Alvarez sticht ins Nati-Herz: Itten und Schweiz scheitern an Argentinien
SO LIEF DAS WM-VIERTELFINALE FÜR ITTEN UND DIE SCHWEIZ
12.07.26 von Moritz Studer | 2 Min
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Trotz langem Kampf in Unterzahl: Die Schweiz ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Kanada, Mexiko und den USA im Viertelfinale ausgeschieden. Im Duell mit Weltmeister Argentinien geriet die Nati um Werder-Neuzugang Cedric Itten im zweiten Durchgang in Unterzahl. Die Schweiz rettete sich zwar in die Verlängerung, musste sich dort aber dem Dauerdruck des Weltmeisters am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Ein Spielbericht.
Argentinien half zunächst ein früher Treffer, um die Schweiz mehr in die Verantwortung zu nehmen. Nach einer Ecke von Lionel Messi verpasste Djibril Sow die Hereingabe, weswegen Alexis MacAllister am Fünfmeterraum hochstieg und die Kugel über die Linie drückte (10.). Die Nati ließ sich von diesem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen und lief geduldig an. Nach dem Seitenwechsel fand die Schweiz dann auch die gewünschte Lücke: Dan Ndoye kam nach einem Doppelpass mit Ricardo Rodriguez zum Abschluss und schloss aus schwierigem Winkel zum Ausgleich ab (67.).
Der Jubel der Elf von Nationaltrainer Murat Yakin hielt aber nur für wenige Augenblicke. Der bereits gelbvorbelastete Breel Emobolo leistete sich eine Schwalbe, auf die der VAR den portugiesischen Referee Joao Pinheiro aufmerksam machte (72.). Damit verändert sich die Statik des Spiels, weil die Albiceleste mit dem Powerplay den Strafraum belagerte. Dadurch bekam auch Messi zunehmend mehr Ballkontakte und schnupperte mit gefährlichen Torabschlüssen an der Entscheidung (85., 90.+2).
Für Itten schwand damit die Aussicht auf Spielzeit, nachdem er zuvor bei seinen drei Joker-Einsätzen immer für den des Feldes verwiesenen Emobolo ins Spiel kam. Coach Yakin entschied sich stattdessen mit Zeki Amdouni für eine umschaltfreudigere Spitze, der aber nur selten für die angestrebte Entlastung sorgte. Als sich die Schweiz wacker in Richtung des Elfmeterschießens kämpfte, fasste sich Julian Alvarez ein Herz und schlenzte das Leder von der Strafraumkante ansehnlich ins Kreuzeck (112.).
Die Schweiz ging mit der Einwechslung von Ruben Vargas All-In, erschöpfte damit aber auch sein Wechsel-Kontingent. Dadurch stand fest, dass Itten in Kansas City nicht zum Einsatz kommen würde. Die Uhr tickte immer schneller gegen die Nati, ehe Argentinien nach einem Konter durch Lautaro Martinez mit dem 3:1-Endstand den Deckel draufmachte (120.+1). Der Titelverteidiger trifft nun im Halbfinale am Mittwochabend, 15.07.2026 um 21.00 Uhr auf England. Itten tritt damit die Heimreise an und wird voraussichtlich in drei Wochen in Bremen erwartet.
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