Unentschieden: Werder und Haunstetten trennen sich 25:25

Das Duell zwischen Werder und dem TSV Haunstetten endete ohne Sieger (Foto: hansepixx).
2. Handball-Bundesliga
Samstag, 12.11.2016 // 20:24 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Der SV Werder musste sich am Samstagabend mit einem Unentschieden zufrieden geben. In einem umkämpften Heimspiel trennten sich die Werderanerinnen mit 25:25 (15:12) vom TSV Haunstetten. Unter den Blicken von Vereinspräsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald und Aufsichtsratsmitglied Willi Lemke zeigte das Team von Coach Patrice Giron über weite Strecken eine ordentliche Defensivleistung, führte lange Zeit und erkämpfte sich nach spätem Rückstand in einer packenden Schlussphase immerhin einen Punkt. 

Vom Anwurf weg legten die Grün-Weißen engagiert und konzentriert los, schnell erarbeitete sich das Team eine 4:3-Führung (5.). Merle Heidergott, die drei der ersten vier Treffer erzielte, drückte der Anfangsphase ihren Stempel auf und war abermals erfolgreichste Werferin des SV Werder. Über 7:4 (10.) und 9:6 (15.) spielten sich die Handballerinnen des SVW anschließend einen konstanten Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Vor allem in der Defensive agierte Werder über weite Strecken sehr ordentlich. „Wir haben an der Abwehrarbeit geschraubt und können mit dem heute Gezeigten durchaus zufrieden sein. Vorne haben wir gegen eine offensive Deckung allerdings zu wenig getroffen“, sagte Trainer Patrice Giron.

Die Führung gab seinen Mannschaft dennoch über den gesamten Verlauf des ersten Durchgangs nicht ab. In den Minuten vor der Pause zogen die Grün-Weißen durch Treffer von Friedrich und Börsen sogar bis auf vier Tore davon, ehe Haunstetten mit dem Pausenpfiff noch zum 15:12-Halbzeitstand traf.

Mitte des zweiten Durchgangs leisteten sich die Grün-Weißen eine kleine Schwächephase, unter anderem mit zwei verworfenen Siebenmetern hintereinander, in dessen Folge der TSV zum 18:18-Ausgleich treffen konnte (44.) und schließlich den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Elf Minuten vor dem Ende gelang den Gästen aus Augsburg die erste Führung der Partie zum 20:21. Vor allem die starken Annika Schmid und Sarah Irmler kamen immer wieder zum Erfolg, sie erzielten insgesamt 14 Tore.

Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als könnten die Haunstetterinnen die Punkte entführen, doch trotz eines 23:25-Rückstands drei Minuten vor dem Ende bewiesen die Grün-Weißen große Moral und schafften in einer spannenden Schlussphase noch den Ausgleich. „Rein emotional war das ein sehr wichtiger Punkt. Eine Niederlage wäre nach dem Spielverlauf schon ein enormer Schlag in den Nacken gewesen“, resümierte Giron nach dem Spielende. „Wir wissen, dass es ein steiniger Weg ist und wir ein kleines Tief durchschritten haben. Unter dem Strich zählt heute zumindest der eine Punkt, darauf werden wir aufbauen“, so der Werder-Coach weiter.

SV Werder Bremen:
Meyer, Anschütz - Heidergott (6/1), Friedrich (2/2), Janssens, Heinrich (1/1), Neßlage (3), Osterthun (2), Börsen (2), Barger (2), Niemann (2), Otto (1)

TSV Haunstetten:
Frey, Müller - Toth, Niebert, Königsmann (1), Putzke (5), Duschner (2), Hochmair (2), Irmler (7), Knöpfle, Jung (1), Schmid (4/3)

 

ABTEILUNG HANDBALL

Martin Lange
Vorsitzender
SV Werder Bremen GmbH & Co. KG aA
Abteilung Handball
Franz-Böhmert-Straße 1c
28205 Bremen

Hauptsponsor Handball

Unser Partner

Partner Handball Bundesliga

Weitere News aus der Abteilung:

Die 3. Damen hat in der Landesklasse am ersten Spieltag gegen den ATSV Habenhausen II mit 24:23 gewonnen. In einem spannenden Derby ging es die ganze Zeit hin und her am Ende durfte aber bei den Grün-Weißen gejubelt werden.Im Vereinsinternen Duell setzte sich die 2. Herren gegen die 3. Herren in der Stadtliga B mit 24:21 durch. Die 2. Herren ist mit zwei Siegen aus zwei Spielen momentan...

11.09.2017

Die 1. Herren ist mit einem Sieg in die Bremenliga Saison gestartet. Durch einen Siebenmeter in der Schlußminute konnte sich die Mannschaft von Trainer Manfred Stark gegen den SVGO Bremen III mit 25:24 durchsetzen. Mit nur einem Punkt kamen die Oberliga-Damen zurück nach Bremen. Bei Mitaufsteiger Altenwalde gelang den Grün-Weißen in den letzten neun Minuten kein Treffer und so wurde aus einer...

04.09.2017

Alle Spiele sind gespielt, alle Sieger wurden gekürt. Das Pfingstwochenende stand bei der Handballabteilung der Grün-Weißen ganz im Zeichen des Weser-Cups, der am Montag erfolgreich zu Ende gegangen ist. 41 Teams verschiedenster Altersklassen aus ganz Deutschland und auch aus Polen nahmen an dem traditionellen Turnier des SV Werder teil.

06.06.2017

In diesem Jahr kämpfen 41 Mannschaften von der E- bis zur B-Jugend um den Sieg beim Weser-Cup 2017. Nach der Pause im letzten Jahr, läd der SV Werder Bremen wieder zum traditionsreichen Pfingstturnier. Von Samstag bis Montag messen sich Mannschaften aus ganz Deutschland und sogar Polen in der Hermine-Berhold-Straße und Hemelinger Straße.

02.06.2017

Die weibliche B-Jugend hat sich vor heimischer Kulisse den Turniersieg beim Qualifikationsturnier zur Oberliga gesichert und ist damit in der kommenden Saison wieder in der Vorrunde dabei. Die männliche C-Jugend hat den Sprung in die Landesliga hingegen verpasst, ebenso die männliche B-Jugend. 

29.05.2017

Nach einer Saison heißt es auch immer Abschied nehmen. Am vergangen Samstag wurden nach dem Spiel gegen den SV Union Halle-Neustadt gleich sechs wichtige Personen aus dem Kreis der 1. Damen verabschiedet. Mit Katrin Friedrich, Marilena Niemann und Rafhaela Priolli verlassen drei Spielerinnen die Mannschaft.

25.05.2017

Toller Erfolg für Merle Heidergott: Werders Rückraumspielerin hat sich bei der Wahl der besten Spielerin der abgelaufenen Zweitliga-Saison den dritten Platz gesichert. Die vom Ligaverband HBF durchgeführte Abstimmung, bei der jeweils die Trainer(innen) und Spielführerinnen der 16 Teams ihre Top 3 nennen konnten, gewann Spielmacherin Sarah van Gulik von Meister HSG Bensheim/Auerbach. Zweite wurde...

24.05.2017

Zwei Jahre lange trainierte Patrice Giron, die Werder Mädels in der 2. Bundesliga. Zwei Mal führte er die Mannschaft zum Klassenerhalt. Es waren zwei Jahre in denen Giron vieles hinten angestellt hat, denn der Trainer lebt Handball, 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Vor seinem letzten Spiel an der Seitenlinie gegen den SV Union Halle-Neustadt, zog er sein Fazit zu der intensiven Zeit. 

22.05.2017