EM-Bronze für Roman Fricke

Werder Hochspringer überquert 1,75 Meter und sichert sich Podestplatz

30.03.26 von Olaf Kelterborn

Die drei EM-Medaillengewinner im Hochsprung der M45

Gut 18 Jahre ist es her als Roman Fricke seine Leistungssportkarriere im Hochsprung offiziell für beendet erklärte. Heute, im Jahr 2026 wagt er im „Masters“-Bereich ein Comeback und das verlief mit einer EM-Bronzemedaille gleich sehr erfolgreich.

Die Europameisterschaften im polnischen Torun bildeten den Rahmen für das sportliche Comeback des ehemaligen fünffachen deutschen Meisters im Hochsprung. Wenige Tage nach seinem 49. Geburtstag kehrte Roman Fricke zurück auf die sportliche Bühne und kämpfte mit weiteren Athleten aus verschiedenen Nationen der Altersklasse M45 um EM-Medaillen. Auf diesen Moment hatte sich der Werderaner gezielt vorbereitet, denn seit einiger Zeit lässt ihn ein Gedanke nicht los: der 29 Jahre alte Weltrekord im Hochsprung der Altersklasse M50. Dazu müsste er im Jahr 2027 exakt 2,00 Meter hoch springen, ein ambitioniertes, aber nicht unrealistisches Ziel für den zielstrebigen Sportler.

Roman verfolgt also einen Plan, der mit der EM in Torun begann. Roman stieg bei einer Höhe von 1,65 Meter in den Wettkampf ein, ließ anschließend die 1,70 Meter aus und übersprang danach souverän die 1,75 Meter. Bei der Höhe von 1,85 Meter, wo der erste Versuch ungültig war, entwickelten sich dann allerdings so starke Krämpfe in der linken Wade, dass Roman beschloss den Wettkampf, auf Rang 3 liegend, zu beenden. „Das machte einfach keinen Sinn mehr. So bleibt ein gutes Gefühl mit meinem Training auf dem richtigen Weg zu sein, ich habe EM-Bronze gewonnen, bin verletzungsfrei geblieben und habe weiter mein Ziel für das nächste Jahr fest im Blick“, so der sichtlich zufriedene Roman nach dem Wettkampf.

Für die Sommer-Saison, auf die er sich gezielt und mit dosiertem Training vorbereiten wird, plant der Werder-Springer unter anderem den Start bei den Deutschen Meisterschaften Masters, wo „ich dann hoffentlich schon mit etwas mehr Risiko springen kann“, wie er selbst sagt. Und im Jahr 2027 hofft Roman schließlich auf seine beste Form: „Da möchte ich alles reinkloppen – um anschließend wirklich in sportliche Rente zu gehen. Man weiß es zwar nie genau. Aber ich glaube, mit einem tollen Sprung und Ergebnis in 2027 wäre dann wirklich Schluss.“ Wir dürfen gespannt sein und drücken Roman die Daumen, dass alles so klappt wie er es sich vorstellt.

Ansgar und Steffen überzeugten mit schnellen Zeiten und tollen Platzierungen in Berlin

Parallel zu den Europameisterschaften in Polen wurde in Berlin die 45. Auflage des Generali Halbmarathons ausgetragen. Unter den mehr als 40.000 Athletinnen und Athleten, die eine schöne Strecke vorbei an vielen touristischen Highlights der deutschen Hauptstadt zu absolvieren hatten, waren auch vier Werderaner, die mit teilweise sehr guten Ergebnissen überzeugen konnten. So lief beispielsweise Steffen Behrens in der M35 mit einem hohen Durchschnittstempo von 3:31 min pro Kilometer auf einen großartigen 45. Platz seiner Altersklasse. Im Ziel blieb die Uhr bei 1:14:10 für ihn stehen.

Knapp fünf Minuten später, genauer gesagt nach 1:18:53, durchlief auch Ansgar Korf den Zielbogen am Brandenburger Tor als 188. der M30. Bei der Menge als Teilnehmern ein großer Erfolg für die beiden schnellen Athleten aus dem Laufteam A. Ebenfalls noch unter den „magischen“ zwei Stunden blieb Janek Knapp, der nach 1:59:11 im Ziel eintraf. Vierter Werderaner war Daniel Oehme, der in der M50 eine Zeit von 2:38:05 erreichen konnte.

Uwe meisterte eine ganz besonderen Berglauf in der Schweiz

Ein völlig verrücktes Langlaufevent absolvierte derweil Uwe Waldhaus in der Schweiz. Der „Bergläufer“ trat zum „Lauberhorn Run Wengen“, einer 4,48 km langen Strecke bergauf zum Starthaus der Traditionsstrecke aus dem Ski Alpin- Weltcup, an. Insgesamt waren dabei 1028 Höhenmeter zu absolvieren, bei Steigungen bis zu 41% und Neuschnee auf der Strecke.

Für Uwe ging es unter anderem durch das "Österreicher Loch", vorbei an "Hundschopf" und "Canadian Corner" sowie durch das "Kernen-S", alles berühmte Namen, besonders für Kenner des Ski-Weltcups. Auf der Strecke war für die Läuferinnen und Läufer ganz besonders die Höhe eine Herausforderung, die allerdings Jeder für sich hervorragend meisterte. Auf den letzten Metern bis hin zum Starthaus holten alle, so auch Uwe, noch mal das letzte aus sich raus und feierten oben jeweils die Zielankunft. Für den Werderaner sprang nach 1:07:43 Std. ein sehenswerter 76. Platz in der Gesamtwertung und ein 29. Platz in der Altersklasse ab 40 Jahren heraus. Dementsprechend zufrieden begab sich Uwe zurück zur Seilbahn, die ihn sicher ins Tal beförderte. Die After Run Party sowie Siegerehrung fand im späteren Tagesverlauf im Eisstadion Wengen statt. Für Uwe bliebt das Fazit, dass es eine „top Veranstaltung“ war, zu der er mit Sicherheit erneut antreten wird.

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