Nächste schwere Aufgabe: Werder reist nach Nürtingen

VORSCHAU ZUM AUSWÄRTSSPIEL

20.02.26

Foto: S. Knief

Eine Woche nach dem überraschenden 29:24-Erfolg gegen Spitzenreiter HC Leipzig erwartet den SV Werder Bremen in der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten TG Nürtingen die nächste schwere Aufgabe.

Dabei gibt es eine interessante und zugleich herausfordernde Parallele zur Begegnung am vergangenen Wochenende: Während der HC Leipzig ohne jeglichen Verlustpunkt an die Weser gereist war, musste die TG Nürtingen im bisherigen Saisonverlauf in eigener Halle in acht Spielen noch keinen Zähler abgeben. Auch im DHB-Pokal sorgte der Werder-Gegner für Furore, schaltete in der ersten Runde Erstligist TuS Metzingen aus und verlor das Zweitrunden-Match gegen den VfL Oldenburg nur denkbar knapp mit 28:29.

Auch wenn auswärts nicht alles rund lief für den aktuellen Tabellenzweiten, so ist Nürtingen doch ein heißer Anwärter auf den Relegationsplatz und macht sich daher Hoffnungen auf einen Aufstieg ins Handball-Oberhaus. Das Rennen um den zweiten Rang ist jedoch umkämpft, auch Rödertal und die Füchse Berlin weisen derzeit wie Nürtingen acht Minuspunkte auf. „Wir stellen uns auf einen Gegner ein, der im Aufstiegsrennen alles tun wird, um einen Punktverlust zu vermeiden. Uns erwartet dabei in Nürtingen ein anderes Spiel als zuletzt gegen Leipzig“, weiß Werder-Cheftrainerin Renee Verschuren.

Das Hinspiel der beiden Teams in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle Anfang Oktober 2025 war das bisher einzige Spiel in dieser Saison, in dem die Grün-Weißen nahezu chancenlos waren. Bereits zur Pause stand es 8:18, am Ende dann 24:34. „Wir sind damals schwer in die Partie gekommen und mussten früh einem hohen Rückstand hinterherlaufen“, erinnert sich Verschuren. „Wir werden gut vorbereitet nach Nürtingen fahren und wollen deutlich besser spielen als im Hinspiel.“

Dabei müssen die Grün-Weißen ohne Mannschaftsführerin Alina Defayay auskommen, die nach ihrem im Leipzig-Spiel erlittenen Riss des Kreuzbands mehrere Monate ausfällt. „Das ist in Angriff und Abwehr eine erhebliche Schwächung für uns“, macht Verschuren deutlich. „Alina geht auf dem Spielfeld voran und gibt ihren Mitspielerinnen Orientierung. Aber wir haben schon gegen Leipzig gezeigt, dass wir ihren Ausfall mit mannschaftlichem Zusammenhalt kompensieren können. Wir werden alles geben, um auch aus Nürtingen etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen.“

Zu sehen gibt es die Partie zwischen der TG Nürtingen und dem SV Werder Bremen am Samstag, 21.02.2026, ab 19.30 Uhr wie gewohnt im kostenpflichtigen Livestream bei sporteurope.tv.

 

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