DEL stürmt die Werderburg
Oberliga Nord West
24.03.26 von Olaf Steffens
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Die Aufstiegskandidaten aus Delmenhorst waren zu Gast, und Werder 3 hat versucht dagegenzuhalten. Hat’s geklappt? Nein. Wie schon zuvor in dieser Saison gegen Hannover, Nordhorn und Oldenburg verloren wir zu Hause, unsere grün-weiße Werderburg in der Hemelinger Straße hat nicht gehalten.
Jeweils gibt es an einem Spieltag ja immer nur acht Partien, um so einen Mannschaftskampf in die eine oder andere Richtung kippen zu lassen. Wir Werderaner kippten heute eher langsam. Erst nach vier Stunden entschied sich die erste Begegnung, dann die zweite, alsbald die dritte. 0:3? Das holen wir doch noch auf – oder?
Oder nicht. Am Ende flog uns der Spieltag mit einem 1,5:6,5 um die Ohren, und die spielstarken Praktiker von der Delme zogen mit zwei dicke verdienten Mannschaftspunkten von dannen. DEL ist nun noch weiter heftig mit dabei, zusammen mit Nordhorn und Lister Turm im Rennen um den ersten Tabellenplatz. Da haben wir doch gerne, wenngleich unfreiwillig, mitgeholfen! (?)
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Die schachsportliche Unbill nahm fast das gesamte Werder-Team in Beschlag. Erst musste David Kardoeus die Hand zur Niederlage reichen (gegen Theis Pahl, ein starker Mann), bald folgte Peter Lichman, der gegen Maurice Schippers ein kühnes Figurenopfer brachte, dann aber nach und nach ausgebremst wurde. Romantisches Schach scheint nicht mehr belohnt zu werden – was sind das bloß für Zeiten.
Auch SF Steffensen reihte sich hübsch ein in diese Linie des Schmerzes. Nach dem etwas kruden Aufgalopp 1.e2-e4, c7-c6 2.Sb1-c3, Sg8-h6 3.d2-d4, g7-g6 4. g2-g4, f7-f6 stand er gegen Erik Pahl bald überraschend gut.
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Doch was nützt das, wenn man im Überschwang dann übereilt eine Figur opfert für unklare Kompensation, luschig kalkuliert und völlig ohne Not? Kontrollierte Offensive im Stile von Otto Rehhagel jedenfalls geht anders.
Gegen Erik kommt man mit so einem wilden Ansturm zu Recht nicht durch, und irgendwann nach der Zeitkontrolle war auch in dieser Partie die letzte Strophe gesungen.
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Weitere Niederlagen folgten an den Brettern von Maria Efimenko und David Lobzhanidze, bei beiden Stützen unserer Dritten sah es lange Zeit stabil bis gar nicht mal so schlecht aus.
Allein Prof Reiner Franke vermochte sich dem trüben Treiben zu widersetzen und hebelte mit Bernd Korsus ein veritables Delmenhorster ELO-Bollwerk aus. Glückwunsch!
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Daniel Chitsazian hatte gegen Florian Mossakowski aussichtsreich zwei Mehrbauern erobert, wenngleich um den Preis eines dramatisch schlechten Läufers. Es ging hin und her, Daniel geriet in Zeitnot, und Florian machte mit einem Königsangriff schließlich den Sack entschieden zu.
Als letzter Grün-Weißer war nun Stephan Buchal noch im Rennen, der gegen Fred Hedke phasenweise sehr aussichtsreich stand. Stephans Remis der Stärke gab dem Mannschaftskampf am Ende noch eine leicht versöhnliche Note. Das Ergebnis von 1,5:6,5 war natürlich trotzdem ein heftiges Knock-Out.
Das Gute ist – trotz Schmach und einer hohen Heimpleite werden wir der nordwestlichen Oberliga erhalten bleiben. Osnabrück unterlag mit 0,5:7,5 gegen Hannovers Listige Türme sogar noch höher als wir, und selbst in der allertheoretischsten aller Welten können sie uns daher jetzt nicht mehr einholen.
Klassenerhalt, Leute!
Und nächstes Jahr, logisch, nehmen wir Revanche gegen Delmenhorst. (Und Nordhorn. Und Hannover und Lehrte. Und Oldenburg!)
Es folgt ein österlicher Werbeblock unseres geschätzten Autors:
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Es ist wieder soweit – die kleinen Lämmer sind da. Osterlämmer!
Auch in Bremen freuen sie sich ihres jungen Lebens, und das ist spitze.
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Schön, oder?
Bitte lasst die Lämmer in diesem Jahr in Ruhe, lasst sie aufwachsen, herumspringen und großwerden.
Freut Euch mit uns an Ihnen, und esst sie – falls Ihr das vorhattet – nicht auf.
Danke!
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