linie. Das war vor 2.698 Zuschauer*innen jedoch nicht der Schlusspunkt. In der Nachspielzeit war es erneut Küver, die per Kopf für die Gastgeberinnen traf (90.+4). Es war der 2:3-Endstand aus Sicht der WERDERFRAUEN.
Für den SVW geht es am kommenden Freitag, 11.09.2026, um 18.30 im Weserstadion weiter. Dann ist der Hamburger SV zum Nordderby zu Gast am Osterdeich.
:quality(70))
Statistik
VfL Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer (78. Bjelde), Kleinherne, Carleer (66. Küver), Bogaert (56. Linder) – Huth, Minge, Peddemors, Zicai (56. Alber) – Vallotto (66. Piljic), Prasnikar
WERDERFRAUEN: El Sherif – Weiß, Ulbrich, Magerl (70. Magerl), Zieniewicz – Vanzeir (70. Ernst), Wirtz, Gmeineder – Purtscheller (58. Dešić), Shimada (81. Penner), Jaron (58. Dhont)
Tore: 0:1 Vanzeir (14.), 1:1 Alber (58.), 1:2 Dhont (64.), 2:2 Küver (88.), 2:3 Küver (90.+4)
Gelbe Karten: Linder, Johannes / Vanzeir, Gmeineder
Schiedsrichter: Miriam Schwermer
AOK Stadion: 2.698 Zuschauer*innen
)
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
)
:quality(80))