Aus Wut wurde Energie
DER NACHBERICHT ZUM 4:2-ERFOLG DER WERDERFRAUEN GEGEN FRANKFURT
16.03.26 von Maximilian Prasuhn | 5 Min
Der einsetzende Regen tat der grün-weißen Freude auf „Platz 11“ keinen Abbruch – im Gegenteil. Intensive 90 Minuten lagen hinter den Spielerinnen des SV Werder, die sich nach dem Schlusspfiff ausgelassen über den ersten Sieg des neuen Jahres freuten. Mit 4:2 rangen die WERDERFRAUEN ein in sehr guter Form angereistes Frankfurt nieder. Ein Nachbericht.
Dass die Ansprüche mittlerweile höher sind, hat sich das Team von Cheftrainerin Fritzy Kromp durch eine starke Hinrunde erarbeitet. Entsprechend kritisch wurden die jüngsten Ergebnisse der Grün-Weißen von außen bewertet. Zuletzt gab es zum Jahresstart „nur“ drei Remis in der Google Pixel Frauen-Bundesliga sowie das Pokal-Aus bei der SGS Essen. Am vergangenen Wochenende meldete sich der SVW nun auf beeindruckende Art und Weise zurück.
„Vier Tore zu schießen, tut uns allen extrem gut“, freute sich daher auch Cheftrainerin Fritzy Kromp. „Das hat allen Kritikern da draußen gezeigt: Mit uns ist zu rechnen, auch gegen einen Gegner wie Eintracht Frankfurt.“ Dabei war es vor allem die Moral, die ihr Team in dieser Partie eindrucksvoll bewies. „Was die Mannschaft heute geleistet hat, auch charakterlich, ist unbeschreiblich. Wir wussten, dass es ein guter Zeitpunkt ist, die Wut in Energie umzuwandeln. Wir waren sehr enttäuscht vom Mittwochsspiel. Da hatte sich einiges bei uns angestaut.“
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Trotz eines guten Starts galt es zunächst, einen 0:2-Rückstand zu verkraften. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben unglücklich die zwei Gegentore bekommen“, fasste Mara Alber die Anfangsphase zusammen. „Wir hatten einen guten Matchplan, ein gutes Gefühl auf dem Platz und haben uns nicht aufgegeben. Das wurde am Ende belohnt. Wir sind überglücklich mit dem Sieg.“
Alber war es auch, die mit ihrem grün-weißen Premierentreffer den perfekten Start in den zweiten Durchgang einläutete. Nach dem Mühlhaus-Doppelpack kurz vor der Halbzeit dauerte es diesmal acht weitere Zeigerumdrehungen, ehe Werder erneut jubelte. „Es war ein befreiendes Gefühl, als der Ball endlich drin war. Es war kein wunderschönes Tor, aber ein sehr wichtiges. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist“, sagte Alber, deren Trainerin Kromp sich sehr mit der 20-Jährigen mitfreute: „Wir sehen sie jeden Tag im Training. Sie weiß, wo das Tor steht. Sie kann mit rechts und mit links abschließen. Zuletzt gab es etwas Abschluss-Pech. Deswegen freut es mich für sie, dass das Ding heute über die Linie ist.“
Den Schlusspunkt der Partie setzte Medina Dešić, die eine kluge Weitergabe von Lena Petermann zum 4:2 vollendete. Durch den Sieg kletterte Werder auf den fünften Tabellenplatz – und erreichte gleichzeitig einen neuen Meilenstein: Mit nun 32 Punkten nach 18 Spieltagen stellten die Grün-Weißen einen neuen Bundesliga-Punkterekord auf.
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