Echte Fußball-Romantik

NICLAS FÜLLKRUG UND EREN DINKÇI TREFFEN BEI IHRER RÜCKKEHR

05.09.26 von Marcel Kuhnt | 2 Min

Zwei Fußballspieler in grünen Trikots, die lächelnd Arm in Arm auf einem Spielfeld stehen, im Hintergrund eine jubelnde Zuschauermenge im Stadion.

Es ist schon fast zu romantisch. Oder vielleicht auch nicht. Dass beim 3:1-Heimsieg des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig mit Eren Dinkçi und Niclas Füllkrug zwei Rückkehrer treffen, ist Fußball-Romantik pur. Sowohl die beiden als auch die Fans freuts.

„Es war sehr emotional für mich. Ich habe es nie verheimlicht, dass es schon immer ein Traum von mir war, hier zu treffen. Umso schöner, dass es geklappt hat“, beschreibt Dinkçi seine Gefühlslage nach dem Treffer in der Mixed Zone. Ihm war es am Samstagnachmittag vorbehalten, den Türöffner für den ersten Saisonsieg zu sein und den ersten Stein des Matchplans in die Tat umzusetzen. „Die Idee war, dass wir das Stadion von Beginn an mitnehmen wollen. Das ist uns Dank der Grätsche von Fülle in der ersten Aktion sowie durch den Treffer direkt gelungen“, sagt Cheftrainer Daniel Thioune, der sich für beide Torschützen freute: „Beiden hat es mit Sicherheit gutgetan. Eren vielleicht sogar noch etwas mehr, wenn man die aktuellen Umstände bewerten darf.“

Wie emotionsgeladen auch Niclas Füllkrug die erste Heimpartie nach mehrjähriger Abstinenz angegangen ist, zeigte sein Jubel beim 2:0. „Es fühlt sich schon unwirklich an. Dieser Treffer vor der Ostkurve bedeutet mir viel und ist nochmal emotionaler, als woanders. Es ist fast so, als wäre es vorherbestimmt gewesen“, so der Torschütze, der bei genauer Betrachtung sogar einen Flashback hat. „Es war wie ein Déjà-vu. Das Tor erinnert mich ein wenig an den Treffer, den ich 2022/23 gegen Hertha BSC gemacht habe. Ich war relativ weit weg, es war ein Kopfball, es war vor der Ostkurve und wir haben alle zusammen gejubelt.“

Während Dinkçi und Füllkrug, der von der Bundesliga als Man of the Match ausgezeichnet wurde, als Rückkehrer ihre Comeback-Treffer feierten, durfte auch Marco Grüll – der ‚Unsung Hero‘ des SVW – seinen ersten Saisontreffer bejubeln. „Es freut jeden, wenn zwei ehemalige Werder-Spieler zurückkehren und die Tore schießen. Ich freue mich aber auch, dass Marco Grüll getroffen hat. Die gesamte Offensivreihe war erfolgreich. Zudem haben einige Jungs, die aus dem Leistungszentrum gekommen sind, ihr erstes Heimspiel gemacht“, blickt Thioune auf eine ganzheitliche Top-Leistung, die durchaus das Herz höherschlagen lässt. „Wenn ich auf das Ganze am Abend nochmal zurückblicke, kann da Fußball-Romantik aufkommen.“ Und das nicht nur beim Coach.

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