"Ich haue mich in alles rein"
NEUZUGANG FELICIA STRÄßER IM INTERVIEW
25.05.26 von Maximilian Prasuhn | 6 Min
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Mit 18 Jahren blickt Felicia Sträßer bereits auf zwei Spielzeiten in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Gleichzeitig ist sie die dritte Spielerin des FC Carl Zeiss Jena, die in diesem Sommer von der Saale an die Weser wechselt. Im Interview mit WERDER.DE sprach sie über ihren Entschluss, den Heimatverein zu verlassen, ihre Stärken und ihre Ziele bei Werder.
WERDER.DE: Moin, Feli! Schön, dass du bei uns bist. Warum hast du dich entschieden, zu Werder zu wechseln?
Felicia Sträßer: Ich habe auf jeden Fall nach einer neuen Aufgabe gesucht. Werder, der Verein, die Raute, die Tradition – das spricht mich sehr an. Ich glaube, dass ich hier sehr gut meine nächsten Schritte verwirklichen kann. Deswegen freue ich mich sehr, nächste Saison für Werder auflaufen zu dürfen.
WERDER.DE: Was bei dir auffällig ist: du bist erst 18 Jahre, hast aber bereits zwei Saisons in der Google Pixel Frauen-Bundesliga hinter dir. Du hast aber noch nie bei uns hier auf „Platz 11“ gespielt.
Felicia Sträßer: Das ist richtig. (schmunzelt)
WERDER.DE: Wie hast du Werder trotzdem wahrgenommen in deinen zwei bisherigen Erstliga-Jahren?
Felicia Sträßer: Werder hat in den letzten zwei Jahren sehr konstante Saisons gespielt und da ordentlich abgeliefert. Wenn man sich die Spiele angeschaut hat, haben sie oft attraktiven Fußball gespielt. Da hat es Spaß gemacht, zuzugucken. Von dem her konnte man gar nicht Werder nicht wahrnehmen. Auch wenn ich noch nicht persönlich auf „Platz 11“ spielen konnte, ist es dann umso besser, dass ich das ab nächster Saison jedes Heimspiel machen darf.
WERDER.DE: Da freuen wir uns drauf! Du bist ein FCC-Urgestein, deine Familie hat in dem Verein auch einen gewissen Background. Dein Papa, dein Opa: beide haben mal für Jena gespielt. Warum hast du dich trotzdem dazu entschlossen, deinen Heimatverein zu verlassen und bereits mit 18 Jahren die nächste Herausforderung zu suchen?
Felicia Sträßer: Es ist zwar schön, in einem Verein groß zu werden und die ersten Schritte zu gehen. Ich durfte in Jena als Spielerin reifen. Aber für mich ist es jetzt an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und eine neue Herausforderung zu suchen. Deswegen ist es jetzt der Schritt aus dem Verein raus geworden. Es ist mir nicht leichtgefallen, aber ich freue mich trotzdem auf alles, was jetzt kommt.
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WERDER.DE: Du giltst als Allrounderin auf dem Platz, kannst mehrere Positionen spielen. Auf was für eine Spielerin dürfen sich die Werder-Fans freuen?
Felicia Sträßer: Ich bin eine Spielerin, die viel über ihre Physis und Athletik kommt. Ich haue mich in alles rein, habe keine Angst, bin sehr kopfballstark und führe meine Spiele zweikampfbetont. Ich denke, die Werder-Fans dürfen sich darauf freuen, 100 Prozent Intensität auf dem Platz zu sehen.
WERDER.DE: Du bist ein Neuzugang aus Jena, aber nicht die erste, die in diesem Sommer den Weg aus Jena an die Weser findet. Wie war dein Austausch mit Elena, Isabella und vielleicht auch schon mit Mariella, die bereits seit einem Jahr hier ist?
Felicia Sträßer: Wir haben das alle unabhängig voneinander geplant. Irgendwann hat man mal untereinander gefragt, wo jede hingeht. Als dann mehrere „Werder“ gesagt haben, sind wir natürlich ins Gespräch gekommen, haben uns darüber ausgetauscht, beispielsweise zur Wohnungssuche. Es macht Bock, dass man auch schon Leute kennt. Das sind alles supernette Mädels und ich freue mich, auch weiterhin mit ihnen spielen zu dürfen.
WERDER.DE: Eine andere Spielerin, die früher mal den Weg aus Jena zu uns gefunden hat, ist Lina Hausicke. Ist sie daher vielleicht auch eine Art Vorbild für dich?
Felicia Sträßer: Sie ist relativ jung von Jena weggegangen und mittlerweile seit fast zehn Jahren hier in Bremen. Sie ist hier zur Führungsspielerin herangereift und so konstant und eine richtige Profi-Athletin. Auch wie sie sich präsentiert und welche Bedeutung sie für die Fans und den Verein hat, kann auf jeden Fall ein Vorbild sein.
WERDER.DE: Wie sehen deine eigenen Ziele hier bei Werder aus?
Felicia Sträßer: Ich möchte mich natürlich persönlich in meinen Punkten weiterentwickeln, aber auch mit dem Team die nächsten Schritte gehen, weiter anknüpfen wie die letzten zwei Saisons gelaufen sind und alles geben, Siege holen und eine gute Saison spielen.
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