"Da war mir klar, dass ich diese Chance ergreifen möchte"

NEUZUGANG CHUKI IN DER MIXED ZONE

15.07.26 von Moritz Studer | 3 Min

Chuki auf dem Platz.

Die ersten Trainingseinheiten liegen nun hinter Werder-Neuzugang Chuki. Der 22-jährige Spanier hat also erste Eindrücke von seiner neuen sportlichen Heimat gesammelt. Am Mittwochnachmittag, 15.07.2026, beantwortete Chuki mithilfe einer Dolmetscherin die Fragen der Journalist*innen in einer Mixed Zone und sprach dabei über...

…die ersten Tage in Bremen: „Die ersten Tage waren sehr gut und ich bin gut angekommen. Alles, was ich gesehen und kennengelernt habe, lässt mich vermuten, dass ich mich hier schnell einleben kann. Die Kommunikation läuft auf Englisch und ich nehme auch Englisch-Unterricht. Auf Deutsch kann ich bisher nur einzelne Wörter. Alle geben sich große Mühe, für mich zu übersetzen und mich mit einzubeziehen. In dieser Mannschaft unterstützt jeder den anderen.“

…seinen Wechsel nach Deutschland: „Für mich war das in der Tat ein großer Karriereschritt, der mir viel Selbstvertrauen gibt. Ich habe mitbekommen, dass bei Werder und in der Bundesliga eine gute Stimmung ist. Das ist für mich eine Veränderung, aber ich war mental darauf gut vorbereitet. Es ist mein Traum und Wunsch gewesen, nach Deutschland zu wechseln. Denn ich möchte noch andere Länder und Ligen kennenlernen, wie sie Fußball leben. Ich bin mit Lust und Begeisterung auf den deutschen Fußball hier angekommen.“

…seinen Namen Chuki: „Ich habe diesen Spitznamen schon, seit ich denken kann. Schon als kleines Kind und auch beim Fußball hat mich nie jemand anders genannt. Der Name ist mein Markenzeichen geworden und stand auch immer auf meinen Trikots. Er hat keine wörtliche Bedeutung.“

…den Empfang der Werder-Fans: „Ich kann fühlen, dass eine Liebe für den Fußball da ist. Die Nachrichten waren alle positiv, teilweise sogar liebevoll. Das verschafft mir nur Motivation, Druck spüre ich gar nicht. Ich bin glücklich über das Vertrauen der Menschen und möchte dann zeigen, was ich auf dem Rasen kann. Es ist nicht selbstverständlich, sondern etwas Besonderes, so begrüßt zu werden.“

…seinen Ex- und künftigen Mitspieler Karl Hein: „Als sich herauskristallisiert hat, dass ich nach Bremen wechseln kann, habe ich mich natürlich an Karl gewendet. Ich habe ihn gefragt, wie das Leben in der Stadt ist, ob man sich hier wohlfühlen kann und wie der Fußball in Deutschland ist. Er hat mir nur gute Antworten gegeben und da war mir klar, dass ich diese Chance ergreifen möchte. Er hat mir zum Beispiel gesagt, dass die Stimmung in Bremen einzigartig ist und er das so noch nie erlebt hat. Darauf bin ich schon sehr gespannt.“

Chuki auf einem PK-Podium.
Chuki spielte bereits bei Real Valladolid mit Karl Hein zusammen (Foto: WERDER.DE).

…seine erste Werder-Saison: „Wenn ich die Chance bekomme, möchte ich gerne helfen. Natürlich möchte ich auch am liebsten Tore schießen. Ich möchte als das spanische Talent, als das mich viele sehen, meinen Beitrag leisten und viele Assists beisteuern, damit wir mehr Tore schießen als noch in der letzten Saison.“

…den Abschied aus Valladolid: „Ich habe sehr lange dort gespielt und meine ersten Schritte gemacht. Es war eine sehr wichtige Station für meine Karriere – alles begründet sich auf meine Zeit in Valladolid. Deswegen bin ich sehr dankbar. Der Trainer hat am Ende mit mir gesprochen, dass er mich nicht mehr häufig aufstellt, damit sich andere zeigen können, die nächstes Jahr noch da sind. Natürlich möchte man immer spielen, aber es ist auch klar, dass sie sich auf ihre nächste Saison vorbereiten wollen. Sie haben sich aber auch für mich gefreut, dass ich meinen nächsten Schritt in Deutschland machen kann.“

…seinen Bruder: „Mein Bruder wird mich nach Bremen begleiten und mit mir zusammenziehen. Es ist das erste Mal, dass ich nicht mehr zu Hause bin. Da brauche ich natürlich eine gewisse Unterstützung. Deswegen ist das genau das Richtige. Ich habe großes Vertrauen, dass er mich unterstützt und mir hilft, mich hier einzuleben. Das wird sich dann hoffentlich positiv auf das auswirken, was ich auf dem Rasen zeigen kann.“

…die spanische Nationalmannschaft: „Es war ein tolles Spiel gestern und es ist großartig, dass wir gewonnen haben und im Finale stehen. Ich selber stehe noch am Anfang meiner Karriere und natürlich träumt jeder davon, mal in der Nationalmannschaft seines Landes zu spielen. Für mich ist wichtig, den Ball flachzuhalten und alles einzuordnen, was vor mir steht. Erstmal heißt es für mich hart zu arbeiten und mich auf eine emotionale Saison mit Werder vorzubereiten. An allererster Stelle steht, die Ziele mit Werder Bremen zu erreichen.“

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