Bundesliga bewegt den Ganztag: Fachlicher Austausch im Weserstadion
05.02.26 von Neomi Famulla | 4 Min
Bewegung als fester Bestandteil des schulischen Ganztags stand im Mittelpunkt der Fachtagung „Bundesliga bewegt den Ganztag – gemeinsames Wirken von Proficlubs und Bildungseinrichtungen im Sozialraum“, die am 3. und 4. Februar im Weserstadion stattfand. Der SV Werder Bremen richtete diese Veranstaltung gemeinsam mit der DFL Stiftung aus und brachte dabei zahlreiche Expert*innen aus Sport, Bildung, Politik und Wissenschaft zusammen.
Vor dem Hintergrund des ab dem kommenden Schuljahr geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder diskutierten die Teilnehmenden, wie Bewegungsangebote nachhaltig und qualitativ hochwertig in den Ganztag integriert werden können. Ziel der Fachtagung war es, bestehende Erfahrungen zu bündeln, Herausforderungen zu benennen und praxisnahe und realistische Lösungsansätze zu finden.
SVW-Geschäftsführerin für Sport und Nachhaltigkeit, Anne-Kathrin Laufmann, eröffnete die Veranstaltung am Dienstagabend. „Zu oft erleben Kinder derzeit einen Ganztag, der den Vormittag einfach verlängert: eng getaktet, voller Anforderungen, mit zu wenig Raum für Bewegung, Spiel und echte Entwicklung“, erkennt sie, „Ich bin überzeugt: Wenn wir den Mut haben, Strukturen neu zu denken, Vertrauen zu stärken und Kindern mehr Zeit und Freiraum zu geben, kann Ganztag zu einem echten Gewinn für alle werden – für Kinder, Familien und die pädagogischen Mitarbeitenden in Schulen.“ Auch Franziska Fey, Vorstandsvorsitzende der DFL Stiftung, begrüßte alle Anwesenden und betont: „Entscheidend ist, wie die Zeit im Ganztag gestaltet wird: Mit guten Angeboten, qualifizierten Partnern und dem Blick darauf, was die Kinder wirklich brauchen – was sie wirklich wollen. Bewegung wird da oft an erster Stelle genannt.“ Damit wurden die Leitfragen der Tagung bereits angesprochen: Was wollen die Kinder und wie kann Bewegung als fester Bestandteil des Ganztag-Alltags integriert werden?
Kinder brauchen Bewegung für ihre Entwicklung
Bewegung für Kinder und Jugendliche ist von zentraler Bedeutung und muss gezielt gefördert werden – ein Punkt, der während der gesamten Tagung immer wieder hervorgehoben wurde. An Schulen wurde diesem Recht lange Zeit nicht die nötige Priorität eingeräumt; körperliche Aktivität galt häufig als nachrangig. Insbesondere angesichts der zukünftig verlängerten Aufenthaltszeiten von Kindern und Jugendlichen in Schule und Betreuung soll sich dies nun ändern – unter anderem durch Kooperationen mit Sportvereinen und Initiativen wie „Bundesliga bewegt“. „Diese Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen – im Zusammenspiel mit den Akteur*innen, die heute hier sind: Aus Politik, Bildung und Sport. Genau deshalb ist diese Fachtagung so wichtig. Sie soll inhaltliche Impulse setzen, den fachlichen Austausch zwischen Sport und Bildung ermöglichen und die Weiterentwicklung sozialraumorientierter Bewegungsideen anregen“, sagt Anne-Kathrin Laufmann.
Für einen realistischen Blick darauf, was an Schulen möglich und nötig ist, waren unter anderem Prof. Dr. Miriam Kehne von der Universität Paderborn, Bob Blume, Lehrer, Autor und Bildungsaktivist und Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen, zu Gast, die den Anwesenden die Bedeutung von Bewegung für die körperliche und mentale Entwicklung nahelegten und gleichzeitig Probleme im Schulsystem aufzeigten. Henrik Oesau, SVW Teamleiter für Soziales und Vorstandsmitglied der SV Werder Bremen Stiftung, zeigte auf, wie die sozialraumorientierte Sportidee [SPIELRAUM] in den Bremer Ganztag einwirkt und wie sich der Verein bislang in das Schulsystem eingliedert.
In Podiumsdiskussionen wurden Ideen ausgetauscht, bereits bestehende Ansätze besprochen und Impulse gesetzt, wie Sportvereine, wie die über 20 Clubs der 1. und 2. Bundesliga, die an der „Bundesliga bewegt“-Initiative teilnehmen, sich einbringen und helfen können. Die Teilnehmer*innen konnten sich im Laufe des Mittwochs an verschiedenen Roundtables und Workshops zusammenfinden, Themen wie „Vernetzung im Sozialraum“, „Finanzierung“ und „Eltern bewegen mit“ genauer behandeln und sich im Nachhinein mit anderen Bereichen austauschen.
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