Lara ist Bremer Schnellschach-Meister und -Meisterin 2026
30.04.26 von Lara Schulze
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Am Samstag, dem 25. April, wurde in Findorff das Burkhard-Mentz-Memorial ausgetragen, welches gleichzeitig die Bremer Schnellschach-Meisterschaft war.
Es wurden 7 Runden Schnellschach mit dem Modus 15 Minuten + 5 Sekunden Inkrement pro Zug gespielt.
Ich startete mit drei Siegen gegen Joel Schmidt, Maximilian Stiller und Werderaner Joshua Grabowski, welcher übrigens bei diesem Turnier ganze 50 Rapid-Elo-Punkte gewann.
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In Runde 2 verhalf mir folgende Taktik zum Sieg. Der letzte Zug meines Gegners war Tac1, wonach ich den Spieß mit 19...Lf4 spielen konnte. Nun kann die Dame nicht den Springer auf c2 schlagen, da Weiß nach 20.Dxc2 Dxc2 21.Txc2 mit 21…Te1 Grundreihen-Matt gesetzt wird.
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In Runde 3 spielte ich in dieser Stellung das Figurenopfer 19.Lf6! Nun droht man mit Dg5 nebst Dh6 auf den schwarzen Feldern mattzusetzen.
Schwarz muss das Opfer also annehmen. 19…exf6 10.exf6 (wieder mit Mattdrohung auf g7) und 20…Tad8. Nun kann man noch nicht direkt mattsetzen, da der König über f8-e8 usw. herauslaufen könnte.
Ich brauchte also mehr Angriffsfiguren, welche ich mit 21.Tac1 Df8 22.Tc3 ins Spiel gebracht habe. Nun gibt es keine Verteidigung gegen Tg3+. Mein Gegner versucht es mit 22…f4, aber nach 23.Tc5 ist Tg5+ nicht ohne die Rückgabe der Mehrfigur zu verhindern.
Interessant ist, dass 23.Th3 Lxh3 24.gxh3 nebst Tg1 sogar noch schneller zum Matt geführt hätte.
In Runde 4 spielte ich Remis gegen FM David Höffer, während ich in Runde 5 eine gute Stellung „verdaddelte“ und eine Niederlage gegen FM Vladislav Lymar hinnehmen musste.
Dann setzte ich allerdings nochmal zum Schlusssprint an: In Runde 6 besiegte ich Obediah Saah in einem langen Endspiel mit Mehrbauer und ungleichfarbigen Läufern.
In der letzten Runde spielte ich gegen Werderaner Max Weidenhöfer. Damit kam es zum direkten Duell um den Titel „Bremer Schnellschach-Meister“, welchen der bestplatzierte Bremer Teilnehmer erhält. Auch Rolf Hundack hatte vor der letzten Runde noch Chancen auf den Titel, verlor aber in der letzten Runde gegen IM Jakob Pajeken. So wurde der Titel am Brett von Max und mir vergeben.
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Der kritische Augenblick war an dieser Stelle. Hier spielte Max den Zug 17…Sg6, um den Bauern e5 zu decken. Diesen Zug konnte ich jedoch mit 18.h4 kontern, der die starke Drohung h4-h5 aufstellt. Schwarz hat dagegen keine gute Verteidigung. Es folgte 18…b5 19.axb5 cxb5 20.Se3 und der Springer kommt auf das schöne zentrale Feld d5. Wenig später gewann ich diese Partie, erreichte damit 5,5/7 und landete im Gesamtturnier auf dem 5. Platz.
Da aber die vor mir Platzierten nicht aus Bremen kamen, war ich so bester Bremer Spieler.
Damit bin ich Bremer Meister der Herren (und gleichzeitig Bremer Meisterin der Frauen) im Schnellschach.
So bin ich nun auch zur Deutschen Schnellschach-Meisterschaft der Männer bzw. offene Klasse qualifiziert. Da diese aber gleichzeitig mit der Deutschen Schnellschach-Meisterschaft der Frauen stattfindet, stand ich wieder vor der Qual der Wahl. Nach meinen drei Titeln als Deutsche Schnellschachmeisterin 2021-2023 und meinem Vize-Titel im letzten Jahr, habe ich mich dafür entschieden wieder bei den Frauen um den nächsten Deutschen-Meistertitel mitzuspielen.
Die Deutsche Schnellschach-Meisterschaft findet am 20. Und 21. Juni in Paderborn statt.
Sieger des Burkhard-Mentz-Memorial wurde GM Eduard Andreev mit einem halben Buchholzpunkte Vorsprung auf IM Jakob Pajeken.
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Insgesamt waren 14 Werder-Spieler am Start: Im A-Open holte Olaf Steffens 5/7 und landete auf Platz 9. Max Weidenhöfer kam auf 4,5 Punkte, Henry Engelhaupt auf 4 Punkte (+58 Rapid-Elo), Joshua Grabowski auf 3,5 Punkte (+50 Rapid-Elo). Tim Zimmer, Moritz Romberg (+44 Rapid-Elo) und Max Petendra holten 3 Punkte, Timo Kollmann (+36 Rapid-Elo) und Theresa Schube 2 Punkte. Im B-Open spielten Bremer U8-Meister und Meisterin Lene Romberg (3,5 Punkte) sowie Nina Arend (3 Punkte), Henri Hüngerle (2,5 Punkte) und Marta Stumpe (2 Punkte) mit.
Bis bald,
eure Lara
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