Mit zwei Gesichtern
DER NACHBERICHT ZUM SIEG IM DFB-POKAL GEGEN DEN LÜNEBURGER SK HANSA
24.08.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Die Hauptaufgabe ist erfüllt. Der SV Werder ist mit einer souveränen Vorstellung gegen den Lüneburger Sport-Klub Hansa (3:0) in die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen. Sicherlich hätten die Grün-Weißen gerne das eine oder andere Tor mehr erzielt und erkannten in den beiden Halbzeiten zwei unterschiedliche Gesichter. Gleichzeitig nutzten sie den Pflichtspielauftakt auch als letzte Testphase. Ein Nachbericht.
Immerhin nominierte Cheftrainer Daniel Thioune für seine Startelf gleich Niclas Füllkrug und Ludovit Reis, die bei ihren vorherigen Klubs nur wenig Spielzeit bekamen. Genauso begann Senne Lynen, der weite Teile der Sommervorbereitung mit Problemen an der Bauchmuskulatur verpasste. „Für mich war es ein besseres Testspiel, denn wir haben eine Menge ausprobiert und für sie war es ein Test unter Wettkampfbedingungen“, sagt Thioune. „Unser Spieltempo war ausbaufähig und wir haben in der ersten und zweiten Halbzeit zwei Gesichter gezeigt.“
Die erste gute Möglichkeit bot sich Reis schon nach wenigen Sekunden, als er eine Stage-Hereingabe aus der Luft knapp über den Querbalken beförderte (1.). Trotz weiterer Gelegenheiten stand nach einem einseitigen ersten Abschnitt mit viel Ballbesitz nur ein Kopfballtor von Stage nach einer Deman-Ecke auf der Ergebnistafel (11.). „Wir haben viel zu langsam gespielt“, hadert Kapitän Marco Friedl, der in der Pause an den Matchplan erinnerte. „Wir haben die Dinge deutlich angesprochen und in der zweiten Halbzeit war es besser.“
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Die Joker Paul Erevbenagie und Chuki brachten frischen Wind in die Partie, doch der Spanier verpasste hauchzart den zweiten Treffer (51.). Stattdessen war es ein hoher Ballgewinn von Stage, nach dem er einen Elfmeter herausholte, den Füllkrug souverän verwandelte. Kurz nach dem einzig nennenswerten Abschluss der Lüneburger durch Nevio Scheuer (74.) machte Reis mit einem abgefälschten Schuss den Deckel drauf (76.). „Wir haben keine Umschaltmomente zugelassen“, lobt Thioune die Stabilität: „Insgesamt war es ein ordentlicher Auftritt, der ausbaufähig war.“
Trotzdem sind sich die Protagonisten einig, dass sie vor dem Bundesliga-Start beim Sport-Club Freiburg noch Arbeit vor sich haben. Der Europapokal-Teilnehmer bestraft jeden Fehler eiskalt und wird die Hintermannschaft vor eine neue Herausforderung stellen. „Es wird ein ganz anderes Spiel“, betont Innenverteidiger Friedl. Auch Coach Thioune sagt mit Blick auf die Trainingswoche ab Mittwochnachmittag: „Wir haben Arbeitsaufträge, sodass wir noch ein bisschen was tun können.“
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